Gesellschaft für deutsche Sprache

Wort des Jahres 2021: Was hinter „Wellenbrecher“ steckt

Wellenbrecher
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Wellenbrecher vor dem Leuchtturm Seaham in der Grafschaft County Durham.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) verkündet in Wiesbaden das Wort des Jahres 2021. Es hat wieder mit der Corona-Pandemie zu tun.

Update, 11.10 Uhr: Das „Wort des Jahres“ 2021 lautet Wellenbrecher. Der aus dem Küstenschutz und Schiffbau bekannte Begriff werde für Maßnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie angewendet werden, erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache ihre Entscheidung in Wiesbaden.

Auf dem zweiten Platz landete „SolidAHRität“. Das Wort beziehe sich auf die Hilfsaktionen im Ahrtal nach der Flutkatastrophe. Insgesamt zehn Wörter umfasst die Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache. Sieben davon befassten sich mit der Pandemie, sagte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. Die Top 10 lautet wie folgt (Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache):

Wort des Jahres 2021: Die Top Ten der Gesellschaft für deutsche Sprache

  • 1. Wellenbrecher
  • 2. SolidAHRität
  • 3. Pflexit
  • 4. Impfpflicht
  • 5. Ampelparteien
  • 6.. Lockdown-Kinder
  • 7. Booster
  • 8. freitesten
  • 9. Triell
  • 10. fünf nach zwölf

Wort des Jahres 2021: Gesellschaft für deutsche Sprache verkündet Sieger

Erstmeldung: Wiesbaden - Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gibt heute um 11.00 Uhr in Wiesbaden das „Wort des Jahres“ 2021 bekannt. Aus tausenden Vorschlägen wählte eine Jury zehn Begriffe aus, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben des Jahres sprachlich besonders geprägt haben.

Wort des Jahres 2010 bis 2020

JahrWort
2020Corona-Pandemie
2019Respektrente
2018Heißzeit
2017Jamaika-Aus
2016postfaktisch
2015Flüchtlinge
2014Lichtgrenze
2013GroKo
2012Rettungsroutine
2011Stresstest
2010Wutbürger
Quelle: https://gfds.de/

Im Jahr 2020 wurde „Corona-Pandemie“ zum „Wort des Jahres“ gekürt. Das Wort steht laut Jurybegründung für die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg sowie für eine Vielzahl neuer Wortbildungen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten im vergangenen Jahr „Lockdown“ und „Verschwörungserzählung“. Acht der zehn ausgewählten Wörter standen mit dem Coronavirus* im Zusammenhang. Auch in diesem Jahr gilt es daher als sehr wahrscheinlich, dass der Begriff etwas mit der Corona-Pandemie zu tun hat.

Im Jahr 2019 war es der Begriff „Respektrente“. Für einen Platz auf der Liste der „Wörter des Jahres“ ist laut GfdS nicht die Häufigkeit entscheidend, sondern die Bedeutsamkeit und Popularität. Die Sprachwissenschaftler sehen ihre Auswahl als Beitrag zur Zeitgeschichte. Die ausgewählten Wörter und Wendungen seien aber mit keinerlei Wertung oder Empfehlung verbunden.

Wort des Jahres 2021 in Österreich: „Schattenkanzler“

In Österreich steht das Wort des Jahres 2021 bereits fest: Hier hat sich der Begriff „Schattenkanzler“ durchgesetzt – ein ironischer Ausdruck, der nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz* aufkam. Das Wort sollte darauf verweisen, dass Kurz und nicht sein Nachfolger Alexander Schallenberg als Bundeskanzler die Politik bestimmen werde. (red/dfpa/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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