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Tödliche Schüsse: Mann soll versucht haben, zweite Person zu töten

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Von: Alina Schröder, Sarah Neumeyer

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Bei Schüssen in der Innenstadt von Hannover ist im Juni ein Mann ums Leben gekommen. Jetzt startet der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.

Update vom Dienstag, 30.11.2021, 15.45 Uhr: Das Verbrechen Anfang Juni hatte viele Menschen geschockt. An einer vielbefahrenen Kreuzung in Hannover gerieten die Insassen von zwei Autos in Streit, dann fielen Schüsse. Ein 30 Jahre alter Autofahrer wurde tödlich verletzt. Seit Dienstag muss sich der mutmaßliche Schütze wegen Totschlags und versuchten Totschlags vor dem Landgericht in Hannover verantworten.

Dem 33-Jährigen wird vorgeworfen, aus seinem eigenen Wagen heraus den drei Jahre jüngeren Mann erschossen zu haben. Der Angeklagte habe auch versucht, einen zweiten Mann zu töten, der aus dem anderen Auto ausgestiegen war, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Der Prozess startete unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen, weil die Familien der Beteiligten nach Gerichtsangaben schon in der Vergangenheit Streitigkeiten hatten.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 30-jährigen Mann in Hannover am Donnerstagmittag ist der mutmaßliche Täter noch immer auf der Flucht.
Nach den tödlichen Schüssen auf einen 30-jährigen Mann in Hannover am Donnerstagmittag ist der mutmaßliche Täter noch immer auf der Flucht. © Julian Stratenschulte/dpa

Laut Anklage soll der Mann geschossen haben, nachdem der Beifahrer des 30-Jährigen ausgestiegen war und mit einer Holzlatte auf den Wagen des 33-Jährigen eingeschlagen hatte. In der polizeilichen Vernehmung hatte sich der mutmaßliche Todesschütze auf Notwehr berufen. Der Angeklagte wollte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf äußern. Er kündigte aber über seinen Verteidiger an, dass er am zweiten Verhandlungstag reden wolle.

Ein 33-jähriger Mann ist wegen Totschlags bei einer Schießerei an einer Ampelkreuzung in Hannover angeklagt.
Ein 33-jähriger Mann ist wegen Totschlags bei einer Schießerei an einer Ampelkreuzung in Hannover angeklagt. © Ole Spata/dpa

Nach der Tat flüchtete der mutmaßliche Schütze zunächst vom Tatort in Hannover, stellte sich jedoch einige Tage später der Polizei. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 17. Dezember fortgesetzt. Es sind 14 Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte demnach am 22. März verkündet werden.

Mann stirbt bei Schüssen in Hannover: Jetzt meldet sich sein Anwalt

Update vom Sonntag, 06.06.2021, 10.00 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf einen 30-jährigen Mann in Hannover am Donnerstag (03.06.2021) soll der mutmaßliche Täter noch immer auf der Flucht sein. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, will sich dieser laut Aussagen seines Anwalts jedoch bald der Polizei stellen. Der Rechtsbeistand des flüchtigen Mannes meldete außerdem, dass der Tatverdächtige seine Waffe aus Angst benutzt habe.

Gegenüber der Neuen Presse (NP) berichtete der Anwalt demnach, dass das Aufeinandertreffen von Opfer und mutmaßlichem Täter eine „reine Zufallsbegegnung an einer Verkehrskreuzung“ gewesen sei. Laut Zeugenaussagen soll ein Mann aus dem schwarzen Porsche des Todesopfers mit einem Baseballschläger zunächst die Seiten- und Frontscheibe des weißen Mercedes von dem Tatverdächtigen eingeschlagen haben. Daraufhin habe dieser aus Angst zu der Waffe gegriffen und geschossen. Er habe sich in dieser Situation bedroht gefühlt.

Laut des Anwalts habe sein Mandant das spätere Opfer bereits gekannt. Er habe den 30-jährigen Mann schon vorher wegen einer Schlägerei angezeigt.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 30-jährigen Mann in Hannover am Donnerstagmittag ist der mutmaßliche Täter noch immer auf der Flucht.
Nach den tödlichen Schüssen auf einen 30-jährigen Mann in Hannover am Donnerstagmittag ist der mutmaßliche Täter noch immer auf der Flucht. © Julian Stratenschulte/dpa

Niedersachsen: 30-Jähriger stirbt nach Schüssen in Hannover

Update vom Freitag, 04.06.2021, 11.04 Uhr: In der Innenstadt von Hannover ist am Donnerstagmittag (03.06.2021) ein 30-jähriger Mann erschossen worden. Von dem Täter fehlt offenbar weiterhin jede Spur. In Langenhagen nördlich von Hannover stürmten Spezialkräfte am Donnerstagabend eine Wohnung.

Ein Polizeisprecher bestätigte einen Zusammenhang zwischen dem SEK-Einsatz und den Schüssen am Nachmittag. Ob ein Verdächtiger gefasst werden konnte, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aber zunächst nicht sagen. Beim SEK-Einsatz in Langenhagen soll es keine Festnahmen gegeben haben, berichtet der NDR.

Schießerei auf offener Straße in Hannovers Innenstadt: Das SEK stürmt eine Wohnung in Langenhangen. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar.
Schießerei auf offener Straße in Hannovers Innenstadt: Das SEK stürmt eine Wohnung in Langenhangen. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. © Martin Dziadek/Imago

Schüsse in Hannover: SEK stürmt Wohnung - Täter auf der Flucht

Zu der Tat in der Innenstadt von Hannover kam es am Nachmittag auf einer viel befahrenen Kreuzung. Zwischen den Insassen zweier Autos habe es eine Auseinandersetzung gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst seien lediglich beide Fahrzeuge, die zu diesem Zeitpunkt an einer Ampelkreuzung standen, beschädigt worden. Im weiteren Verlauf eskalierte die Auseinandersetzung und aus einem Wagen heraus wurde laut Angaben der Polizei mindestens ein Schuss abgegeben. Der Fahrer des anderen Autos habe dann beschleunigt, die Kreuzung überquert und sei auf der gegenüberliegenden Straßenseite frontal gegen den Mast eines Verkehrsschildes geprallt.

Wenig später brach der 30-jährige Mann in seinem Auto zusammen. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch den Rettungsdienst starb der Mann noch am Tatort. Die genaue Todesursache war zunächst unklar. Ein Insasse aus dem Wagen, aus dem der Schuss kam, soll nach Zeugenangaben zu Fuß geflüchtet sein. Von dem mutmaßlichen Täter fehlt laut NDR weiterhin jede Spur.

In Hannover wurde auf einer Kreuzung geschossen. Die Polizei ermittelt.
In Hannover wurde auf einer Kreuzung geschossen. Die Polizei ermittelt. © Imago

Zu den Hintergründen lasse sich noch nichts sagen, dies sei Gegenstand der Ermittlungen, so ein Polizeisprecher. Auslöser könnte laut Medienberichten ein Streit im Rotlichtmilieu von Hannover sein, so der NDR. Die Polizei sperrte den Tatort auf einer viel befahrenen Kreuzung in Hannover nach der Tat weiträumig ab. Beamte der Spurensicherung in weißen Schutzanzügen untersuchten die Autos. In den abgesperrten Bereich durften nur Anwohner hinein. In der Innenstadt kam es wegen des Polizeieinsatzes zu massiven Staus, die sich bis in den Abend hineinzogen.

Niedersachsen: Mann auf offener Straße erschossen - Täter wohl auf der Flucht

Update vom Donnerstag, 03.06.2021, 16.18 Uhr: In der Innenstadt von Hannover ist am Donnerstag ein Mann erschossen worden. Offenbar kam es am Mittag auf offener Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen Insassen von zwei Autos, berichtet die dpa. Gegenüber dem NDR bestätigte die Polizei, dass „mindestens ein Schuss“ gefallen und „eine Person verstorben“ sei.

Laut der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sollen mehrere Verdächtige auf der Flucht sein. Demnach sollen zwei Fahrzeuge - beide mit Einschusslöchern - auf einer Kreuzung in Hannover stehen.

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei fotografiert an einem Tatort an der Herschelstraße. Am Mittag kam es auf offener Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen Insassen von zwei PKW, in dessen Verlauf ein Mann getötet wurde. Der oder die Täter sind flüchtig.
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei fotografiert an einem Tatort an der Herschelstraße. Am Mittag kam es auf offener Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen Insassen von zwei PKW, in dessen Verlauf ein Mann getötet wurde. Der oder die Täter sind flüchtig. © Julian Stratenschulte/dpa

Erstmeldung vom Donnerstag, 03.06.2021, 15.36 Uhr: Hannover (dpa/lni) - In der Innenstadt von Hannover (Niedersachsen) ist am Donnerstagmittag ein Mann erschossen worden. Zu Alter und Identität machte eine Polizeisprecherin zunächst keine Angaben, berichtet die dpa.

Auch zum mutmaßlichen Täter und den Hintergründen könne noch nichts gesagt werden. Die Polizei ermittelt. Den Angaben nach wurde sie gegen 13.30 Uhr alarmiert.

Niedersachsen: Mann in Hannover auf offener Straße erschossen - Polizei im Einsatz

Aktuell sollen sich mehrere Verdächtige auf der Flucht befinden, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Demnach sollen zwei Fahrzeuge - beide mit Einschusslöchern auf einer Kreuzung stehen. Der Bereich um den Tatort ist weiträumig abgesperrt. (sne mit dpa)

Vor dem Amtsgericht in Celle in Niedersachsen wurde am Donnerstagmorgen geschossen*. Zwei Personen sind tot. *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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