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Wahl-Triell in Schleswig-Holstein abgesagt – Favorit Günther muss wegen Corona passen

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Von: Fabian Müller

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Daniel Günther
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich mit dem Coronavirus infiziert (Archivbild). © Frank Molter/dpa/Archivbild

Weil sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Coronavirus infiziert hat, entfällt nun das Wahl-Triell. Ob es einen Nachholtermin geben wird, ist noch offen.

Kiel - Am Montag wurde bekannt: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nun sagt der NDR das für Dienstagabend (26. April) geplante Wahl-Triell ab, der Ministerpräsident muss passen. Zunächst war noch eine Zuschaltung Günthers spekuliert worden.

In Schleswig-Holstein findet am 8. Mai die Landtagswahl statt, im NDR sollten deshalb die Spitzenkandidaten von CDU, SPD und Grünen ihre Programme und Positionen vorstellen.

Landtagswahl Schleswig-Holstein: Günther hat Corona - NDR prüft Nachhol-Triell

Günther bedauerte seine Absage und bot eine Neuterminierung an. Der NDR prüft laut eigenen Angaben derzeit, wie die Sendung „NDR Info Wahl: Das Triell“ in der Woche ab dem 2. Mai nachgeholt werden kann. Gesundheitlich gehe es dem 48 Jahre alten Daniel Günther gut, teilte die Staatskanzlei in Kiel am Montag mit. Der 48-Jährige befinde sich in häuslicher Isolation, sei symptomfrei und führe die Amtsgeschäfte vorläufig von zu Hause in Eckernförde weiter, hieß es.

Das für 18 Uhr geplante Triell mit den Kandidaten der kleinere Parteien kann hingegen wie geplant stattfinden. Für die FDP wird Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz am Triell teilnehmen, für die AfD Jörg Nobis und für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW) Lars Harms. Die Sendung mit Günther (CDU), Thomas Losse-Müller (SPD) und Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) entfällt.

Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Triell entfällt wegen Daniel Günthers Corona-Infektion

Die jüngste Umfrage von Infratest dimap sah die CDU deutlich mit 38 Prozent vorn. Dahinter lagen SPD mit 20 Prozent, Grüne mit 16 und die FDP mit 9 Prozent. Vor der Wahl am 8. Mai haben sich Günther und die FDP für eine Neuauflage ihrer gemeinsamen Regierung mit den Grünen ausgesprochen.

Die Grünen hingegen äußerten sich bislang zurückhaltend. Die SPD und ihr Spitzenkandidat Losse-Müller streben eine Regierung mit den Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband an, aber dafür ist der jüngsten Umfrage von Infratest dimap zufolge keine Mehrheit in Sicht. (fmü)

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