1. Hersfelder Zeitung
  2. Politik

Nahost-Dreiergipfel: Kaum Hoffnung auf Fortschritte

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Der Siedlungsstreit belastet den Nahost-Dreiergipfel. © dpa

New York - Wenig Hoffnung auf Fortschritte: Die USA, Israel und Palästinenser sind zu einem Nahost-Gipfel zusammengekommen.

US- Präsident Barack Obama traf am Dienstag in New York zunächst den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu . Anschließend stand ein Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an. Danach war eine Dreier-Runde geplant. Es ging um die Wiederaufnahme der Ende vergangenen Jahres unterbrochenen Friedensverhandlungen.

Israelische und palästinensische Medien werteten das Treffen als unverbindlich und einen Fototermin.

Israels Präsident Schimon Peres rief die Palästinenser auf, ohne Vorbedingungen zu den Friedensgesprächen zurückzukehren. Die Forderung von Abbas, dass Israel vor Verhandlungen erst den Bau jüdischer Siedlungen stoppen müsse, sei ein großer Fehler.

Abbas verlangt unter anderem, dass Israel den Ausbau jüdischer Siedlungen sowohl im Westjordanland als auch im besetzten arabischen Teil Jerusalems stoppt. Das ist so im Nahost-Friedensplan von 2003 vorgesehen und wird von den USA und der Europäischen Union unterstützt.

Außerdem wollen die Palästinenser die Verhandlungen an jener Stelle wieder aufnehmen, an der sie zuvor abgebrochen waren. Beide Forderungen lehnt Netanjahu ab.

Als israelischer Staatspräsident hat Peres vor allem repräsentative Aufgaben. Der 86 Jahre alte Politik-Veteran bezieht jedoch immer wieder Stellung zu aktuellen Tagesfragen.

dpa

Auch interessant

Kommentare