Zugunglück von Aichach

Zwei Tote und 14 Verletzte: Wurde Unglückszug manuell auf falsches Gleis geleitet?

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Bei dem Zugunglück von Aichach kamen zwei Menschen ums Leben.

Neue Erkenntnisse zum Zugunglück von Aichach: Nach einem Medienbericht soll eine Verwechslung der Gleise für den Unfall verantwortlich sein. War der junge Fahrdienstleiter abgelenkt?

Aichach - Nach dem Zugunglück im schwäbischen Aichach mit zwei Toten und 14 Verletzten am Montag prüfen die Ermittler, ob der verantwortliche Fahrdienstleiter im Stellwerk womöglich zwei Gleise verwechselte.

Laut einer Vorabmeldung des Magazins Der Spiegel vom Freitag hätte der Personenzug eigentlich auf Gleis eins einfahren sollen, wurde jedoch durch eine manuelle Weichenstellung irrtümlich auf Gleis zwei geleitet und fuhr auf den dort stehenden Güterzug auf.

Frontal auf Lok gefahren

Der von Augsburg nach Ingolstadt fahrende Regionalzug war wenige hundert Meter vor dem Bahnhof Aichach frontal auf die Lok eines stehenden Güterzugs gefahren. Dabei kamen der 37 Jahre alte Lokführer des Personenzugs und eine 73 Jahre alte Passagierin ums Leben.

Den Ermittlungen zufolge könnte bei der möglichen Gleisverwechslung eine Besonderheit im Fahrplan eine Rolle gespielt haben: Von den 19 Regiozügen, die montags von Aichach nach Ingolstadt fahren, werden 17 planmäßig auf Gleis zwei abgefertigt. Nur der Zug um 06.11 Uhr und der Unglückszug um 21.16 Uhr nutzen Gleis eins.

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War Fahrdienstleiter abgelenkt?

Dem "Spiegel" zufolge prüfen die Ermittler, ob der junge Fahrdienstleiter, der erst ein gutes Jahr im Dienst gewesen sein soll, bei der Weichenstellung außerdem durch Gespräche abgelenkt gewesen sein könnte. In unmittelbarer Nähe seines Arbeitsplatzes im Stellwerk befinde sich ein Aufenthaltsraum.

Dort habe zum Unglückszeitpunkt offenbar ein Lokführer gewartet, der seinen Kollegen im Personenzug habe ablösen sollen - für die Ermittler ein wichtiger Zeuge. Der Fahrdienstleiter, gegen den wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird, sagte bei der Polizei inzwischen ausführlich über den Unfall aus.

AFP

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