Nervengift-Anschlag auf Doppelagent

Bericht: Bundesregierung hat im Fall Skripal keine Beweise für russische Beteiligung

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Julia Skripal ist auf dem Weg der Besserung.

Der Bundesregierung liegen offenbar keine Beweise vor, dass Russland für den Giftgas-Anschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal verantwortlich sein könnte.

Berlin - Aktuell gibt es keine Beweise, die belegen, dass Russland für den Giftanschlag verantwortlich ist. Das ist laut Bundesregierung der Stand der Dinge im Fall Skripal, wie das rbb Inforadio erfuhr. Die deutschen Nachrichtendienste haben demnach keine Erkenntnisse für eine Beteiligung des Kremls. Auch ist unklar, ob der eingesetzte Giftstoff überhaupt aus Russland stammte. Nach einer geheimen Sitzung des parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages am Montag vergangener Woche ist weiterhin nicht mehr bekannt, als dass das Nervengift Nowitschok zum Einsatz kam, das in der Sowjetunion produziert wurde.

Die Skripals sind auf dem Weg der Besserung

Der Doppelagent Sergej Skripal wurde gemeinsam mit seiner Tochter Julia in einem Park im britischen Salisbury vergiftet. Die britische Regierung machte Moskau für den Angriff verantwortlich, was massive diplomatische Verstimmungen nach sich zog.

Nach seiner Tochter durfte nun auch Sergej das Krankenhaus wieder verlassen. Julia Skripal meldete sich bereits in einem Interview zu Wort. Die Genesung der Skripals grenze an ein Wunder, hatten die Ärzte berichtet.

bah

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