Nach Abschusserlaubnis von „Pumpak“

Tierschützer protestieren gegen Wolfs-Tötung in Sachsen

Dresden - Der Protest gegen den Abschuss des Wolfes „Pumpak“ in Sachsen ist weiterhin immens. Tierschützer sehen keine Gefahr in dem polnischen Rüden, der vor Kurzem die Grenze nach Sachsen überquert hatte.

Eine vor einigen Tagen gestartete Online-Petition gegen den geplanten Abschuss eines Wolfes in Sachsen haben bis Mittwochmittag mehr als 19.300 Unterstützer unterzeichnet. Es gebe keine Hinweise dafür, dass von dem Wolfsrüden eine akute Gefahr für den Menschen ausgehe, hieß es zur Begründung der Petition „Wolf Pumpak muss weiterleben“ bei „change.org“.

Tier hat polnisches Rudel verlassen

Sachsen hatte in der vergangenen Woche erstmals einen Wolf zum Abschuss freigegeben. Der knapp zweijährige Rüde hatte sich nach Angaben des Umweltministeriums auffällig verhalten und sich im Landkreis Görlitz Siedlungsgebieten genähert. Das Tier stammt aus dem polnischen Ruszow-Rudel, dessen Territorium an Sachsen grenzt.

Bisher sei das Tier nicht geschossen worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Wolf sei in den vergangenen Tagen auch nicht gesehen worden. Bei Tierschützern und Verbänden wie dem Naturschutzbund (Nabu) stießen die Pläne auf heftige Kritik. Am Montag diskutierte Frank Plasberg in seiner Sendung „Hart aber fair“ mit seinen Gästen die Frage, ob es in Deutschland grundsätzlich erlaubt sein sollte, Wölfe abzuschießen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Pleul

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