Der Winter gibt noch nicht auf 

Zweistellige Temperaturen am Wochenende - ab Sonntag wird es dann stürmisch

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Ein mit Eiskristallen überzogener Baum steht in der Morgensonne hinter einem Wegkreuz.

Schnee und Eis haben am Wochenende in Deutschland für viel Chaos gesorgt. Auch in Italien gibt es massive Probleme. Doch kommt jetzt der Frühling?

  • Der Winter hat Deutschland weiterhin fest im Griff.
  • Auch in Österreich und Italien gibt es massive Schneefälle und Chaos auf den Straßen. 
  • Wegen der Schneemassen und Lawinenabgänge musste die Brennerautobahn vorübergehend gesperrt werden. 
  • Für Bayern gilt eine amtliche Wetterwarnung vor Schneefall. Auf den Straßen herrschen Teils chaotische Zustände. Darüber berichtet Merkur.de*.

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Update vom 7. Februar 2019: Ein Hauch von Frühling mit zweistelligen Temperaturen weht am Wochenende durch Deutschland. Am Oberrhein sind sogar bis zu 15 Grad Celsius möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach mitteilte. „Allerdings kommt die Frühlingsluft meist nicht mit Sonnenschein daher, sondern mit zahlreichen, teils auch kräftigen Regenschauern.“ Richtung Alpen könne es am Samstag auch länger sonnig und trocken bleiben.

„Bei einem Biergartenbesuch ist es dennoch ratsam, immer das Regenradar im Blick zu behalten“, sagte der DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Am Sonntag soll es dann stürmisch werden, voraussichtlich vor allem in Norddeutschland. Aber auch im Süden können der Vorhersage zufolge einzelne Böen Sturmstärke erreichen. Erwartet werden zudem weiterhin schauerartige Niederschläge.

Das frühlingshaft milde Wetter wird aber schon bald wieder vom Winter abgelöst: Polare Luftmassen strömen in der kommenden Woche nach Deutschland, die Temperaturen sinken dann wieder auf Werte zwischen zwei und acht Grad, in höheren Lagen gibt es Dauerfrost. „Der Winter gibt also noch nicht auf, kann sich aber auch nicht richtig festsetzen“, sagte Meteorologe Kirchhübel. „Typischer Schmuddelwinter!“

Wetter: Lkw-Fahrer stirbt in Schneechaos am Brenner - Kommt jetzt der Frühling?

8.38 Uhr: Neuschnee hatte Bayern am Sonntag fest im Griff. Am Flughafen München fallen auch am Montag noch Flüge aus. Zahlreiche Unfälle haben sich zudem auf den teils glatten Straßen ereignet. In Teilen Bayerns fällt in Folge teils heftiger Schneefälle am Montag die Schule aus, das berichtet Merkur.de*.

Passend:  Wetter in Hessen: Unfassbarer Temperaturwandel bahnt sich an.

Update vom 04. Februar 2019, 6.21 Uhr: 

Nun soll es aufwärts gehen mit den Temperaturen. Zur Wochenmitte könnten die Werte in Westdeutschland sogar zweistellig werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag mitteilte. Zum Ende der Woche soll auch in Süddeutschland Tauwetter einsetzen.

Am Montag zeigt sich vielerorts die Sonne und es bleibt meist trocken. An den Alpen steigen die Temperaturen auf minus ein Grad.

Die Temperaturen sollen am Montag im Westen auf bis zu sechs Grad klettern. In der Nacht zum Dienstag kann es im Norden und in den Mittelgebirgen regnen, im Osten schneit es vereinzelt.

Am Dienstag bleibt es meist trocken und stark bewölkt, nur im Süden und Osten zeigt sich ab und an die Sonne. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von minus 2 Grad in Südostbayern und sieben Grad im Nordwesten. Der Mittwoch bringt mit bis zu neun Grad am Niederrhein milde Temperaturen, im Südosten bleibt es dagegen mit minus 2 Grad kalt. In der Nordwesthälfte Deutschlands kann es regnen.

Die Meteorologen rechnen damit, dass sich die Milderung auch am kommenden Wochenende fortsetzt. „Die letzten Bastionen mit zäher Kaltluft in Südostdeutschland stehen vor ihrem Fall“, teilte der DWD am Sonntag mit.

Video: Schnee-Chaos mit Lawinen in Deutschland und Italien

Schneechaos: LKW-Fahrer stirbt am Brenner - Leser berichtet von unglaublicher Flug-Verspätung

20.37 Uhr: Die extremen Schneefälle sorgen nicht nur bei Flughäfen und der Bahn für Verzögerungen. Auch auf den deutschen Straßen ist es extrem glatt und gefährlich. Vor allem im Süden Deutschlands krachte es deshalb auch vermehrt. 

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In Mittenwald rutschte etwa eine Schweizerin mit ihrem VW Golf über die Haltelinie in die Vorfahrts-Straße und kollidierte dort mit dem Auto eines Münchners. Dabei entstand ein Sachschaden von 9000 Euro.

Gefährlicher wurde es auf der Bundesstraße 2: Ein 38-jähriger LKW-Fahrer rutschte wegen der Schneeglätte auf die Gegenfahrbahn und streifte dort einen ihm entgegenkommenden Audi. Verletzt wurde auch hier niemand. Allerdings entstand ein Schaden von knapp 20.000 Euro.

Extreme Verspätungen und Flugausfälle in München

19.23 Uhr: Am Flughafen München kommt es nach einem unbestätigten Leser-Report immer noch zu erheblichen Verzögerungen. Bis zu fünf Stunden warten demnach Fluggäste mit dem Ziel Bangkok am Franz-Josef-Strauß. Weder der Flughafen, noch die Fluggesellschaft waren auf Anfrage erreichbar. Im Online-System des Flughafens wird der Flug, der um 13.35 Uhr abheben hätte sollen, immer noch mit dem Status „Boarding“ geführt.

Von rund 1000 geplanten Starts und Landungen wurden am Münchner Flughafen München am Sonntag 240 Flüge gestrichen. Rund 170 Verbindungen waren mehr als eine halbe Stunde verspätet.

14.24 Uhr: Auch in anderen Teilen der Welt sorgt heftiger Schneefall für absolutes Chaos, so beispielsweise in Schweden. Dort haben Schnee und Glätte zu Verkehrsproblemen und Stromausfällen geführt. Besonders an der Ostküste des Landes schneite es in der Nacht zum Sonntag und am darauffolgenden Morgen heftig, wie die nationale Verkehrsbehörde mitteilte. Vielerorts gab es wetterbedingte Unfälle. Im Raum Stockholm kam es nach Angaben der Nahverkehrsgesellschaft SL zu größeren Störungen im Busverkehr, der Sender SVT berichtete von Flugausfällen und -verspätungen auf dem Flughafen Arlanda und anderswo. Bei Temperaturen von teils bis zu minus 18 Grad mussten im Großstadtbereich Stockholm Tausende Haushalte ohne Strom auskommen, wie SVT berichtete.

Extrem-Wetter: Dammbruch in Bologna sorgt für Überschwemmungen

13.35 Uhr: Während Südtirol mit den Schneemassen kämpfte, kam es bei Bologna zu Überschwemmungen. Zwischen den Orten Castel Maggiore und Argelato hatten die Wassermassen am Reno zu einem Dammbruch geführt. Etwa 300 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. „Viele Häuser und viele Zonen stehen immer noch unter Wasser“, sagte die Bürgermeisterin von Argelato, Claudia Muzic, am Sonntagmorgen und sprach von einer Notsituation. Teilweise fehle auch der Strom.

Auch in Umbrien, den Abruzzen und Kampanien warnte der Zivilschutz weiter vor Überschwemmungen. In Venedig gab es den dritten Tag in Folge Hochwasser. Der Wasserstand lag am Sonntag erneut bei mehr als 110 Zentimetern.

12.45 Uhr: Das Winterwetter hat am Sonntag den Betrieb am Flughafen München durcheinander gebracht. Von rund 1000 geplanten Starts und Landungen wurden bis zum Mittag 116 Flüge annulliert. Rund 40 Verbindungen seien wegen des starken Schneefalls mehr als eine halbe Stunde verspätet, sagte ein Sprecher des Airports.

Wetter in Deutschland: Kräftiger Schneefall rund um den Münchner Flughafen 

Den Angaben zufolge dauert das Räumen einer Start- oder Landebahn rund 25 Minuten. Während dieser Zeit wird die Bahn vollständig gesperrt. Seit Sonntagmorgen hatte es rund um den Flughafen Franz-Josef-Strauß kräftig geschneit. Auch am Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg fielen wegen des Wetters einzelne Flüge vor allem von und nach München aus.

8.30 Uhr: Ein griechischer Lastwagenfahrer starb im Schneechaos am Brenner. Wie die österreichische Polizei meldet, kam es auf der Brennerautobahn im Bereich Brennersee zu einem Unfall mit einem Schwerfahrzeug, das auf den Pannenstreifen fuhr, der einen Meter hoch mit Schnee bedeckt war. Dadurch wurde das Fahrzeug bis zum Stillstand abgebremst. Der 52-jährige griechische Lenker wurde bewusstlos am Lenkrad aufgefunden. Trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen an der Unfallstelle verstarb der Mann. Nach Polizeiangaben erlag er einem Herzversagen. Die Brennerautobahn ist inzwischen wieder schrittweise für den Verkehr freigegeben, die italienische Polizei rät, sich auf keinen Fall ohne Winterreifen oder Schneeketten auf den Weg zu machen.  

In Österreich sind wegen der kritischen Situation auf der Südtiroler Brennerautobahn A22 die Lkw-Fahrverbote auf der A 13 und A 12 ausgesetzt. 

Die Lawinengefahr im betroffenen Gebiet ist weiterhin sehr hoch. 

Brennerautobahn nach starken Schneefällen wieder frei - „kritische Situationen“

Update vom 03. Februar 2019, 6.17 Uhr: Nach dem Schneechaos in Norditalien ist die Brennerautobahn (A22) schrittweise wieder für den Verkehr geöffnet worden. „Die Verkehrssituation auf den Staatsstraßen und auf der Brennerautobahn hat sich leicht entspannt, kritische Situationen bestehen aber weiterhin“, teilte der Südtiroler Zivilschutz am Samstag mit. Neben der Freigabe der Südspur wurde auch die Nordspur der A22 Stück für Stück wieder befahrbar gemacht. Zuvor hatte ein Lawinenabgang an der Grenze zu Österreich die Lage verschärft. Verletzt wurde dabei niemand.

Weitere Schneefälle am Sonntag sind angekündigt - und auch der Eisenbahnverkehr auf der Brennerlinie bleibt laut Zivilschutz vorerst stark eingeschränkt. Weil die Situation auf vielen Straßen „kritisch“ war, konnten teilweise auch Schienenersatzbusse nicht fahren.

Starke Schneefälle in Norditalien - Brennerautobahn gesperrt 

20.34 Uhr: Bei einer Lawine in den französischen Alpen ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei Menschen seien leicht verletzt worden, teilten die Rettungskräfte am Samstag mit. Das Lawinenunglück hatte sich demnach am Nachmittag in Savoyen ereignet, die Schneemassen gingen außerhalb einer Piste des Skigebiets Val Cenis nieder und begruben etwa ein Dutzend Skifahrer unter sich.

Zur Identität des Todesopfers und der Verletzten wurden keine Angaben gemacht. Die anderen verschütteten Skifahrer seien unbeschadet aus dem Schnee gezogen worden, hieß es weiter.

Wetter extrem: Starke Schneefälle in Norditalien - Brennerautobahn gesperrt 

16.26 Uhr: Starke Schneefälle haben in Norditalien für Behinderungen auf den Straßen und im Bahnverkehr gesorgt. Die Brennerautobahn (A22) bleibe vorerst gesperrt, erklärte der Südtiroler Zivilschutz am Samstag. Unweit der Grenze zu Österreich war der Nachrichtenagentur Ansa zufolge eine Lawine auf einem Autobahn-Abschnitt niedergegangen. Verletzt worden sei dabei niemand. Reisende saßen laut Medienberichten stundenlang in ihren Autos fest. Lastwagen ohne Schneeketten blieben liegen. Der Zivilschutz riet Touristen im Pustertal und anliegenden Tälern, geplante Abreisen zu verzögern.

Wetter: Auch im Bahnverkehr Ausfälle und Verzögerungen 

Auch im Bahnverkehr gab es erhebliche Verzögerungen und Zugausfälle. Weil die Situation auf vielen Straßen „kritisch“ sei, konnten teilweise auch Schienenersatzbusse nicht fahren, so der Zivilschutz. In Teilen von Mittel- und Süditalien bereitete statt Schnee starker Regen Probleme. An Flüssen in Emilia-Romagna wurde vor Hochwasser gewarnt. In Venedig lag der Wasserstand bei mehr als 110 Zentimetern. Auch in Rom regnete es am Samstag ohne Unterlass.

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Ein Lkw-Fahrer vertraute in Bayern seinem Navi, doch das wurde ihm zum Verhängnis, wie Merkur.de* berichtet.

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