Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 km/h

Heftiger Zyklon im Oman: Mädchen gegen Wand geschleudert - Zwölfjährige stirbt

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„Mekunu“ richtet im Oman schwere Schäden an.

Im Oman wütet ein schwerer Tropensturm. Ein Mädchen wurde von einer Sturmböe erfasst und gegen eine Wand geschleudert. Das Kind überlebte nicht.

Maskat - Im Sultanat Oman ist ein Kind durch den Tropensturm "Mekunu" ums Leben gekommen. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde am Freitag von einer Sturmböe erfasst und gegen eine Wand geschleudert, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatte "Mekunu" das Land mit sintflutartigen Regenfällen und starken Böen erreicht, wie ein AFP-Fotograf in Salalah berichtete. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern erwartet.

Der inzwischen in die Kategorie zwei hochgestufte "Mekunu" ist der erste Tropensturm der diesjährigen Saison im Indischen Ozean. Die Behörden erklärten, sie hätten 10.000 Menschen aus Schulen und Regierungsgebäuden evakuiert, vor allem im 200.000 Einwohner zählenden Salalah, der Hauptstadt der Provinz Dhofar.

Behörden: Menschen sollen zuhause bleiben

Die Schulen in Oman sollten wegen des Sturms bis Montag geschlossen bleiben. Der Flughafen von Salalah strich für 24 Stunden sämtliche Flüge. Die Behörden riefen die Menschen auf, zuhause zu bleiben.

Auf der zu Jemen gehörende Insel Socotra hatte "Mekunu" zuvor große Schäden angerichtet. Mindestens 17 Menschen gelten nach Angaben der Behörden als vermisst. Landesweit kam es zu Überschwemmungen. Die Regionalregierung von Socotra, ein Biosphärenreservat im Unesco-Welterbe, rief den Naturkatastrophenzustand aus.

afp

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