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Vor Niedersachsen-Wahl: Kubicki beschimpft Erdogan als Kanalratte

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Von: Moritz Serif

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FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki
FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki bei einem Bundesparteitag seiner Partei. © Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Wolfang Kubicki hat mal wieder ausgeteilt. Dieses Mal traf es unter anderem Recep Tayyip Erdogan, den Präsidenten der Türkei. 

Hildesheim – Wolfgang Kubicki (FDP) für seine klare und deutliche Wortwahl bekannt. Laut NTV hat der Politiker bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei vor der Niedersachsen-Wahl zum Rundumschlag ausgeholt, denn die FDP muss laut Umfragen noch aufholen. Getroffen hat es dieses Mal den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und die Ampelregierung.

„Erdogan, die Kanalratte“, könne eine neue Flüchtlingswelle auslösen, so Kubicki, der die Regierung davor warnte, „wieder einfach die Arme aufzumachen“. Als Nächstes attackierte der FDP-Politiker seinen Kollegen Robert Habeck (Grüne) – die Gasumlage sei „Quatsch“.

Vor Niedersachsen-Wahl: Kubicki teilt aus

Der Staat profitiere von hohen Energiepreisen und müsste daher die Steuern und Abgaben senken. Deutschland müsse selbst Erdgas fördern und Atomkraftwerke weiterlaufen lassen. Schnelle Waffenlieferungen an die Ukraine halte er für keine gute Idee. „Wann kommt der Punkt, an dem Putin uns als Kriegspartei sieht?“, fragte Kubicki. Lob gab es für Kanzler Olaf Scholz, dem oftmals Zögern und Zaudern vorgeworfen wird: „Ich bin froh, dass jemand regiert, der nachdenkt, bevor er entscheidet.“

Auch der SPD-Gesundheitsminister, eine der Lieblings-Zielscheiben Kubickis, erntete Kritik. Alle außer Deutschland sind fröhlich und sehen die Pandemie am Ende, anstatt deprimiert an Karl Lauterbach zu denken“, so Kubicki. Staatliche Einschränkungen dürfe es nur geben, wenn die Wirkung erwiesen sei. Außerdem drohte er der Ampelregierung: „Wenn das so weitergeht mit SPD und Grünen, trete ich persönlich aus dieser Koalition aus.“

Kubicki ist vor Kurzem heftig in die Kritik geraten

Kubicki ist vor kurzem für seinen Vorschlag, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen, heftig in die Kritik geraten. Vor allem Wirtschaftsminister Habeck äußerte sich mit deutlichen Worten. Habeck erklärte, Russland drossele die Lieferungen über Nord Stream 1, obwohl die Leitung „vollständig operabel“ sei.

„Das heißt, die Annahme, dort könnte nicht mehr Gas durchgeschoben werden, ist russische Propaganda.“ Habeck warnte, Russland könne sich bei einer Inbetriebnahme von Nord Stream 2 ebenso wie nun bei Nord Stream 1 als unzuverlässig erweisen. „Und wenn er das Spiel mit uns da gewinnt, wer gibt uns die Garantie, dass er das mit Nord Stream 2 nicht ganz genauso macht?“ (mse)

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