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Blinken sieht USA und Europa im Ukraine-Konflikt geeint

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US-Außenminister Blinken
US-Außenminister Antony Blinken: „Ich bin überzeugt, dass es eine einheitliche Antwort auf alles geben wird, was Russland tut“. © Alex Brandon/AP-Pool/dpa

In der Ukraine-Krise stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. US-Außenminister Blinken sieht trotz der umstrittenen Schönbach-Äußerungen eine gemeinsame Position der USA und Europa.

Washington - US-Außenminister Antony Blinken geht von einer „einheitlichen Antwort“ der US-Regierung und der Verbündeten in Europa auf eine mögliche Invasion Russlands in die Ukraine aus.

„Ich bin überzeugt, dass es eine einheitliche Antwort auf alles geben wird, was Russland tut“, sagte Blinken am Sonntag dem Sender CBS auf eine Frage zu den umstrittenen Äußerungen des inzwischen zurückgetretenen deutschen Marine-Inspekteurs Kay-Achim Schönbach. Blinken betonte, sich gerade erst in Berlin mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sowie mit weiteren Verbündeten ausgetauscht zu haben.

Russland von weiteren Aggressionen abhalten

„Wir haben sehr deutlich gemacht, dass es im Falle einer weiteren russischen Aggression, also der Entsendung russischer Streitkräfte in die Ukraine, eine schnelle, ernste und einheitliche Antwort der Vereinigten Staaten und Europas geben wird“, sagte Blinken. Der US-Außenminister bekräftigte, dass Russland auch andere Taktiken verfolge, ohne Truppen in die Ukraine zu schicken. Zu Forderungen der Ukraine, bereits jetzt härter gegen Moskau vorzugehen, sagte Blinken: „Was die Sanktionen betrifft, so ist das Wichtigste, was wir tun können, sie als Abschreckung einzusetzen, als Mittel, um Russland von weiteren Aggressionen abzuhalten.“

Die Bemühungen um eine Entschärfung des Konflikts dauern seit Tagen bei verschiedenen Gesprächen an. Die USA und ihre westlichen Verbündeten verlangen einen Rückzug der an der ukrainischen Grenze zusammengezogenen russischen Truppen. Im Gegenzug fordert Moskau Sicherheitsgarantien und ein Ende der Osterweiterung des westlichen Militärbündnisses Nato, durch die sich Russland bedroht sieht. dpa

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