Mitteilung von Söder und Babis

Hand in Hand: Bayern und Tschechien wollen Schleuserkriminalität bekämpfen

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Festspiele Bayreuth 2018 - Premiere

Tschechien ist der wichtigste Handelspartner Bayerns im osteuropäischen Raum. Bayern möchte die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland intensivieren. Fokus: Die EU-Außengrenzen.

Bayreuth - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis wollen gemeinsam stärker gegen Schleuserkriminalität vorgehen. Es gehe darum, die EU-Außengrenzen wirksam zu schützen, betonten beide in einer Mitteilung nach dem Treffen am Rande der Bayreuther Festspiele. Zudem müssten die Lebensperspektiven in Herkunfts- und Transitländern verbessert werden.

Im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität habe sich die Zusammenarbeit der Polizei beider Länder bewährt. Söder und Babis lobten das seit 2007 bestehende gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Petrovice und Schwandorf.

Wirtschaftsbeziehungen zu Tschechien wachsen seit 2004 stetig

Zu Hinweisen der Bundespolizei auf die steigende Zahl illegaler Einreisen an der bayerisch-tschechischen Grenze hatte Söder vor zwei Wochen gesagt: „Ja, das ist ein Thema.“ Sollte die Zahl weiter spürbar steigen, werde auch die neue bayerische Grenzpolizei dort ihre Aktivitäten ausweiten.

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Seit dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union 2004 haben sich die Wirtschaftsbeziehungen der Nachbarländer stark ausgeweitet. Das bayerisch-tschechische Handelsvolumen hat sich seitdem mehr als verdoppelt und erreichte 2017 einen Höchststand von 21 Milliarden Euro. „Unter den mittel- und osteuropäischen Ländern ist Tschechien der wichtigste Handelspartner Bayerns“, betonte Söder.

dpa

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