Vergleich mit Michelle Obama

Autorin über Melania Trump: Gehört zu „den am wenigsten gemochten modernen First Ladys“

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Eine Autorin hat nun Melania Trump (l.) mit Michelle Obama verglichen.

First Lady Melania Trump ist wie ihr Ehemann Donald Trump umstritten. Eine Autorin hat sie nun mit ihrer Amtsvorgängerin verglichen.

Washington - Die First Lady, also die Gattin des amtierenden Präsidenten zu sein, ist in den USA eine wichtige Aufgabe. Die Frauen tragen zwar keine politische Verantwortung, stehen aber unter der Beobachtung der Öffentlichkeit und der Medien. Pat Nixon, Ehefrau des 37. US-Präsidenten Richard Nixon, hatte es einmal als den härtesten unbezahlten Job der Welt bezeichnet. 

Natürlich steht auch Melania Trump seit der Amtseinführung ihres Mannes Donald Trump besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Unweigerlich muss sie sich dabei auch zum Vergleich zu ihrer Vorgängerin Michelle Obama aussetzen.

Ein Buch mit dem Titel „Melania & Michelle: First Ladies in a New Era“ hat sich nun ausführlich mit den beiden befasst. Es stammt von der US-amerikanischen Kommunikationswissenschaftlerin Tammy Vigil. Die Autorin kommt laut Bild.de zu einem eindeutigen Ergebnis: Die beiden Frauen in diesem inoffiziellen Amt haben keine Gemeinsamkeiten. Lediglich die Tatsache, dass sie im Zeitalter der sozialen Medien in dieser Position stehen, ist demnach das verbindende Element. 

Michelle Obama: Karriere war geradlinig und zielstrebig

Im Kreuzfeuer der User aus den sozialen Netzwerken zu stehen, bedeutet zugleich: Egal, was die First Lady macht, auf Twitter, Facebook und Co. gibt es immer jemanden, der sie dafür hasst.

Das Leben von Michelle Obama skizziert die Autorin als geradlinig und zielstrebig. „Obama hat Opfer gebracht, beispielsweise eine drei-stündige Busfahrt, um zu einer Eliteschule zu gelangen“, heißt es in dem Buch der Assistenz-Professorin für Politische Kommunikation an der Universität von Boston. Durch ihre Arbeit als Anwältin sei sie es bereits vorher gewohnt gewesen, zu debattieren, argumentieren und verhandeln, wodurch sie auf den Job als First Lady vorbereitet worden war. 

Melanie Trump kommt bei den Bürgern nicht gut an

Melania Trump war zuvor als Model tätig. „Sie hat ihren Namen geändert, um ihre Chancen im Model-Business zu steigern und hat das College zugunsten ihre beruflichen Möglichkeiten verlassen.“ Weiterhin findet die Autorin, dass Trump wie eine Trophäen-Frau wirke, die die Vorzüge einer Ehe mit einem „wohlhabenden älteren Mann“ genieße. Trump hatte bis zur Kandidatur ihres Mannes um die Präsidentschaft keine Erfahrung auf dem politischen Parkett. Deswegen sei es nicht verwunderlich, dass sie sich während des Wahlkampfes eher ruhig gezeigt und damit in der typischen Rolle eines Models gezeigt habe.

Während Michelle Obama die Frau ist, die die US-Amerikaner im vergangenen Jahr am meisten bewundert hatten, kam Melania Trump bei der Wahl ihres Mannes im Jahr 2016 bei den Menschen nicht gut an. „Melania Trump hatte bessere Werte als ihr Ehemann, liegt damit aber immer noch unter den am wenigsten gemochten modernen First Ladys.“

Angesichts anhaltender Fremdgeh-Gerüchte ihres Mannes steht die Ehe von Melania und Donald Trump immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Kürzlich hatte sich Melania Trump dazu geäußert. Beim diesjährigen G7-Gipfel begrüßte sie sich innig mit dem kanadischer Premierminister Justin Trudeau. Dieser hat nach einem Foto-Skandalmit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen.

Nicht wirklich beliebt ist bei so manchen auch der Nachwuchs Trumps. Wie stolz Ivanka Trump auf ihre Familie ist, wollte sie in einem kürzlich veröffentlichten Foto beweisen. Darauf war eines ihrer Kinder im Stormtrooper-Kostüm zu sehen. Mit einer Reaktion dürfte sie nicht gerechnet haben - denn der echte "Luke Skywalker" rechnet mit den Trumps ab.

Video: Partnerinnen der Staatschefs des G7-Gipfels erkunden Baskenland

dg

Inmitten der „Ukraine-Affäre“ scheint Donald Trump kein anderes Thema als Impeachment zu haben. Für die einen ist dies ein Zeichen der Angst - für andere Taktik.

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