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Wetter-Chaos in Deutschland: Sturmtief sorgt für massive Schäden - neue amtliche Warnungen ausgegeben

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Von: Franziska Konrad

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Am Montag bleibt das Wetter stürmisch, Schneefall und Frost treffen Alpen und Mittelgebirge. Orkanböen, Schneefall, Dauerregen hatten das Wochenende im Griff.

Update vom 7. Februar, 17.13 Uhr: Neben den Glatteiswarnungen für den Dienstagabend zeigt inzwischen auch die Hochwasserwarnkarte für weite Teile Deutschlands orange: Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein und der Norden Bayerns müssen demnach mit Hochwasser rechnen. Laut der Hochwasserzentralen der Länder bleibt es aber bei „Hochwasser“, von „starkem Hochwasser“ ist derzeit nicht auszugehen.

Wetter in Deutschland: Warnungen vor Eisglätte in den Mittelgebirgen und Alpen

Update vom 7. Februar, 14.28 Uhr: Nach dem stürmischen Wochenende wird aufgeräumt: Unter anderem in Olpe (Nordrhein-Westfalen) werden Sturmschäden in Waldgebieten beseitigt.

Nordrhein-Westfalen, Olpe: Mehrere Bäume sind durch starken Wind auf eine Kreisstraße bei Olpe umgestürzt und werden von Hilfskräften entfern
Sturmschäden nach Tief Roxana: Aufräumarbeiten in Olpe, Nordrhein-Westfalen © Kai Osthoff/dpa Bildfunk

Die extremste Wetterlage Deutschlands hat aktuell der Brocken im Harz zu verzeichnen: Hier kämpfen Anwohner und Winterdienste mit heftigen Schneeverwehungen.

Unwetterwarnung für den Brocken
Eine Schneefräse der Harzer Schmalspurbahn räumt den Schnee aus den Gleisen auf dem Brocken. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Noch bis in den Abend gilt eine Warnung vor markantem Wetter für den Osten und Norden Deutschlands: Stufe 2 der amtlichen Wetterwarnung gilt von Bremen über Hamburg und Kiel, bis nach Erfurt und das Alpenvorland. Und während der Brocken und einzelne Alpengipfel noch die ganze Nacht Sturmböen abbekommen, kommen der Westen und Südwesten Deutschlands schon ganz ohne Wind davon.

Wetter in Deutschland: Schneefälle und Glätte in den Alpen und Mittelgebirgen

Der Nordosten erwartet zum Abend hin einzelne Gewitter, die auch Sturmböen mit sich bringen können. Die Schneefallgrenze liegt in Deutschland bei 400 bis 600 Metern, wobei aber im Alpenvorland und den Mittelgebirgen nur noch 5 cm Neuschnee auftreten und der Schnee kaum mehr

Entlang der zentralen Mittelgebirge und im Bayerischen Abend gilt zum Abend Glättegefahr - von Oberfranken bis nach Niederbayern herrscht auch am Dienstagmorgen durch gefrierenden Regen noch Glatteisgefahr. Die Temperaturen liegen zur Nacht vor allem im Süden bei um die Null Grad, wobei am Alpenrand bei bis zu Minus 11 Grad auch strenger Frost auftreten kann.

Wetter in Deutschland: Nach Sturmtief Roxana und Wintergewitter - markantes Wetter zum Wochenanfang

Update vom 7. Februar, 09.07 Uhr: Sturmtief „Roxana“ sorgte in weiten Teilen Deutschlands für heftige Böen. Höhepunkt war die Nacht zum Montag - vielerorts fielen Bäume um, die Bahn musste einige Strecken vorübergehend sperren. Für Chaos in Baden-Württemberg sorgte ein Wintergewitter. Der Albaufstieg der A8 im Landkreis Göppingen musste gesperrt werden, weil Fahrzeuge wegen der Witterung liegen blieben. Überhöhte Geschwindigkeit bei Eisglätte sorgte auch in anderen Landesteilen für Unfälle mit leichten Verletzungen. Im Enzkreis standen Straßen und Keller nach Dauerregen unter Wasser.

Noch gibt es keinen Anlass, aufzuatmen. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor „markantem Wetter“ der Stufe 2 im gesamten Norden und Osten Deutschlands - vom Bremen über Erfurt bis ins Alpenvorland. Die Nordosthälfte muss weiter mit Sturmböen rechnen, ebenso wie die höheren Lagen der Mittelgebirge, Teile Bayerns und die Alpen. Den Rest Deutschlands treffen vielerorts noch Windböen. Mit gebietsweise Glätte ist in den Mittelgebirgen und den Alpen zu rechnen, hinzu kommen Schneefall und Frost.

Wetter in Deutschland: Beruhigung zur Wochenmitte - Auflockerungen möglich

Nach einem stürmischen Wochenende und einem weiter turbulenten Wochenstart dürfte sich das Wetter zur Mitte der Woche hin aber beruhigen. Während den Norden am Dienstag zwar noch stürmischer Wind erwartet, kann der Südwesten schon mit längeren sonnigen Abschnitten rechnen. Am Mittwoch rechnet der DWD mit starker Bewölkung, aber auch zwischendurch Auflockerungen.

Wetter in Deutschland: Unwetterwarnung für Südbayern, an den Küsten Sturm

Update vom 6. Februar, 21.45 Uhr: Die Wetterlage in Deutschland hat sich noch immer nicht beruhigt. Besonders in Südbayern ist die Lage weiterhin angespannt, es gilt weiterhin eine amtliche Unwetterwarnung. Dafür lässt der Sturm in der Mitte und im Westen des Landes langsam nach.

Wetter in Hessen
Eine Frau überquert bei stürmischem Wind und Regen eine Straße in der Frankfurter Innenstadt. © Frank Rumpenhorst/dpa

Doch die Entspannung hält auch hier nur kurz an: Auch am Montag gibt es in weiten Teilen des Landes steife oder stürmische Böen bis zu 70 km/h. An den Küsten und im Bergland stürmt es teilweise noch stärker. Lediglich für den Südwesten Deutschlands gelten am Montag keine Windwarnungen mehr. Auch die Gewitterwahrscheinlichkeit nimmt am Montag ab. Tagsüber gibt es in den Alpen, am Erzgebirge und im Rothaargebirge noch leichte Schneefälle, in den Mittelgebirgen erwartete der DWD markanten Dauerregen.

Wetter in Deutschland: Sturmwarnung gilt noch bis Mitternacht

Update vom 6. Februar, 19.40 Uhr: Die Sturmwarnung für fast ganz Deutschland gilt noch bis Mitternacht. Besonders im Süden Deutschlands stürmt es stark. Im Alpenvorland erreichen die Sturmböen laut Deutschem Wetterdienst bis zu 100 km/h. Auch in der Mitte des Landes bleibt die Warnstufe zwei vor stürmischen Böen bestehen, im Norden warnt der DWD sogar vor einer Sturmflut (siehe voriges Update).

Der Höhepunkt des Sturms wird im Süden in der Nacht zum Montag erwartet. Dann beschert Tief Roxana weiten Teilen Deutschlands Schauer und Schnee, in höheren Lagen ist sogar Neuschnee möglich. Besonders im Norden und Nordwesten gibt es vereinzelt Gewitter, die im Laufe des Abends auch Richtung Süden ziehen.

Wetter in Deutschland: Erneute Sturmflut droht im Norden

Update vom 6. Februar, 15.36 Uhr: Deutschland kommt wettertechnisch nicht zur Ruhe. Gerade einmal eine Woche ist es her, seit der Norden von einer Flutwelle überrollt wurde, auch Hamburg stand unter Wasser. Zum Wochenbeginn müssen sich die Menschen an der Nordseeküste nun erneut auf eine möglich Sturmflut gefasst machen.

Nach Vorhersage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vom Sonntag könnte der Wasserstand dort Montagfrüh etwa eineinhalb Meter über den des normalen Hochwassers steigen. Im Weser- und Elbegebiet könne es bis zu zwei Meter darüber steigen.

In der Nacht zum Montag soll der Wind laut DWD-Angaben wieder stark zunehmen. An der Küste sei zeitweise mit Sturmböen bis Stärke neun zu rechnen, sagte ein Sprecher. Auch vereinzelte Gewitter und Graupelfälle seien möglich. Für den Montagnachmittag rechnete der Meteorologe mit einer vorübergehenden Beruhigung der Wetterlage. In der Nacht zum Dienstag ist dann das nächste Regengebiet zu erwarten.

Wetter in Deutschland: DWD weitet Warnung aus - Meteorologe erklärt Ursache

Update vom 6. Februar, 13.18 Uhr: Die Wetterlage in Deutschland hat sich verschärft. Inzwischen warnt der DWD auch in den Regionen um Hamburg und Bremen vor markantem Wetter (Warnstufe orange). Bis 17 Uhr droht dort heftiger Dauerregen. Auch die Gegend um die schleswig-holsteinische Hafenstadt Husum hat sich auf der Warnkarte inzwischen orange gefärbt. Hier warnt der DWD bis in den späten Nachmittag vor schweren Sturmböen.

Verantwortlich für das turbulente Wetter in der Bundesrepublik ist übrigens das Sturmtief Roxana über Skandinavien, erklärt ein DWD-Meteorologe am Sonntag der dpa. Daher werden „an diesem Sonntag fast alle Warnparameter des Warnkatalogs des Deutschen Wetterdienstes ausgeschöpft: Sturm*, Regen, Schnee*, Gewitter und in der Nacht zum Montag kommen Frost und Glätte hinzu.“

Wetter in Deutschland: DWD warnt - Orkanartige Böen und Dauerregen drohen

Erstmeldung vom 6. Februar: Berlin - Stürmisch, kräftiger Regen, vereinzelte Gewitter*: Deutschland steht ein ungemütlicher Sonntag bevor. Auch der DWD hat mehrere amtliche Unwetterwarnungen ausgesprochen, zum Teil drohen orkanartige Sturmböen.

Ein Blick auf die Warnkarte zeigt: Ein Großteil der Bundesrepublik ist am Sonntagmorgen orange und rot eingefärbt. Bedeutet: Hier warnt der DWD vor markantem Wetter. Ein bunter Mix aus allen ungemütlichen Wettermöglichkeiten: In Nordrhein-Westfalen und Hessen und droht bis Montagnacht etwa Dauerregen, in Sachsen und im östlichen Bayern gilt eine amtliche Warnung vor Schneefall, in vielen anderen Regionen wird es ordentlich windig und Sturmböen können Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometer pro Stunde erreichen.

Davon betroffen sind unter anderem die Gegenden um Magdeburg, Dresden, Potsdam, Wiesbaden, bis hinunter in den Süden Deutschlands, nach Stuttgart und München. Besagte Warnungen gelten größtenteils bis um Mitternacht.

wetter warnung
Ein bunter Mix an ungemütlichem Wetter erwartet Deutschland am Sonntag. © Screeenshot/DWD

Vereinzelt können sich die Stürme zu orkanartigen Böen, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometer pro Stunde, entwickeln. Diese Unwetterwarnungen gelten bis in den frühen Montagmorgen im südlichen Baden-Württemberg, zwischen Freiburg und Villingen-Schwenningen. Aber auch der Süden und Osten Bayerns ist von der roten DWD-Warnstufe* betroffen.

Wetter in Deutschland: Gewitter und Schneefall am Sonntag

Dazu kann es vereinzelt immer mal wieder gewittern, zunächst im Norden, im Laufe des Tages ziehen die Unwetter in den mittleren Teil des Landes weiter. Kleiner Lichtblick bei all diesen eher trüben Aussichten: Wenigstens die Temperaturen bleiben heute einigermaßen angenehm, mit Werten zwischen drei und zehn Grad.

Zum Start in die neue Woche bleibt das Wetter übrigens wechselhaft: Ein Mix aus Schnee, Schneeregen, Graupelschauern zieht über Deutschland hinweg. Dazu bleibt es weiter stürmisch.

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