Tragödie auf Traumreise

Kreuzfahrt-Drama: Kleinkind fällt in Beisein des Opas aus dem Fenster - Familie klärt Schuldfrage

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An Bord des Kreuzfahrtschiffs „Freedom of the Seas“ in Puerto Rico hat sich eine Tragödie ereignet. (Archivbild)

Eine Traumreise durch die Karibik nimmt für eine US-amerikanische Familie ein dramatisches Ende. Der Großvater soll seine 19 Monate alte Enkelin versehentlich aus dem Fenster fallen gelassen haben.

Kreuzfahrt-Drama: Opa lässt Baby aus Fenster fallen - Familie erklärt, wer wirklich Schuld sein soll

Update vom 11. Juli 2019: Immer weitere Details zu dem tragischen Unglück im Hafen von Puerto Rico kommen ans Licht. Salvatore Anello aus Indiana (USA) spielte am Sonntagnachmittag mit seiner 19 Monate alten Enkelin Chloe Wiegand im Restaurant des Kreuzfahrtschiffs „Freedom of the Seas“, ehe sie ihm aus den Händen glitt und 46 Meter in die Tiefe stürzte. Die Kleine starb.

Jetzt berichten Passagiere in der Lokalzeitung „El Vocero“: Der Großvater habe vor Panik geschrien, sei hysterisch geworden und habe mit einer Spritze beruhigt werden müssen.

Schlimm: Aus Routinegründen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen den Großvater eingeleitet. „Jedes Familienmitglied wird untersucht, wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, erklärte der leitende Beamte der Daily Mail.

Für die Familie steht der Schuldige offenbar fest: die Reederei Royal Caribbean. Nach Aussage des Großvaters war das Fenster, durch das Chloe stürzte, vorher offen gewesen – im Kinderspiel-Bereich. Er habe das Baby entlang der geschlossenen Fenster geführt – bis eines davon auf war und Chloe den Halt verlor. Das soll laut Bild der Anwalt der Familie gesagt haben. Die Familie werde nun rechtliche Schritte gegen die Reederei einleiten, denn:

Nach Aussage des Anwalts der Familie liebte Chloe es gegen Fenster zu hämmern. Sie soll dies immer bei Eishockeyspielen ihres großen Bruders gemacht haben. Zusammen mit ihrem Opa machte sie wohl genau dies – bis sie an dem offenen Fenster ankam. Der Anwalt klagt an, dass ein Fenster im Kinderbereich so hoch gelegen niemals auf sein dürfte.

Ein schreckliches Unglück mit Nachspiel. Aktuell werden die Aufzeichnungen der Überwachungskameras ausgewertet und Zeugen befragt.

Kreuzfahrt-Drama: Baby stürzt 40 Meter in den Tod - Opa machte verhängnisvollen Fehler 

Erstmeldung vom 9. Juli 2019: San Juan - Es sollte eine siebentägige Traumreise um die Karibikinseln werden und endete für eine Familie aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Indiana in einer Tragödie. Bei einer Kreuzfahrt in Puerto Rico ist ein Baby nach einem verheerenden Missgeschick in den Tod gestürzt, wie cbsnews.com berichtet.  

Enkelin rutscht Opa durch die Hände - Baby stürzt von Kreuzfahrtschiff

An Bord der „Freedom of the Seas“, eines der größten Passagierschiffe der Welt, waren die Eltern mit ihrem 19 Monate alten Mädchen, zwei Geschwistern und den Großeltern. Als das Kreuzfahrtschiff am Sonntagnachmittag im Hafen von San Juan in Puerto Rico anlegte, soll der Großvater mütterlicherseits gerade am offenen Fenster im elften Stock mit dem Kleinkind gespielt haben. Dabei sei ihm seine Enkelin aus den Händen gerutscht und durch das Fenster mehr als 40 Meter auf den Pier des Schiffes gestürzt. Medienberichten zufolge sei das Kind wenig später im Krankenhaus gestorben. 

Ein Passagier erzählte dem Onlineportal telemundopr.com, sie hätten die schrillen Schreie der Mutter gehört. 

Familie unter Schock - Vernehmung noch nicht möglich

Was genau an Bord des Schiffes passiert war, müssten nun die Ermittlungen der Polizei ergeben. Nach Angaben von Polizist Nelson Sotelo, sei eine Vernehmung der Angehörigen bisher nicht möglich gewesen. „Sie stehen unter Schock“, so Sotelo.

Kreuzfahrtunternehmen „zutiefst betrübt“

Owen Torres, Sprecher des Kreuzfahrtunternehmens Royal Caribbean, sagte gegenüber CBS News, der Kreuzfahrtanbieter sei "zutiefst betrübt über den tragischen Vorfall von gestern“. Der Familie seien Notfallseelsorger zur Seite gestellt worden. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Angehörigen, werde es keine weiteren Stellungnahmen geben.

Erst kürzlich stürzte eine deutsche Urlauberin auf einer Kreuzfahrt zwischen Norwegen und Dänemark von Bord. Die Rettungskräfte versuchten alles, um die Frau zu retten, aber waren am Ende machtlos. Auf Kreta sorgte eine vermisste Forscherin für Schlagzeilen. Nun herrscht Gewissheit.

Auch das Todesdrama um den kleinen Mohamed in Hamburg schockiert zutiefst. Die Eltern müssen sich vor Gericht verantworten, wie nordbuzz.de* berichtet.

Video: Fünf schräge Geheimnisse über Kreuzfahrten

va

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