Afghanistan: Bundeswehr an 37 Luftschlägen beteiligt

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Ein amerikanischer F-18-Kampfjet.

Berlin - Die Bundeswehr hat vor dem umstrittenen Angriff bei Kundus allein im Jahr 2009 insgesamt 37 Mal zusammen mit USA-Truppen sogenannte Luftschläge durchgeführt.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung an den Grünen-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele hervor, die den “Stuttgarter Nachrichten“ und der “Kölnischen Rundschau“ (Freitag) vorlag. Dabei waren deutsche Soldaten mit Bodentruppen im Einsatz, um die Lage vor Ort aufzuklären.

Chronik der Kundus-Affäre

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28 der 37 Einsätze seien in als “Show of Force“ erfolgt, indem Überflüge stattfanden, um Aufständische einzuschüchtern oder zu vertreiben. Bei neun weiteren Einsätzen habe das Militär Waffen eingesetzt - ob Menschen dabei getötet worden sind, konnte der Parlamentarische Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) in der Antwort an Ströbele nicht sagen. Der Grünen-Politiker fordert nun weitere Erklärungen. Das Verteidigungsministerium bestätigte die gemachten Angaben.

Unsere Soldaten in Afghanistan

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Bei dem von einem deutschen Oberst angeordneten Luftangriff waren am 4. September 2009 laut eines NATO-Berichts bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden. US-Piloten hatten dabei nach deutscher Aufforderung die Bomben auf zwei Tanklastwagen abgeworfen, die von Taliban gekapert worden waren und in einem Flussbett feststeckten. Eine vorherige Warnung der Menschen rund um die Tankwagen soll auf Drängen der Deutschen ausgeblieben sein.

dpa

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