Aus der Sahara

Beeindruckendes Video: Gigantische Staubwolke „Godzilla“ fegt über den Atlantik

Sahara-Staubwolke "Godzilla" über dem Atlantik
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Sahara-Staubwolke "Godzilla" über dem Atlantik.

Es ist ein Naturspektakel, dass sich jedes Jahr wiederholt. Doch die Staubwolke „Godzilla“ ist 2020 selbst für Wissenschaftler verblüffend.

  • Die Weltraumorganisation Esa hat eine spektakuläre Animation veröffentlicht.
  • Ein meteorologisches Phänomen - ein Sahara-Staubsturm ist zu sehen.
  • Die Staubwolke ist besonders ungewöhnlich.  

Paris - „Godzilla“ heißt die Staubwolke, die von der Sahara über den Atlantik gezogen ist. Das staubigste Ereignis seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren, berichtet die Weltraumorganisation Esa. Die Staubkonzentration sei in diesem Jahr ungewöhnlich dicht gewesen und die Wolke habe eine Strecke von etwa 8000 Kilometern zurückgelegt.  

Daten der Copernicus Sentinel-Satelliten und des Aeolus-Satelliten der Esa zeigen das Ausmaß der „Godzilla“ Sommerstaubwolke auf ihrer Reise über den Atlantik. Auf Basis dieser Daten hat die Weltraumbehörde Esa eine eindrucksvolle Animation erstellt. Zu sehen ist, wie der Staubsturm von der Sahara über den Atlantik zieht und die Karibik und die USA erreicht. Das Spektakel fand am 1. Juni bis 26. Juni 2020 statt. 

Sahara-Staubsturm - ein meteorologisches Phänomen

Jeden Sommer transportiert der Wind große Mengen an Wüstenstaubpartikeln aus der heißen und trockenen Sahara in Nordafrika über den Atlantik. Dieser Sahara-Staubsturm bildet sich zwischen dem späten Frühling und dem frühen Herbst und Ende Juni bis Mitte August seinen Höhepunkt erreicht. Große Mengen von Staubpartikel aus der afrikanischen Wüste werden von starken bodennahen Winden sowie Gewittern in die trockene Luft geschleudert. Der Staub kann dann tagelang oder wochenlang schweben. Winde in der höheren Troposphäre fegen den Staub über den Atlantik in Richtung Karibik und USA.

Dieses meteorologische Phänomen tritt jedes Jahr auf, doch diesmal war die Größe und die zurückgelegte Entfernung, laut Esa, ungewöhnlich. Normalerweise verteilten sich nämlich Sahara-Staubwolken in der Atmosphäre und sinken in den Atlantik, bevor sie Amerika erreichen.  

Doch der Sandsturm „Godzilla“ war 2020 extrem. Fegte über die Karibik hinweg und verdunkelte den Himmel in Puerto Rico. Die Sonne war dort kaum zu sehen.  


Ein extremer Sandsturm aus der Sahara hat im Frühjahr die Kanarischen Inseln getroffen. Der Flugverkehr musste zwischenzeitlich eingestellt werden. Fotos zeigen die Naturgewalt. Heftige Unwetter tobten im Sommer 2019 in Italien - nach Sturm und Regen zog ein gigantischer Sandsturm auf. (ml)

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