Events wegen Covid-19 gestrichen

Festivals 2020: Herbe Enttäuschung für Fans - Events wie Wacken und Rock am Ring wegen Coronavirus abgesagt

Festivals 2020 wie das Wacken Open Air und Rock am Ring wurden wegen des Coronavirus abgesagt.
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Festivals 2020 wie das Wacken Open Air und Rock am Ring wurden wegen des Coronavirus abgesagt.

Mit der Absage der Festivals 2020 ist für Musiker und Fans der wohl schlimmste Fall eingetreten. Wegen des Coronavirus gibt es ein Verbot für die Veranstaltungen.

  • Zum Schutz vor dem Coronavirus dürfen Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August nicht stattfinden.
  • Von der Absage betroffen sind auch die größten Festivals in Deutschland, wie Rock am Ring und das Wacken Open Air.
  • Bislang gibt es noch keine offizielle Entscheidung darüber, was mit den Tickets von Eventim und Co. geschieht.

Dortmund - Ein Sommer ohne Festivals? Eigentlich unvorstellbar für hunderttausende Fans. Doch das ist nun für Besucher,  Musiker Veranstalter, Locations und Ticketverkäufer wie Eventim wegen des Coronavirus bittere Realität, wie RUHR24.de* berichtet.

Festivals 2020: Absage für Rock am Ring, Wacken und Co. wegen Coronavirus - Fans enttäuscht

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) hat am Mittwochabend die Worte ausgesprochen, vor denen Fans, Musiker und Veranstalter gezittert haben: Großveranstaltungen soll es mindestens bis zum 31. August nicht geben. Damit ist auch klar, dass die größten Festivals Deutschlands für 2020 gestrichen sind.

Dazu gehört Rock am Ring. Zum Festival reisen jährlich etwa 90.000 Besucher an, um sich fast rund um die Uhr von verschiedenen Live-Acts beschallen zu lassen. Auch für 2020 sorgte das Line-Up schon für einige Vorfreude bei den Fans

Rock am Ring 2020: Festival wegen Coronavirus abgesagt - So reagiert die Location

So sollten neben Greenday und Rea Garvey auch weitere internationale Bands und Künstler wie Disturbed, 3 Doors Down, Volbeat, System Of A Down, The Offspring und Weezer bei Rock am Ring auftreten. Zwischen dem 5. und 7. Juni sollte die Veranstaltung wieder am Nürburgring in der Eifel stattfinden, doch wegen der Vorkehrungen gegen das Coronavirus wird daraus 2020 nichts.

Auf der Homepage von Rock am Ring heißt es Anfang April: "In jedem Fall folgen wir den Vorgaben der Gesundheitsbehörden. Die Gesundheit von Künstlern, Fans und Mitarbeitern hat für die Veranstalter der Festivals oberste Priorität und steht bei allen Überlegungen stets an erster Stelle."

Auch das Schwester-Festival Rock im Park, das normalerweise zeitgleich in Nürnberg läuft, wurde gestrichen. 

Wacken Open Air 2020 und Hurricane: Absage für Festivals wegen Coronavirus

Ebenso enttäuscht werden die Metal-Fans sein, denn auch für das Wacken Open Air, das in der Vergangenheit durch ein großes Müll-Chaos für Aufsehen* gesorgt hat, gibt es eine Absage.

Insgesamt 85.000 Menschen werden jedes Jahr in dem norddeutschen Dorf erwartet. Auch für dieses Jahr waren alle Tickets verkauft und die Vorbereitungen für das Metal-Festival in vollem Gange.

Das Wacken Open Air 2020 ist wegen des Coronavirus abgesagt. Normalerweise feiern dort etwa 85.000 Fans.

Auch das Hurricane Festival zählt mit jährlich über 70.000 Besuchern zu den größten Events dieser Art in Deutschland und ist ebenso von der Absage wegen des Coronavirus betroffen.

Coronvirus in NRW: Diese Festivals aus dem Ruhrgebiet sind von der Absage betroffen

Unklar ist es bislang, ob auch das Zeltfestival Ruhr in Bochum wegen des Coronavirus* komplett abgesagt wird. Die Veranstaltungen am Kemander See sind eigentlich vom 21. August bis zum 6. September geplant. Definitiv ausfallen wird allerdings die Veranstaltung Ruhr in Love, die eigentlich am 4. Juli in Oberhausen stattfinden sollte, sowie Bochum Total, das vom 16. bis 19. Juli geplant war. Auch das beliebte Juicy Beats Festival in Dortmund kann nicht wie geplant am 24. und 25. Juli im Westfalenpark stattfinden.

Bereits im Vorfeld gab eswegen des Coronavirus Absagen für Veranstaltungsorte, wie die König Pilsener Arena Oberhausen*. Auch in einer anderen großen Veranstaltungshalle in NRW, der Lanxess Arena in Köln, fallen internationale Shows wegen Covid-19 aus.*

Übersicht: Größte Festivals Deutschlands wegen Coronavirus gestrichen

Diese großen Festivals 2020 sind von der Absage wegen des Coronavirus betroffen:

  • PollerWiesen Opening (26. April, Köln)
  • Rock am Ring Festival (5. bis 7. Juni, Nürburg)
  • Rock im Park (5. bis 7. Juni, Nürnberg)
  • Hurricane Festival (19. bis 21. Juni, Scheeßel)
  • Southside Festival (19. bis 21. Juni, Neuhausen ob Eck)
  • Ruhr in Love (4. Juli, Oberhausen)
  • Greenfields Open Air (5. Juli, München)
  • Splash! Festival (9. bis 11. Juli, Gräfenhainichen)
  • Deichbrand Rockfestival (15. bis 19. Juli, Nordholz)
  • Bochum Total (16. bis 19. Juli, Bochum)
  • Melt! Festival (17. bis 19. Juli, Gräfenhainichen)
  • Parookaville (17. bis 19. Juli, Weeze)
  • Tomorrowland (17. bis 26. Juli, Boom)
  • Juicy Beats Festival (24. und 25. Juli, Dortmund)
  • Wacken Festival (30. Juli bis 1. August, Wacken)
  • Highfield Festival (14. bis 16. August, Großpösna)

Die vollständige Liste, der Veranstaltungen, die in dem Zeitraum stattfinden würden, gibt es online.

Gutscheine statt Geld für Tickets von Eventim und Co.? Weiterer Rückschlag für Festival-Besucher

Doch das soll nicht die einzige Enttäuschung für die Fans sein. Denn wer gehofft hat, von Verkaufsstellen wie Eventim sein Geld für die Tickets der abgesagten Veranstaltungen zurückerhalten zu können, der liegt falsch. 

Nach aktuellem Stand soll es statt des Geldes nur Gutscheine als Rückerstattung geben, wie der Geschäftsführer des Unternehmens bereits gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) andeutete.

"Wenn jetzt alle kommen und sofort das Geld zurückwollen, das der Veranstalter ja schon ausgegeben hat, in der Erwartung, dass die Show stattfindet, dann wird es sehr, sehr schwierig", zitiert desired den Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg. 

Kein Geld für Rückgabe der Tickets? Eventim wendet sich an Fans

In einer Mitteilung weist Ticketverkäufer Eventim online auf den Beschluss der Bundesregierung hin, durch den Veranstalter das Recht haben sollen, Gutscheine statt des Bargeldes bei Rückgabe der Tickets auszuhändigen. Dieser Beschluss soll ab Ende April in Kraft treten und "dann rückwirkend für alle Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden".

Kunden, die bei Eventim Eintrittskarten für Veranstaltungen gekauft haben, die definitiv ausfallen, müssen sich aktuell laut desired mit einer E-Mail begnügen, in der das Unternehmen um Geduld bittet.

"Sobald alle Modalitäten zur Rückabwicklung geklärt sind, werden wir Sie umgehend darüber informieren", so Eventim. Bis eine Entscheidung gefallen ist, sollen Kunden daher ihre Tickets nicht an das Unternehmen zurückschicken. malm

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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