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Papst feiert Messe vor Zehntausenden in Kanada

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Papst in Kanada
Papst Franziskus (M) nimmt im Commonwealth Stadium an einer öffentlichen Messe teil. © Gregorio Borgia/AP/dpa

Nach seinem Besuch der Ureinwohner in Maskwacis hält Papst Franziskus eine Messe vor Zehntausenden Besuchern. Die Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt solle sich für niemanden mehr wiederholen.

Edmonton - Auf seiner den Treffen mit Ureinwohnern gewidmeten Kanada-Reise hat Papst Franziskus eine Messe vor Zehntausenden Gläubigen in Edmonton gefeiert. Zu dem Gottesdienst am Dienstagvormittag (Ortszeit) im Football-Stadion der westkanadischen Stadt kamen nach Angaben der Behörden geschätzt 50.000 Menschen, viele Sitze im Innenbereich und auf den Rängen blieben allerdings leer.

Papst in Kanada
Papst Franziskus trägt einen traditionell indigenen Kopfschmuck, der ihm während einer Zeremonie überreicht wurde. © Nathan Denette/The Canadian Press/AP/dpa

Das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche betete in seiner Predigt für „eine Zukunft, in der sich die Geschichte der Gewalt und Ausgrenzung, die unsere indigenen Brüder und Schwestern erlitten haben, für niemanden wiederholt“. Hauptanliegen des mehrtägigen Besuchs Franziskus' ist die Bitte um Vergebung für die Vergehen katholischer Bediensteter an indigenen Kindern in Internaten auf kanadischem Boden.

Vertreter der First Nations, Métis und Inuit kamen bereits Ende März zum Pontifex in den Vatikan, wo sich Franziskus bereits im Namen der Kirche entschuldigte. Am Montag bat er erneut im Ureinwohner-Ort Maskwacis um Vergebung und trug symbolisch den Federkopfschmuck der Ureinwohner. Es war die Entschuldigung, die viele Überlebende der Internate hören wollten. Anderen wiederum reicht die Bitte um Verzeihung nicht aus. Einige Ureinwohner-Gruppen fordern Zugang zu den Archiven der Kirche, in denen Dokumente über die Internate liegen.

Später am Tag wollte der Papst weiter zum See Lac Ste. Anne im Westen Edmontons aufbrechen. Der nach der Heiligen Anna - der Großmutter Jesu' - benannte See ist für Katholiken in Nordamerika und Ureinwohner ein wichtiger Pilgerort. dpa

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