Harte Restriktionen

„Gefühllose Politiker“: Ivanka Trump schießt im eigenen Land gegen Corona-Lockdown - und postet pikantes Video

Während sich große Teile Europas im Lockdown befinden, gehen die USA weiterhin einen Sonderweg. Ivanka Trump schießt zusätzlich gegen die Maßnahmen in manchen Bundesstaaten.

  • In den USA infizieren sich fast täglich eine Viertelmillionen Menschen mit dem Coronavirus*.
  • Familienmitglieder von Trump sind schon in der Vergangenheit mit ihrem laschen Umgang in der Corona-Pandemie aufgefallen.
  • In den USA gilt weiterhin kein flächendeckender Lockdown.

Washington D. C. - Nirgendwo auf der Welt grassiert das Coronavirus so schlimm wie in den USA. Trotzdem fallen vor allem immer wieder Personen aus der Trump-Administration mit zweifelhaften Aussagen über Corona und die Maßnahmen gegen das Virus auf. Jetzt äußert sich Ivanka Trump zu den Lockdown-Regeln im Bundesstaat Kalifornien.

Corona-Lockdown USA: trotz hoher Corona-Infektionszahlen wenig Restriktionen

In den USA gilt trotz der permanent steigenden Corona-Infektionszahlen weiterhin kein bundesweiter Shutdown oder Lockdown. Wie die New York Times berichtete, ist nur in einer Handvoll von Staaten der Einzelhandel geschlossen und in nur drei Staaten gibt es eine Ausgangssperre. Trotz dieser im Vergleich zu Europa laschen Einschränkungen fallen besonders Mitglieder aus der Familie Trump immer wieder mit ihrer lauten Kritik gegen die Corona-Maßnahmen auf. Erst kürzlich beklagte Trumps Tochter Ivanka Trump* auf Twitter: „Diese pauschalen Lockdowns sind wissenschaftlich nicht fundiert. Diese willkürlichen Regeln, die von gefühllosen Politikern auferlegt werden, zerstören Leben. Es ist einfach falsch, dass Kleinunternehmer so hart kämpfen müssen, um ihren amerikanischen Traum am Leben zu erhalten.“

In dem Video, das Ivanka auf Twitter teilte, ist ein Ladenbesitzer aus der kalifornischen Stadt Ventura zu sehen, der sich in einem Streitgespräch mit Beamten des örtlichen Gesundheitsamtes befindet. Der Ladenbesitzer hatte gegen die örtlichen Bestimmungen sein Restaurant geöffnet. In der hitzigen Debatte um die Auslegung der Corona-Maßnahmen in Kalifornien fragt der Ladenbesitzer die Beamten wiederholt: „Werdet ihr meine Miete bezahlen?“ Das nimmt Ivanka augenscheinlich zum Anlass, Stimmung gegen die unbeliebten Lockdown-Regeln zu machen.

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in Kalifornien sind die Tweets der Präsidententochter mehr als irritierend. Der US-Staat ist mit 1,7 Millionen Corona-Fällen und einem durchschnittlichen wöchentlichen Anstieg von circa. 35.000 der derzeit am stärksten betroffene Bundesstaat in den USA. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen gilt in Countys, die weniger als 15 % Verfügbarkeit auf ihren Intensivstationen haben, eine Ausgangssperre.

Mit ihren Äußerungen steht Ivanka nicht alleine da. Auch Donald Trumps ältester Sohn Donald Trump Junior teilte den Tweet von Ivanka. Auf Twitter schrieb er: „Die Politiker und Medien, die [den Lockdown] noch unterstützen, zerstören aktiv Leben, aber es ist ihnen egal, weil ihre Gehaltsschecks nicht auf dem Spiel stehen.“ Auch Donald Trump* hat sich schon vermehrt gegen harte Lockdowns ausgesprochen. Anfang November kritisierte er bei einem Wahlkampfauftritt die Maßnahmen in Europa scharf: „Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften sind - seien wir ehrlich, Sie sehen, was passiert - sie sind in Trümmern“. (phf) Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

Rubriklistenbild: © White House/dpa

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