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Klima-Aktivisten veranstalten Sitzstreik vor dem IWF - und werden von der Straße getragen

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Extinction Rebellion und Youth for Climate protestieren vor dem IWF-Büro in Paris.
Extinction Rebellion und Youth for Climate protestieren vor dem IWF-Büro in Paris für den Klimaschutz. © Thomas Coex/afp

In Paris gibt es Klima-Proteste und die Polizei muss eingreifen. Ein Video der Szenerie geht viral.

Paris – Ein Sitzstreik auf der Pariser Stadtautobahn und ein Protest vor dem Büro des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Paris: In beiden Fällen klebten sich die Aktivistinnen und Aktivisten mit ihren Händen an Straßen oder Türen fest. Viele sind in diesen Tagen in Frankreich aktiv geworden, um für verschiedene Klima-Ziele zu protestieren. Die Polizei ging gegen die Demonstrierenden vor.

Proteste für‘s Klima: Aktivisten standhaft – Polizei muss durchgreifen

Am Samstagmittag (25. Juni) blockierten etwa zehn junge Klima-Aktivisten die Stadtautobahn in Paris. Einige klebten sogar ihre Hände auf der Straße fest, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet. Nachdem die Polizeikräfte die Protestierenden mehrmals aufgefordert hatte, die Straße zu räumen, diese sich jedoch weigerten, setzten die Beamten dem Ganzen ein schnelles Ende – wie aus einem Twitter-Video eines französischen Journalisten von CLPress hervorgeht.

Der französische Journalist Clément Lanot von der CLPress hat das Video, das die Aktivistinnen und Aktivisten in orangefarbenen Westen bei ihrem Klima-Streik auf der Pariser Stadtautobahn zeigt, am Samstag auf Twitter gepostet. Zu sehen ist, wie ein französischer Polizist die festgeklebten Hände eines Aktivisten von der Straße zieht und dieser schreit. Wie die französische Tageszeitung Le Figaro berichtet, wurden die Aktivistinnen und Aktivisten anschließend von Rettungskräften untersucht und es wurden keine Verletzungen festgestellt.

Die Protestierenden gehören der Klima-Protestgruppe „Dernière Rénovation“ (zu Deutsch: nächste Renovierung) an. Laut ihrer Internetseite hatte der Protest am Samstag das Ziel, „einen politischen Sieg über die energetische Sanierung zu erringen“. Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen die Regierung zwingen, Frankreichs Emissionen zu reduzieren.

Aktivisten in Paris: Proteste für den Klimaschutz

Am Montag (27. Juni) kam es in Paris ebenfalls zu einem Protest: Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten blockierten den Zugang des Pariser IWF-Büros. Auch hier klebten einige ihre Hände fest, andere banden ihre Arme in Rohren zusammen. Wie die britische Tageszeitung The Guardian berichtet, war der Protest Teil der Kampagne „Schulden für das Klima“.

Die Protestierenden forderten damit die G7-Staaten auf, die Schulden der Entwicklungsländer zu erlassen und so zur Bewältigung der Klimakrise beizutragen. „Wir müssen diesen Ländern die Mittel geben, um gegen die Klimakrise zu kämpfen. Sie sind die ersten Opfer und die letzten Verantwortlichen“, sagte eine Extinction Rebellion-Aktivistin gegenüber The Guardian. Neben Extinction Rebellion waren auch die von Greta Thunberg inspirierte Bewegung Youth for Climate und 350.org bei dem Protest dabei. (Lea-Sophie Mollus)

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