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Ukraine-Krieg: Russland hält weiterhin OSZE-Mitarbeiter gefangen

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Von: Kim Hornickel, Tobias Utz, Teresa Toth, Lukas Zigo, Andreas Schmid, Vincent Büssow, Lucas Maier, Christian Stör, Christoph Klaucke

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Russland nimmt im Ukraine-Krieg mehrere Städte unter Raketenbeschuss. Erste Opferzahlen aus Odessa gemeldet. Der Newsticker.

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Ukraine-Krieg: Russland hält weiterhin OSZE-Mitarbeiter gefangen

+++ 22.22 Uhr: Insgesamt vier Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werden immer noch festgehalten, jetzt forderte die Spitze der Organisation ihre Freilassung. Die vier lokalen Mitarbeiter wurden im Osten der Ukraine festgenommen, die Orte standen nicht unter der Führung Kiews, schreibt die dpa.

Sie werden schon seit einiger Zeit ohne Anklage festgehalten, und die OSZE und ihre Familien werden nicht ausreichend über ihre Situation informiert.

Zbigniew Rau - OSZE-Vorsitzender

Bereits Ende Februar hatte die in Wien ansässige OSZE beschlossen, ihre Beobachter aus der Ukraine zu holen. Die ukrainischen Mitarbeitenden blieben jedoch zurück. Vor Ort hätten diese sich weiter für lokale Waffenstillstände eingesetzt, so OSZE-Generalsekretärin Helga Schmid. „Alle nationalen Mitglieder unserer Mission bleiben OSZE-Vertreter“, betonte Schmid. Sie sollten deshalb rechtliche Immunität genießen, sagte die deutsche Diplomatin.

Ukraine-Krieg: OSZE-Beobachter in Donezk und Luhansk festgenommen und immer noch in Haft.
Ukraine-Krieg: OSZE-Beobachter in Donezk und Luhansk festgenommen und immer noch in Haft. (Archivbild) © Alexander Ryumin/dpa

Ukraine-Krieg: Russland tötet bei Angriff auf Odessa acht Menschen

+++ 20.31 Uhr: In Odessa gibt es mittlerweile traurige Gewissheit. Nach Berichten über Raketenangriffe auf die Stadt im Süden der Ukraine, gibt es mittlerweile Berichte über Opfer der Attacke. Demnach schlugen am gestrigen Samstag (23.04.2022) mindestens zwei Raketen vonseiten Russlands in Odessa ein. Wie der Kyiv Independent berichtet, wurde ein Wohnhaus, sowie eine militärische Einrichtung getroffen.

Bei den Einschlägen wurden mindestens acht Menschen getötet. Einer der Menschen soll in der Folge des Angriffs in seinem Auto verbrannt sein. Unter den Toten soll sich zudem ein drei Monate altes Baby befinden, wie Kyiv Independent berichtet. Mindestens 18 weitere Menschen wurden verletzt. Die Zahl der Opfer werde wahrscheinlich noch steigen, zitiert die Onlinezeitung den Stabschef des Präsidenten, Andriy Yermak.

Ukraine-Krieg: Russland greift seit zwei Monaten an – Weiterhin Beschuss vom Schwarzen Meer

+++ 18.15 Uhr: Rund zwei Dutzend Schiffe der russischen Streitkräfte befinden sich noch im Schwarzen Meer, das berichtet der Kyiv Independent. Die Streitkräfte der Ukraine haben die Einschätzung ebenfalls in den sozialen Medien verbreitet.

Wie das Kommando der Operation „Süden“ mitteilte, befinden sich auch Raketen-U-Boote unter den zwei Dutzend. Die Streitkräfte fügten hinzu, dass die Beschüsse aus dem Bereich des Schwarzen Meeres zudem weiter bestehen würden.

Ukraine-Krieg: Russland greift seit zwei Monaten an – Das sind die Zahlen des Krieges

+++ 17.15 Uhr: Vor genau zwei Monaten, am 24.02.2022, begann der russische Angriff auf die Ukraine. Der Kyiv Independent hat eine aktuelle Bilanz veröffentlicht. Hierbei beruft sich die Internetzeitung sowohl auf Wolodymir Selenskyj, als auch auf das UN Human Rights Office und das Büro der Generalstaatsanwaltschaft.

Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden. Die Zahlen der zivilen Opfer könnten zudem bedeutend höher liegen. Denn aufgrund der heftigen Angriffe in manchen Regionen konnten von hier keinerlei Zahlen mit in die Aufstellung einfließen.

Ukraine-Krieg: Kampf um den Süden des Landes geht weiter

+++ 16.06 Uhr: Russland verkündet, die Region Cherson unter seine Kontrolle gebracht zu haben. Das ukrainische Militär gibt am Sonntag jedoch an, Teile von Cherson zurück erkämpft zu haben. Beide Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.

Nach Angaben des Generalstabs des Ukraine sind acht Ortschaften im Gebiet Cherson wieder unter ukrainischer Kontrolle, wie dpa berichtet. Die Namen der Orte im Süden des Landes wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Vonseiten der Ukraine wird befürchtet, dass die Region Cherson, ähnlich wie die Gebiete Luhansk und Donezk, ihre Unabhängigkeit von der Ukraine ausrufen könnten.

Ukraine-Krieg: Süden als neues Eroberungsziel von Russland

In der Meldung des Militärs der Ukraine, wird zudem von einem Angriff auf einen russischen Militärkonvoi berichtet, so die dpa. „Nachdem er empfindliche Verluste erlitten hat, zog sich der Feind nach Tschornobajiwka zurück“, heißt es aus Kiew.

Der Süden der Ukraine wird seit Freitag (22.04.2022) auch von Russland als Eroberungsziel benannt. Die Ukraine wirft Moskau vor, dazu ein „Pseudoreferendum“ über die Schaffung einer „Volksrepublik Cherson“ zu planen. Ähnliche Vermutungen äußerte zuvor bereits ein Kämpfer aus Kiew im Interview. Um ein solches Vorgehen zu verhindern, ist es für die Ukraine wichtig, Teile des Südens unter seiner Kontrolle zu halten, so die Einschätzung der dpa.

Ukraine-Krieg: Russland erklärt auch Süden als Ziel.
Ukraine-Krieg: Russland erklärt auch Süden als Ziel. (Archivbild) © Francisco Seco/dpa

Ukraine-Krieg: Russland bestätigt Deportation von fast einer Million Menschen

+++ 12.45 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium gibt an, seit Beginn des Ukraine-Kriegs 951.000 Ukrainerinnen und Ukrainer aus den besetzten Gebieten nach Russland deportiert zu haben. Die Deportationen sollen auch unter Zwang durchgeführt worden sein. Unter den deportierten Menschen sollen sich 174.689 Kinder befinden. Zuerst darüber berichtet hatte das Nachrichtenportal Kyiv Independent.

Laut Angaben aus Russland handele es sich aber um „Evakuierungen“. Das Verteidigungsministerium nennt außerdem „287 Anträge von Bürgern der Ukraine, die nach Russland ziehen wollen“. Die „militärische Operation in der Ukraine“, wie der Krieg in Moskau genannt wird, würde sich nicht gegen die Zivilbevölkerung richten.

Ein Soldat der russischen Armee überwacht eine „Evakuierung“ von Zivilisten im Ukraine-Krieg.
Ein Soldat der russischen Armee überwacht eine „Evakuierung“ von Zivilisten im Ukraine-Krieg. © Konstantin Mihalchevskiy/imago

+++ Update vom 24. April 2022, 07.45 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst erhebt erneut schwere Vorwürfe gegen Russland. Der Kreml wird beschuldigt, ukrainische Zivilisten aus mehreren Gebieten zu verschleppen, darunter die nach wie vor besetzten Gebiete Cherson und Mariupol. Ähnliches berichtet auch der britische Militärgeheimdienst. Ziel der Aktion sei es unter anderem kampffähige Zivilisten für den Ukraine-Krieg zu rekrutieren. In sogenannten Filtrationslagern würde die Auswahl getroffen werden. Alle nicht für den Krieg taugliche Personen würden daraufhin tausende Kilometer deportiert werden.

Weitere Tote im Ukraine-Krieg nach Raketenangriff auf Odessa

+++ 22.50 Uhr: Weitere Angriffe in Luhansk im Osten der Ukraine fordern Tote und Verletzte. Wie der Nachrichtensender Al Jazeera am Samstag (23.04) berichtete, informierte der Gouverneur der Region über die russischen Angriffe. Dabei seien sechs Zivilisten ums Leben gekommen, schrieb Sergiy Gayday auf Telegramm. Bereits den ganzen Tag über sei das Dorf schwerem Beschuss ausgeliefert gewesen, so der Politiker.

Keine Pause im Ukraine-Krieg: Präsident Selenskyj meldet weitere Tote

+++ 20.50 Uhr: Bei dem Raketenangriff auf die Hafenstadt Odessa sind nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Andrij Jermak, Stabschef vom Präsident Wolodymyr Selenskyj, teilte mit, dass zudem 18 weitere Menschen bei dem russischen Angriff verletzt wurden. Zwei Raketen trafen eine ukrainische Militäreinrichtung sowie zwei Wohngebäude. Zwei weitere Raketen konnte die ukrainische Luftabwehr abfangen.

Ukraine-Krieg: Raketenangriff auf Odessa

+++ 16.50 Uhr: Die Ukraine meldet einen Raketenangriff auf die Hafenstadt Odessa. Laut einem Berater des ukrainischen Innenministeriums wurde die Stadt von mindestens sechs Marschflugkörpern angegriffen. Einige Raketen konnte die ukrainische Armee jedoch abfangen. Dennoch wurden bei dem Angriff mehrere Wohngebäude zerstört. Laut der örtlichen Behörden gab es mindestens ein Todesopfer.

Ukraine-Krieg: Russland soll chemische Waffen eingesetzt haben

+++ 11.17 Uhr: Russland soll nach wie vor Schwierigkeiten dabei haben, Fortschritte bei der Invasion der Ukraine zu erzielen. Dies teilte das Verteidigungsministerium von Großbritannien am Samstag, den 23. April, mit. Trotz verstärkter Angriffe auf das Nachbarland soll Russland in den letzten 24 Stunden sowohl im Luftraum als auch auf dem Wasser keine nennenswerten Erfolge erzielt haben. Auch in der umkämpften Stadt Mariupol, die laut Russland bereits unter der Kontrolle der Angreifer steht, soll es nach wie vor zu Widerständen durch Kämpfer aus der Ukraine kommen, welche die „russischen Versuche, die Stadt einzunehmen, vereiteln und damit den gewünschten Fortschritt im Donbass weiter verlangsamen“, wie das britische Verteidigungsministerium schreibt.

+++ 07.25 Uhr: Die USA glauben, dass Russland im Ukraine-Krieg bereits chemische Waffen eingesetzt haben könnte. Das sagte Michael Carpenter, US-Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE). Russland habe die Waffen möglicherweise genutzt, um „ukrainische Kämpfer und Zivilisten im Rahmen ihrer aggressiven Eroberungskampagne gegen Mariupol außer Gefecht zu setzen“. Carpenter sagte, die OSZE sammle derzeit Beweise für eine Untersuchung.

Russland plant wohl neue Offensive im Ukraine-Krieg

+++ 22.27 Uhr: Der Generalstab warnt vor einer möglichen russischen Offensive im Gebiet Cherson. Das berichtet das Nachrichtenportal The Kyiv Independent. Das russische Militär führe derzeit Luftaufklärung in der Region durch. Ähnliche Aktivitäten wurden im Oblast Charkiw in der Nähe der Stadt Izyum demnach ebenso wahrgenommen.

Ukraine-Krieg: Russland soll Krankenhaus in Donezk-Region beschossen haben

+++ 14.30 Uhr: Die ukrainischen Behörden in Donezk werfen der russischen Armee vor, das örtliche Krankenhaus in der Kleinstadt Lyman unter Raketenbeschuss genommen zu haben. Durch den Beschuss seien Brände im Krankenhaus selbst und in nahe gelegenen Wohnhäusern ausgebrochen. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent und bezieht sich dabei auf die ukrainische Tageszeitung Ukrayinska Pravda.

Flugzeugabsturz in der Ukraine - weitere Opfer im Ukraine-Krieg

+++ 13.15 Uhr: Bei dem Flugzeugabsturz im ukrainischen Saporischschja ist offenbar mindestens ein Mensch gestorben. Das berichtet der US-Sender CNN. Das Flugzeug soll der Ukraine gehören. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, ist nach wie vor unklar. Es gibt unbestätigte Berichte, wonach der Militärflieger vom Typ „AN-26“ in einen Strommasten gekracht und der Motor anschließend in Brand geraten sei.

Ukraine-Krieg: Fokus auf Donbass - Russland nimmt 42 Orte in Donezk ein

Update vom Freitag, 22.04., 06.15 Uhr: Nach ukrainischen Angaben haben russische Truppen binnen 24 Stunden 42 Orte in der Region Donezk im Osten besetzt. Insgesamt kontrollierten russische Einheiten aktuell in der gesamten Ukraine mehr als 3500 Orte, sagte Olena Simonenko im ukrainischen Einheitsfernsehen. Zuletzt waren auch russische Vorstöße in der Region Luhansk gemeldet worden.

Ukraine-Krieg: USA liefert neu entwickelte Drohne

+++ 20.30 Uhr: Die USA haben nach Angaben des Pentagons eine Drohne für das ukrainische Militär entwickelt. „Diese wurde von der Luftwaffe speziell als Reaktion auf die ukrainischen Anforderungen schnell entwickelt“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Donnerstag. Mehr als 120 der Drohnen mit dem Namen „Phoenix Ghost“ sollen im Rahmen des neuen 800 Millionen schweren Militärhilfepaktes der US-Regierung in die Ukraine geliefert werden. Für die Bedienung der Drohne sei minimales Training notwendig, so Kirby weiter. „Wir werden diese Ausbildungsanforderungen direkt mit den ukrainischen Streitkräften klären.“

Ukraine-Krieg: Russland weitet Attacken im Donbass aus

+++ 09.00 Uhr: Mit Angriffen auf Städte quer durch die Ukraine versucht Russland nach Ansicht des britischen Geheimdienstes den Nachschub an Waffen und Truppenverlegungen in den Osten des Landes stören. Gleichzeitig ziehe Moskau an der östlichen Grenze der Ukraine weiter Truppen zusammen, hieß es im Lagebericht des Verteidigungsministeriums in London am Mittwochmorgen. Darin wurden unter anderem die Logistik- und Technikprobleme der russischen Armee angesprochen.

Ukraine-Krieg: Kommandeur mit Hilferuf aus Mariupol

+++ 06.30 Uhr: In einem dramatischen Appell hat der ukrainische Kommandeur der verbliebenen Marineinfanteristen in der schwer umkämpften Hafenstadt Mariupol um eine Evakuierung in einen Drittstaat gebeten. „Der Feind ist uns 10 zu 1 überlegen“, sagte Serhij Wolyna, Kommandeur der ukrainischen 36. Marineinfanteriebrigade, in einer am frühen Mittwochmorgen auf Facebook veröffentlichten einminütigen Videobotschaft. „Wir appellieren an alle führenden Politiker der Welt, uns zu helfen.“ Wolyna hatte bereits am Dienstag über soziale Netzwerke einen Hilferuf abgesetzt.

Ukraine-Krieg: Schlacht um Donbass hat begonnen 

Update vom Dienstag, 19. April, 06.00 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat die russische Armee nach Angaben aus Kiew den erwarteten Großangriff im Osten gestartet. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Montagabend in einer Videobotschaft: „Wir können jetzt feststellen, dass die russischen Truppen die Schlacht um den Donbass begonnen haben, auf die sie sich seit langem vorbereitet haben.“ Der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, teilte mit: „Donbass: Es hat die zweite Phase des Krieges begonnen, doch sage ich euch, glaubt an die Streitkräfte der Ukraine.“ Auch der Generalstab in Kiew hatte von „Anzeichen“ einer Offensive berichtet. Von russischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Ukraine-Krieg: Letzter Widerstand in Mariupol gegen Russland

Erstmeldung vom Montag, 18. April, 21.00 Uhr: Kiew – Über 50 Tage nach Beginn des Ukraine-Kriegs durch Wladimir Putin stellt sich die Hafenstadt Mariupol immer deutlicher als richtungsweisend für den Konflikt heraus. Sowohl für den Verlauf des Kriegs, als auch dessen wirtschaftliche Folgen, hat die Stadt eine enorme Bedeutung. Kämpfer aus der Ukraine in Unterzahl halten die Truppen aus Russland von der gänzlichen Einnahme Mariupols ab.

Ukraine-Krieg: Kämpfer in Mariupol leisten Widerstand gegen Russland

Die Soldaten aus der Ukraine bittet in dem Kampf um Mariupol größere Unterstützung aus Kiew. Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt diese Nachricht an den Westen weiter, indem er schleunigst schwere Waffen fordert. Außerdem machte Selenskyj deutlich, dass er die Verhandlungen mit Wladimir Putin und Russland im Ukraine-Krieg beenden würde, sollten die Menschen in dem eingekesselten Werk sterben.

Nicht nur in Mariupol läuft der Ukraine-Krieg für Russland nicht so, wie geplant. So ist vor Kurzem das Kriegsschiff „Moskwa“ aus Russland gesunken, wobei die Ukraine angibt, dieses mit Raketen versenkt zu haben. (kh/vbu/cs/tu mit AFP/dpa)

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