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Scholl-Latour: Der "Welterklärer" redet Klartext

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Er ist der berühmteste Kriegsreporter der Republik: Peter Scholl-Latour erklärt den Deutschen seit sechs Jahrzehnten die Welt. Hier sehen Sie seine Meinung zum aktuellen Weltgeschehen.

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1 / 13Reporter-Legende Peter Scholl-Latour (wird am 9. März 90 Jahre alt) erklärt den Deutschen seit sechs Jahrzehnten die Welt. Hier sehen Sie seine Meinung zum aktuellen Weltgeschehen: Ungeschminkt und fernab von aller political correctness. © dpa
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2 / 13Die folgenden Zitate sind aus einem Interview der Katholischen Nachrichtenagentur zu Peter Scholl-Latours 90. Geburtstag. © dpa
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3 / 13Über die islamistischen Rebellen in Syrien: "Die sind gefährlich und werden von Saudi-Arabien aus finanziert. Das sind keine Feiglinge oder Dummköpfe, die nehmen im Kampf den Tod auf sich und sind extrem religiös. Aber sie sind halt nicht mehr erreichbar für irgendwelche Argumente." © dpa
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4 / 13Über Demokratie in der arabischen Welt: "In der arabischen Staatenwelt hingegen gibt es wohl nur die Wahl zwischen einem islamischen Gottesstaat oder eine Militärdiktatur. Da wäre so etwas wie ein wohlwollender Despot wünschenswert. Aber die gibt es nicht so oft. © dpa
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5 / 13Über deutsche Militäreinsätze: "Die Deutschen sollten sich da am besten raushalten. Sie verfügen ja auch nicht über die militärischen Mittel einer Intervention. Völlig unerträglich ist, wenn deutsche Politiker überall als Prediger von Menschenrechten und Demokratie auftreten, nachdem der Nationalsozialismus seine grässlichen Verbrechen begangen hat. [...]" © dpa
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6 / 13"[...] Abgesehen davon werden Sie beispielsweise einen Chinesen nicht einfach so für westliche Werte begeistern können. Die haben ihre eigene Kultur." © dpa
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7 / 13Über die Rolle der Religion in der modernen Welt: "Wir leben in einer Zeit des totalen Ungleichgewichts. Das christliche Abendland hat sich von seiner Religion weitgehend entfernt, während der Islam auf einmal eine ungeheure Dynamik gewonnen hat. © dpa
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8 / 13Über seinen Glauben: "Ich bin Katholik und werde das auch bleiben. Die christliche Lehre der Erbsünde ist mir daher vertraut. Der Mensch ist nicht von Grund auf gut. Die Vorstellung, dass wir in einem „Tal der Tränen“ leben, trifft es ganz gut, finde ich." © dpa
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9 / 13Die folgenden Zitate von Peter-Scholl-Latour stammen aus einem Interview mit dem Münchner Merkur vom 30. Dezember 2013. © dpa
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10 / 13Über einen EU-Beitritt der Türkei: "Die Europäer müssen völlig verrückt sein, wenn sie fortfahren, dem Land die EU-Mitgliedschaft anzutragen. In der Türkei hat sich die EU-Begeisterung längst gelegt. Eine Erweiterung der EU um nahezu 100 Millionen Muslime und einen völlig anderen Kulturkreis würde bedeuten, dass man aufhören kann, von Europa zu reden." © dpa
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11 / 13Über die ägyptische Regierung: "Präsident Mursi ist mit Stimmenmehrheit und völlig legal gewählt worden. Es hat ein Putsch stattgefunden. Wenn man eine Militärherrschaft einem islamischen Regime vorzieht, dann kann man den Militärputsch natürlich als Gewinn bezeichnen." © dpa
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12 / 13Über die Konflikte des 21. Jahrhunderts: „Heute lässt sich kein Krieg mehr gewinnen.“ (dpa-Interview zum 90. Geburtstag) © dpa
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13 / 13Über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan: "90 Prozent der deutschen Soldaten bekommen von Afghanistan nur die Strecke zwischen dem Flugplatz und ihrem Lager zu sehen." (Münchner Merkur, 23. September 2009) © dpa

Ob im Fernsehen oder in seinen Bestsellern: Als „letzter Welterklärer“ („Der Spiegel“) gibt es wohl kaum eine Talk-Couch, auf der Scholl-Latour nicht schon saß.

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