Memoiren

Barack Obama äußert sehr private Gedanken zur Kanzlerin: „Merkels Augen waren groß und strahlend blau ...“

In seinem neuen Buch beschäftigt sich der einstige US-Präsident Barack Obama auch mit seiner Beziehung zu Angela Merkel. Er findet rührende Worte. Ein anderer Politiker kommt schlechter weg.

  • Am 17. November 2020 ist das erste Band von Barack Obamas Memoiren erschienen: „Ein verheißenes Land“.
  • Barack Obama beschreibt darin auch seine Beziehung zu Bundeskanzlerin Angela Merkel.
  • Er findet dabei rührende Worte.

Washington - „Ich empfand sie als zuverlässig, ehrlich, intellektuell, präzise und auf eine natürliche Art freundlich.“ So denkt der einstige US-Präsident Barack Obama über die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. In seinem gerade erschienen ersten Band seiner Memoiren „Ein verheißenes Land“ erinnert sich Obama an Begegnungen mit ihr. Er beschreibt sie als kluge Politikerin und scharfsinnige Strategin.

Merkels Augen waren groß und strahlend blau, und sie konnten abwechselnd den Ausdruck von Frustration, Belustigung und Andeutungen von Besorgnis annehmen“, heißt es in einer weiteren Passage. In seinem Buch blickt Obama unter anderem auf seine Zeit im Weißen Haus* zurück. Als Barack Obama 2008 zum 44. US-Präsidenten gewählt wurde, er, der erste Schwarze in der höchsten Position der Vereinigten Staaten, galt er als ein Symbol der Hoffnung. 2016 verließ er nach acht Jahren an der Spitze der Weltpolitik das Weiße Haus - es folgten vier Jahre Donald Trump*.

„Ich halte sehr viel von Angela Merkel. Sie war bisher eine herausragende politische Führungspersönlichkeit, nicht nur für Deutschland, sondern für Europa und die Welt“, sagte Barack Obama in einem Interview am vergangenen Freitag in Washington mit dem Magazin Stern und der Mediengruppe RTL.

Barack Obama über Angela Merkel: Mussten einander erst mal kennen lernen

Die Beziehung zwischen Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel* gilt besonders in der zweiten Amtszeit des damaligen US-Präsidenten als eng. Den nun veröffentlichten Erzählungen Obamas nach, war das nicht von Beginn an so. Die zwei Politiker mussten zunächst warm miteinander werden. Obama schreibt, dass, je mehr er Merkel kennenlernte, sie ihm umso sympathischer wurde: „Ich empfand sie als zuverlässig, ehrlich, intellektuell präzise und auf eine natürliche Art freundlich.“

Der 59-Jährige sagte auch, dass Angela Merkel ihm zuerst skeptisch gegenüber gestanden hätte - aufgrund seiner Rednerfähigkeit, so Obama. Auch das Online-Portal Watson schreibt, dass für Angela Merkel der Hype um den damaligen US-Präsidenten zu viel des Guten war. In seinen Memoiren schreibt Barack Obama, sie habe ihn für überbewertet gehalten. Das bestätigte er im Stern-Interview: „Anfangs war sie ja ein bisschen skeptisch und meinte, sie würde Leuten, die so tolle Reden halten, erst einmal misstrauen.“

Name Barack Obama, 44. US-Präsident
Geburtstag und -ort 4. August 1961, Honolulu
Amtszeit20. Januar 2009 – 20. Januar 2017
Kinder Malia und Natasha Obama

Barack Obama: Angela Merkel wichtigste Partnerin in Europa

Für Barack Obama war Angela Merkel laut „Ein verheißenes Land“ seine wichtigste Ansprechpartnerin in Europa. Er zog sie dem einstigen Präsidenten Frankreichs vor. Den ereilte ein nicht so gutes Urteil: „Die Unterhaltungen mit Sarkozy waren abwechselnd amüsant oder zum Verzweifeln.“ (aka mit dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Auch Michelle Obama sorgte diese Woche für Aufmerksamkeit: In einem emotionalen Post erinnert sich die ehemalige First Lady an die Amtsübergabe an Donald Trump. Sie spricht von ihrer Enttäuschung - und warnt den scheidenden US-Präsidenten.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand dpa

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