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Ukraine-Krieg: Neue Daten zu russischen Verlusten – Putin setzt auf Uralt-Panzer

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Von: Florian Naumann, Sandra Kathe, Daniel Dillmann, Bona Hyun, Christian Stör

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Die Verluste von Russland im Ukraine-Krieg sind exorbitant hoch. Erneut sollen mehr als 900 Soldaten binnen 24 Stunden gefallen sein. Der News-Ticker.

HINWEIS DER REDAKTION: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg entnehmen Sie unserem neuen News-Ticker.

Update vom 21. März, 18.40 Uhr: Nach Angaben des russischen Medienprojekts Nexta hat die russische Militärführung offenbar damit begonnen, Kampfpanzer vom Typ T-54 in die Ostukraine zu verlegen. Diese Panzer sollen aus den Beständen des Kremls stammen und werden laut Bericht auf Zügen in das Kriegsgebiet gebracht. Ursprünglich wurden sie in den 40er und 50er Jahren eingesetzt.

Ausgemusterte sowjetische Kampfpanzer vom Typ T-54 und T-55 auf einem Schrottplatz in Afghanistan.
Ausgemusterte sowjetische Kampfpanzer vom Typ T-54 und T-55 auf einem Schrottplatz in Afghanistan. © imago-images

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew holt drei Drohnen vom Himmel

Update vom 21. März, 13.40 Uhr: Bei dem nächtlichen Angriff russischer Drohnen sind über der Region Schytomyr von der ukrainischen Luftverteidigung drei Drohnen abgeschossen worden. Das gab der Leiter der Regionalmilitärverwaltung, Witali Bunetschko, auf Telegram bekannt.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg häufen sich

Update vom 21. März, 10.30 Uhr: Russland tut sich im Ukraine-Krieg weiter sehr schwer. Vor allem die hohen Verluste machen den russischen Streitkräften zu schaffen. Jetzt könnte auch der Angriff auf die ostukrainische Stadt Bachmut seinen begrenzten Schwung wieder verlieren. Dies könnte geschehen, weil einige Einheiten anderen Sektoren zugewiesen worden seien, heißt es in einem Tweet des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf den Geheimdienst.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Die Zahlen im Überblick

Update vom 21. März, 8.50 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind innerhalb eines Tages 920 russische Soldaten im Kampf gefallen. Die Gesamtzahl getöteter russischer Soldaten erhöht sich damit auf rund 167.490. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig prüfen, Russland veröffentlicht keine Daten.

Russland verzeichnet aktuell schwere Verluste im Ukraine Krieg. (Archivfoto)
Russland verzeichnet aktuell schwere Verluste im Ukraine Krieg. (Archivfoto) ©  ITAR-TASS/Imago

Update vom 22. März, 7.45 Uhr: In der Nacht zum 22. März wurde in der Ukraine in mehreren Regionen wegen eines Angriffs russischer Kamikaze-Drohnen ein Luftalarm ausgerufen. Nach Angaben der Militärverwaltung der Stadt Kiew haben die ukrainischen Luftverteidigungskräfte aber alle russischen Drohnen abgeschossen.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: USA wollen zugesagte Abrams-Panzer an Kiew liefern

Update vom 22. März, 5.30 Uhr: Die USA wollen bis zum Herbst die bereits zugesagten Abrams-Panzer an die Ukraine liefern. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Pat Ryder, sagte in Washington, das Ressort habe entschieden, Kiew die Abrams-Panzer-Variante M1A1 bereitzustellen - anstelle der neueren Variante M1A2. Dies ermögliche es, die Lieferfristen erheblich zu verkürzen und der Ukraine die Panzer bereits bis zum Herbst zu schicken.

Update vom 21. März, 13.18 Uhr: Nach dem Zwischenfall auf der Krim widersprechen sich die Darstellungen beider Seiten völlig. Russland gibt an, am Montagabend ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben; die Ukraine meldete, russische Marschflugkörper zerstört zu haben. Unabhängig verifizieren ließen sich zunächst keine der Angaben.

Seit Beginn der Moskauer Offensive gegen die Ukraine wurde die Krim mehrfach zum Ziel von Drohnenangriffen. Anfang März hatte Russland erklärt, einen „massiven Angriff“ abgewehrt zu haben.

Ukraine-Krieg: Kiew startet Drohnenangriff auf die Krim

Update vom 21. März, 5.30 Uhr: Im Norden der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim schoss die Flugabwehr nach Behördenangaben ukrainische Drohnen ab. Krim-Verwaltungschef Sergej Aksjonow teilte am Montagabend mit, dass in dem Ort Dschankoj ein Mensch verletzt worden sei. Durch abgestürzte Trümmerteile seien Häuser und ein Lebensmittelgeschäft beschädigt worden. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.

In Kiew teilte der Militärgeheimdienst des Verteidigungsministeriums mit, dass der Angriff einem Raketentransport auf Bahngleisen gegolten habe. Es seien Raketen zerstört worden. Damit werde die Krim auf die Befreiung von der russischen Besatzung vorbereitet.

Von russischer Seite gab es dafür, dass Raketen zerstört worden sein sollen, keine Bestätigung. Russland transportiert etwa Raketen für die Schwarzmeerflotte über den Landweg in die Militärhäfen. Außerdem werden über die strategische wichtige Eisbahnstrecke die russischen Truppen in den besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja mit Nachschub versorgt.

Russische Verluste im Gebiet Wuhledar

Update vom 20. März, 16.15 Uhr: Ukrainische Militäroffiziere weisen darauf hin, dass die russischen Verluste im Gebiet Wuhledar die Kapazitäten von Putins Streitkräften im Gebiet Donezk stark beeinträchtigen. Der Sprecher der ukrainischen Streitkräftegruppe Ost, Serhii Cherevatyi Cherevaty, betonte laut ukrainischen Medienberichten, dass die russischen Streitkräfte nicht einmal die taktische Einnahme von Bachmut abschließen können.

Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainischer Militärgeheimdienst bekennt sich zu Anschlag auf Verräter

Update vom 20. März, 13.08 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst hat bekannt, einen „Verräter“ in den russisch besetzten Regionen ermordet zu haben. „Der Organisator von Folterkammern im Gebiet Cherson, Serhij Moskalenko, wurde vor kurzem auf dem zeitweilig besetzten Gebiet liquidiert“, teilte er am Montag (20. März) mit.

Der Tote habe mit den Besatzern zusammengearbeitet. Der Anschlag selbst fand demnach bereits am Freitag statt. Vor dem russischen Einmarsch habe der 1978 geborene Mann eine örtliche Wachschutzfirma besessen. „Auf jeden Kriegsverbrecher wartet seine gerechte Strafe“, drohte die Behörde. Bei Anschlägen in den von Russland besetzten Gebieten wurden bereits mehrere mit Moskau zusammenarbeitende Ukrainer getötet.

Verluste für Russland im Krieg: Ukrainische Streitkräfte schalten russische Angreifer in Donezk aus

Update vom 20. März, 11.15 Uhr: Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte haben eine Gruppe russischer Angreifer in der Nähe von Donezk ausgeschalten. Dies teilte das Kommando der Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte nach Angaben von Ukrinform in einem Beitrag auf Facebook mit. 

Verluste im Ukraine-Krieg: Viele Gefallene hatten wohl keine Verbindung mit Armee

Update vom 20. März, 6.50 Uhr: Anhand offener Quellen ermittelte BBC Russia gemeinsam mit Mediazona, einem unabhängigen russischen Medienunternehmen, die Namen von 17.375 russischen Soldaten, die im Krieg in der Ukraine getötet wurden. Die Medien führen eine namentliche Zählung der Toten durch.

Bei einem Drittel dieser Verluste handelte es sich um Personen, die vor der Invasion nicht mit der Armee in Verbindung standen – Freiwillige, Mobilisierte, Gefangene und neu rekrutierte Mitglieder privater Militärfirmen. Seit Anfang 2023 wurden den Ergebnissen zufolge mindestens 1.000 Menschen getötet, die ihre Strafe in russischen Gefängnissen absitzen sollten.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Russischer „Kollaborateur“ kommt ums Leben

Update vom 19. März, 21.42 Uhr: Nach ukrainischen Angaben ist ein russischer „Kollaborateur“ bei einer Explosion im russisch kontrollierten Teil der Oblast Cherson ums Leben gekommen. Der Mann sei als Kommandeur einer Patrouille im Bezirk Nowa Kachowka tätig gewesen, teilte das russische Ermittlungekomitee mit, wie Kyiv Independent berichtet.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew berichtet von weiteren schweren Schlägen

19. März, 19.35 Uhr: Die Ukraine berichtet von weiteren schweren Schlägen gegen Russlands Armee. Der Generalstab berichtete am Abend von sechs Luftwaffen-Schlägen auf „Ballungen von Besatzerkräften und Ausrüstung“ und ein Munitionslager, wie die Ukrainska Prawda meldet. Die eigene Artillerie habe zudem zwei weitere Schwerpunkte von Besatzungssoldaten getroffen.

Allerdings vermeldete auch Russland Verluste des Gegners: Laut Verteidigungsministeriums-Sprecher Igor Konaschenkow wurden allein von der „West-Gruppe“ des russischen Militärs am Samstag 50 ukrainische Soldaten getötet. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig verifizieren. (mit Agenturmaterial)

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