Trump besucht Krisenregion

Schwere Überflutungen in Texas: Keine Besserung in Sicht

Eine texanische Flagge weht im texanischen La Grange an einem von Flutwasser umgebenen Fahnenmast. Foto: Ralph Barrera/Austin American-Statesman
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Eine texanische Flagge weht im texanischen La Grange an einem von Flutwasser umgebenen Fahnenmast. Foto: Ralph Barrera/Austin American-Statesman
US-Präsident Donald Trump und seine Frau auf dem Weg zur Marine One um die Andrews Air Force Base in Maryland und von "Harvey" betroffene Regionen zu besuchen. Foto: Jacquelyn Martin
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US-Präsident Donald Trump und seine Frau auf dem Weg zur Marine One um die Andrews Air Force Base in Maryland und von "Harvey" betroffene Regionen zu besuchen. Foto: Jacquelyn Martin
Anwohner waten in Houston durch eine überflutete Straße. Foto: David J. Phillip
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Anwohner waten in Houston durch eine überflutete Straße. Foto: David J. Phillip
Auf einer überfluteten Straße in Houston werden Boote zur Evakuierung von Flutopfern eingesetzt. Foto: David J. Phillip
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Auf einer überfluteten Straße in Houston werden Boote zur Evakuierung von Flutopfern eingesetzt. Foto: David J. Phillip
Ein Mann deckt ein vom Tropensturm "Harvey" beschädigtes Dach in Rockport provisorisch mit einer Plane ab. Foto: Eric Gay
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Ein Mann deckt ein vom Tropensturm "Harvey" beschädigtes Dach in Rockport provisorisch mit einer Plane ab. Foto: Eric Gay
Zerstörte Wohnhäuser in der Siedlung Key Allegro in Rockport. Der Nationale Wetterdienst warnt weiter vor sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen. Foto: Rachel Denny Clow
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Zerstörte Wohnhäuser in der Siedlung Key Allegro in Rockport. Der Nationale Wetterdienst warnt weiter vor sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen. Foto: Rachel Denny Clow
Große Bereiche von La Grange sind überflutet. Foto: Ralph Barrera
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Große Bereiche von La Grange sind überflutet. Foto: Ralph Barrera
Was vom Besitz übrig bleibt: Seinen Wohnanhänger hat "Harvey" auch umgeworfen. Foto: Eric Gay
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Was vom Besitz übrig bleibt: Seinen Wohnanhänger hat "Harvey" auch umgeworfen. Foto: Eric Gay

Tropensturm "Harvey" setzt den Süden der USA weiter unter Wasser - eine Entspannung ist nicht in Sicht. Ein Damm läuft über, ein anderer bricht. Und neben Texas bereiten sich nun auch die Einwohner des Nachbarstaates Louisiana auf das Schlimmste vor.

Houston (dpa) - In den von Überschwemmungen verwüsteten Teilen des US-Bundesstaates Texas kämpfen die Menschen weiter mit den Folgen des Tropensturms "Harvey". Auch am Dienstag regnete es im Südosten des Bundesstaates weiter, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte.

In der besonders schwer getroffenen Stadt Houston lief ein Damm über. Ein anderer in Brazoria County brach.

Auch der Bundesstaat Louisiana rüstete sich für Überflutungen. In beiden Bundesstaaten gilt der Notstand. US-Präsident Donald Trump machte sich in der texanischen Stadt Corpus Christi ein Bild von der Lage.

Trump dankte den Rettungskräften und den Vertretern örtlicher Behörden für ihre Leistungen im Kampf gegen die Fluten. Es sei jedoch noch zu früh, sich gegenseitig zu gratulieren. "Das tun wir erst, wenn es vorbei ist", sagte der Präsident.

Die Lage in Texas war am Dienstag unübersichtlich, über die genaue Zahl der Todesfälle herrschte Unklarheit. Offiziell bestätigt wurden bis zum Nachmittag (Ortszeit) vier Tote. Wie der Polizeichef von Houston, Art Acevedo, erklärte, ertrank ein Polizist am Sonntag auf dem Weg zur Arbeit. Manche US-Medien meldeten bereits höhere Todeszahlen.

Nach dem Dammbruch in Brazoria County forderten die Behörden die Anwohner auf, die Gegend umgehend zu verlassen. "Seht zu, dass ihr wegkommt", schrieb die Kreisverwaltung im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die sintflutartigen Regenfälle führten zu einem Rekordwert. In der Stadt Pearland im Südosten von Houston wurden seit Freitag insgesamt Niederschlagsmengen von 125 Zentimetern gemessen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte. Das markiere einen Rekord bei einem Tropensturm in den USA: Im Jahr 1978 waren demnach beim Sturm "Amelia" 124 Zentimeter gemessen worden.

In Houston kündigte der Bürgermeister an, weitere Notquartiere für Schutzsuchende zu öffnen. Nach Angaben des Roten Kreuzes suchten in Texas bereits in der Nacht zum Dienstag rund 17 000 Menschen Zuflucht in Notunterkünften.

Die Infrastruktur in und um Houston ist weitgehend zusammengebrochen. Rettungskräfte kämpften sich mit Booten durch die braunen Wassermassen, um festsitzende Menschen aus ihren Häusern zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Behörden vom Dienstag brachten Rettungskräfte in der Stadt in den vergangenen Tagen 3500 Menschen in Sicherheit.

Auch im Nachbarstaat Louisiana werden in den kommenden Tagen heftige Auswirkungen befürchtet. In New Orleans blieben Schulen und Behörden am Dienstag geschlossen. Bürgermeister Mitch Landrieu empfahl den Bewohnern, ihr Haus nicht zu verlassen. Er riet ihnen, Essen, Trinken und Medikamente für mindestens drei Tage vorrätig haben. Über die Woche sollten rund 25 Zentimeter Regen in der Region fallen. Gouverneur John Bel Edwards sagte, Louisiana stehe das Schlimmste aller Wahrscheinlichkeit nach noch bevor.

Nach Angaben von Meteorologen ist "Harvey" der zweitstärkste Wirbelsturm, seit "Katrina" vor zwölf Jahren die Gegend um New Orleans schwer in Mitleidenschaft zog. Der Sturm sog über dem am Ende des Sommers sehr warmen Golf von Mexiko extrem viel Feuchtigkeit auf, die er nun als Regen wieder abgibt.

FEMA zu Harvey

Webseite Stadt Houston

Pressemitteilung Stadt New Orleans

Rotes Kreuz auf Twitter

KHOU-Bericht

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