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Partygate: Johnson muss Strafgeld zahlen - Oppositionsführer fordert nun Rücktritt

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Der britische Premierminister Boris Johnson bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Premierminister Boris Johnson muss in der Partygate-Affäre ein Strafgeld zahlen. © Ukrainian Presidential Press Office/dpa

Der britische Premierminister Boris Johnson muss wegen der illegalen Feiern in seinem Amtssitz währende des Corona-Lockdowns in London ein Strafgeld zahlen.

London - In der „Partygate“-Affäre um verbotene Feiern während des Corona-Lockdowns* in der Downing Street muss der britische Premierminister Boris Johnson ein Strafgeld zahlen. Das bestätigte eine Regierungssprecherin am Dienstag der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, nachdem die Londoner Polizei mehr als 50 Strafgelder gegen Beteiligte verhängt hatte. Ebenfalls betroffen von den Strafzahlungen ist Johnsons Finanzminister Rishi Sunak.

Johnson-Partygate: Premierminister musste um sein Amt fürchten und kommt mit Bußgeld davon

Die „Partygate“-Affäre hatte Premierminister Johnson schwer unter Druck gesetzt. Er musste sich auch gegen Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen seiner Konservativen Partei zur Wehr setzen, da er regelmäßige Partys in seinem Amtssitz geduldet und bei einigen auch dabei gewesen sein soll. Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sitzt Johnson wieder fester im Sattel. Am Wochenende war Johnson in Zuge dessen auch in die ukrainische Hauptstadt Kiew gereist, um sich mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zu treffen.

Die Metropolitan Police untersucht zwölf Veranstaltungen aus den Jahren 2020 und 2021. Damals galten im Zuge der Pandemie strenge Kontaktbeschränkungen. Mehr als 100 Beschäftigten und Mitarbeitern der Regierung, auch Johnson und seiner Ehefrau, waren von der Polizei Fragebögen zugeschickt worden. Die Ermittlungen laufen noch immer, weitere Bußgelder könnten folgen. Man bemühe sich, die immer noch laufenden Ermittlungen schnellstmöglich voranzutreiben, hieß es am Dienstag von Scotland Yard. In den meisten Fällen soll es sich um Geldstrafen von 50 Pfund (60 Euro) handeln.

Boris Johnson: Oppositionsführer fordert erneut Rücktritt - Premierminister hat „das Gesetz gebrochen“

Als Reaktion auf die Verhängung der Strafgelder hat der Oppositions-Chef im britischen Unterhaus, Keir Starmer, erneut den Rücktritt von Boris Johnson und Finanzminister Sunak gefordert. „Boris Johnson und Rishi Sunak haben das Gesetz gebrochen und das britische Volk wiederholt angelogen. Sie müssen beide zurücktreten“, schrieb Labour-Chef Starmer am Dienstag auf Twitter. Auch schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und der Bürgermeister der britischen Hauptstadt London, Sadiq Khan, forderten den Premierminister erneut zum Rücktritt auf. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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