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Ukraine-Krieg: Verhandlungen mit Russland gehen heute weiter

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Von: Kim Hornickel, Lukas Rogalla, Lukas Zigo, Katja Thorwarth, Sonja Thomaser

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Bei den Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg gibt es eine „technische Pause“. Man will am heutigen Dienstag weiterverhandeln.

Update von Dienstag, 15.03.2022, 6.40 Uhr: Der Krieg in der Ukraine geht weiter. Auch die vierte Verhandlungsrunde zwischen Kiew und Moskau konnte keinen Durchbruch erwirken. Weitere Gespräche wurden auf Dienstag (15.03.2022) vertagt.

Parallel hatte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel am Montag mit dem Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. „Diese menschliche Tragödie muss beendet werden, der Angriff auf die Ukraine muss sofort gestoppt und ein Waffenstillstand erreicht werden“, sagte Bettel demnach. Anschließend telefonierte Bettel am Montag auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Beide stimmten Mitteilungen zufolge überein, dass die anhaltenden russischen Angriffe beendet und so schnell wie möglich ein Waffenstillstand erreicht werden müsse.

+++ 20.26 Uhr: Kurz vor den Verhandlungen zwischen Vertretern aus Russland und der Ukraine am Dienstag (15.03.2022) hat sich auch der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel in die Gespräche eingeschaltet. Am Montag (14.03.2022) sprach Bettel zuerst mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dabei beklagte der Luxemburger auch die Verschlechterung der humanitären Lage in der Ukraine, teilte das Staatsministerium in Luxemburg mit.

Humanitäre Korridore müssten akzeptiert und ein Waffenstillstand ausgehandelt werden, verlangte der Politiker vom russischen Staatsoberhaupt. In diesen Punkten stimmte ihm auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu, mit dem Bettel kurz darauf telefonierte. Selenskyi machte erneut klar, dass er das Ende der russischen Angriffe forderte und ein Waffenstillstand so schnell wie möglich erreicht werden müsste.

Verhandlungen stagnieren: Ukraine und Russland vereinbaren „technische Pause“

+++ 15.28 Uhr: Bei den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland wurde eine „technische Pause bis morgen eingelegt“. Das teilte der ukrainische Vertreter, Präsidentenberater Mychailo Podoljak, auf Twitter mit. Demnach werden die Verhandlungen um den Ukraine-Krieg am Dienstag (15.03.2022) fortgesetzt.

Die Pause werde genutzt zur weiteren Arbeit in den Arbeitsgruppen und Klärung einzelner Definitionen. Sicher sei aber, dass die Verhandlungen weitergehen, so Podoljak.

Ukraine-Krieg: Unterhändler beginnen „harte“ Verhandlungsrunde

+++ 14.00 Uhr:  Inmitten heftiger Kämpfe und gegenseitiger Anschuldigungen im Ukraine-Krieg haben die Unterhändler der Ukraine und Russlands eine vierte Verhandlungsrunde begonnen. Der ukrainische Vertreter, Präsidentenberater Mychailo Podoljak, veröffentlichte am Montag auf Twitter ein Foto von Gesprächen per Videokonferenz mit russischen Vertretern. Die Verhandlungen seien „hart“, fügte er hinzu. Beide Seiten seien dabei, ihre „spezifischen Positionen“ darzulegen.

Drei Verhandlungsrunden seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine am 24. Februar waren zuvor weitgehend ergebnislos geblieben. Ein Waffenstillstand schien außer Reichweite. 

Die dritte Verhandlungsrunde zum Ukraine-Krieg fand in Belarus statt.
Die dritte Verhandlungsrunde zum Ukraine-Krieg fand in Belarus am 7. März 2022 statt. (Archivbild) © Maxim Guchek/dpa

Ukraine-Krieg: Kiew pocht vor Verhandlungen mit Russland auf Waffenstillstand

+++ 10.50 Uhr: Die Ukraine will in der neuen Gesprächsrunde mit Russland einen sofortigen Waffenstillstand und den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine fordern. „Frieden, ein sofortiger Waffenstillstand und der Abzug aller russischen Truppen - und erst danach können wir über regionale Beziehungen und politische Differenzen sprechen“, erklärte Kiews Verhandlungsführer Mychailo Podoljak in einer Videobotschaft, die am Montag im Onlinedienst Twitter veröffentlicht wurde.

Update vom Montag, 14.03.2022, 09.02 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat im Ukraine-Krieg vor den neuen Gesprächen mit Russland ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin gefordert. Das Ziel sei es, „alles zu tun, um ein Treffen der Präsidenten zu ermöglichen. Ein Treffen, auf das die Menschen sicher warten“, sagte Selenskyj am Montagmorgen (14.03.2022) in einer Videobotschaft. Die Ukraine und Russland werden ihre Gespräche nach Angaben des ukrainischen Unterhändlers David Arachamia um 9.20 Uhr MEZ per Videoschalte fortsetzen.


„Unser Ziel ist es, dass die Ukraine in diesem Kampf, in dieser schwierigen Verhandlungsarbeit, das notwendige Ergebnis erhält... für den Frieden und für die Sicherheit“, sagte Selenskyj. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine am 24. Februar fanden bislang drei Gesprächsrunden in Belarus statt. Dabei ging es vordringlich um die Schaffung humanitärer Korridore für Zivilisten.

Auf diesem vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Bild spricht Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während seiner regelmäßigen Ansprache an die Nation.
Auf diesem vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Bild spricht Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während seiner regelmäßigen Ansprache an die Nation. © dpa

Ukraine-Krieg: Leichter Optimismus vor Verhandlungen

Erstmeldung vom Sonntag, 13.03.2022, 23.21 Uhr: Kiew/Moskau – Im Ringen um eine diplomatische Lösung im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben sich beide Seiten zurückhaltend optimistisch geäußert. „Wenn wir die Positionen der beiden Delegationen heute mit denen zu Beginn vergleichen, werden wir deutliche Fortschritte feststellen“, sagte der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki am Sonntag (13.03.2022) im Staatsfernsehen. Er gehört der Delegation an, die mit der Ukraine seit zwei Wochen verhandelt, bislang aber ohne Durchbruch. Nach Auffassung Sluzkis könnten sich beide Seiten „schon in den nächsten Tagen“ auf eine gemeinsame Position verständigen und dies in entsprechenden Dokumenten unterzeichnen.

Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak rechnete ebenfalls „in wenigen Tagen mit konkreten Ergebnissen“. Er sagte in einem bei Twitter veröffentlichten Video, Russland stelle bei den Verhandlungen keine Ultimaten, sondern höre den ukrainischen Vorschlägen zu.

Ukraine-Krieg: Verhandlungen mit Russland am Montag

Am Abend bestätigte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow geplante Gespräche im Online-Format für diesen Montag. Die russische Delegation solle dabei wie bislang vom früheren Kulturminister Wladimir Medinski angeführt werden, sagte Peskow der Staatsagentur Tass zufolge. Moskau fordert, dass Kiew die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisch anerkennt sowie die Separatistengebiete in der Ostukraine als unabhängige „Volksrepubliken“. Das lehnt die Ukraine ab. Kiew werde keine seiner Positionen aufgeben, sagte Podoljak. Ihm zufolge fordert die Ukraine ein Ende des Kriegs und den Abzug russischer Truppen. „Es gibt einen Dialog“, sagte Podoljak.

Dmitri Peskow schloss am Sonntag im Staatsfernsehen erneut ein Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj nicht aus. „Wir müssen aber verstehen, was das Ergebnis dieses Treffens sein soll und was dort besprochen wird.“ Die Bedingungen für direkte Gespräche auf höchster Ebene im Ukraine-Krieg würden bei den Treffen der Delegationen besprochen. (lrg/sot/afp/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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