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Taliban verlieren ersten Distrikt an Widerstandsbewegung

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Ein Taliban-Kämpfer steht nach einer Explosion Wache in der afghanischen Hauptstadt Kabul in der Nähe einer Moschee. © Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Eine Widerstandsgruppe in Afghanistan vermeldet erste Erfolge im Kampf gegen die Taliban. Offenbar ist es den Rebellen der NRF gelungen, Teile einer Provinz im Nordosten zurückzuerobern.

Kabul - In Afghanistan hat die nationale Widerstandsbewegung National Resistance Front (NRF) eigenen Angaben zufolge einen Teil der nordöstlichen Provinz Badachschan von den Taliban zurückerobert. Ein Anwohner bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Distrikt Schekai mit rund 30.000 Einwohnern seit Montag teilweise unter Kontrolle der Rebellen sei.

Für die Taliban wäre es das erste Gebiet, das sie an die Widerstandsbewegung verlieren. Sie wiesen die Darstellung entschieden zurück. Unabhängig ließen sich die Angaben zunächst nicht überprüfen.

Ein NRF-Sprecher sagte lokalen Medien, dass die Rebellen zehn Taliban-Kämpfer, inklusive dem Gouverneur des Distriktes, gefangen genommen hätten. Weitere Taliban seien übergelaufen. Ein Sprecher des Innenministeriums in Kabul bezeichnete die Aussagen der NRF als „Lügen“ und „falsche Gerüchte“. Ein Talibanvertreter aus Badachschan bestätigte der dpa jedoch die Festnahme des Gouverneurs. Der Distrikt Schekai liegt an der Grenze zu Tadschikistan.

Die militant-islamistischen Taliban sind in Afghanistan seit August 2021 wieder an der Macht. Die National Resistance Front gilt neben der Terrormiliz Islamischer Staat als größte Konkurrenz zu den Taliban. dpa

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