Anschlag auf Magnitz

Meuthen: Video von Angriff auf AfD-Politiker veröffentlichen

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Der AfD-Politiker Frank Magnitz Ende September bei einer Rede im Bundestag. Foto: Fabian Sommer

 AfD-Chef Jörg Meuthen fordert, die Videoaufnahmen vom Angriff auf den Bremer AfD-Vorsitzenden Frank Magnitz zu veröffentlichen, um "jeder Spekulation die Grundlage" zu entziehen.

Berlin - AfD-Chef Jörg Meuthen hat sich dafür ausgesprochen, die Videoaufnahmen vom Angriff auf den Bremer AfD-Vorsitzenden Frank Magnitz zu veröffentlichen. Eine öffentliche Anschauung des vorhandenen Bildmaterials könne "jeder Spekulation die Grundlage entziehen", sagte Meuthen der Zeitung "Die Welt" am Freitag.

Tatsächlich haben die Ermittler angekündigt, für eine Öffentlichkeitsfahndung Videomaterial ins Internet zu stellen. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft werde die Veröffentlichung der Aufnahmen vorbereitet, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die erforderliche Anordnung dafür sei am gleichen Tag vom Amtsgericht Bremen erlassen worden. Es müssten noch einige technische Details geklärt werden, hieß es auf Nachfrage. Unklar ist, welche Teile des Tatgeschehens auf den Aufnahmen zu sehen sein werden.

In Bremen kam es kürzlich zu einem Angriff auf die AfD-Politikerin Natascha Runge, wie nordbuzz.de* berichtet. Die junge Frau wollte Wahl-Plakate aufhängen, dann kamen zwei Männer vorbei.

Meuthen: Forderung sei kein Ausdruck von Misstrauen gegen die Polizei

Seine Forderung sei kein Ausdruck von Misstrauen gegen die Polizei, erläuterte Meuthen nach Angaben der Zeitung. Im Raum stehe aber ein Widerspruch. "Nach dem, was Herr Magnitz sagt, hat einer der Bauarbeiter die Aussage gemacht, dass er mit einem Kantholz geschlagen worden sei", sagte der AfD-Chef. "Die Polizei sagt: Wir haben einen solchen Schlaggegenstand nicht gesehen."

Der AfD-Landesparteichef und Bundestagsabgeordnete Magnitz war der Polizei zufolge am Montagabend in Bremen von hinten von einem Mann angesprungen worden. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Partei blieb bei ihrer Darstellung, dass Magnitz mit einem Gegenstand wie einem Kantholz geschlagen worden sei, obwohl das laut Staatsanwaltschaft durch Videoaufnahmen von der Tat widerlegt ist.

Laut AfD sprachen Handwerker von einem Kantholz als mögliche Tatwaffe 

Das Kantholz wurde laut AfD von Handwerkern erwähnt, die Magnitz fanden und die Polizei alarmierten. Dass dies so gewesen sein könnte, schloss auch die Staatsanwaltschaft nicht aus. Allerdings hätten die Handwerker mit dem Rücken zum Tatort gestanden. "Sie haben die Tat nicht gesehen", sagte der Sprecher der Behörde, Frank Passade. Er stellte die Möglichkeit in Aussicht, dass Magnitz als Geschädigter sich das Video anschauen kann.

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Polizei.

In Essen sind zudem nun drei Autos der AfD komplett ausgebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

dpa

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