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Tchibo-Kundin traut ihren Augen kaum, als sie Verpackung öffnet - „so was geht gar nicht“

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Von: Momir Takac

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Eine Tchibo-Kundin ärgert sich über den Inhalt einer Kaffee-Packung.
Eine Tchibo-Kundin ärgert sich über den Inhalt einer Kaffee-Packung. © facebook.com

Eine Kundin kauft sich bei Tchibo eine Vorteilspackung Kaffee-Pads. Als sie die Tüte öffnet, fällt sie aus allen Wolken und setzt einen Wut-Beitrag bei Facebook ab.

Hamburg - Umweltschutz und Nachhaltigkeit nimmt in der Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein. Das haben auch Unternehmen festgestellt und entwickeln immer umweltfreundlichere Produkte.

Ein Beispiel dabei sind Kaffeekapseln. Herstellung und Entsorgung sind nicht gerade ökologisch. Einige Firmen haben deshalb bereits reagiert und entwickeln kompostierbare Kapseln. Für die Umwelt besser wären zwar wiederverwendbare - aber immerhin.

Kundin öffnet Tchibo-Packung und fällt aus allen Wolken

Weit weniger kritisch sind da Kaffeepads, nach Verbrauch dürfen diese in der Biomülltonne entsorgt werden. Doch auch bei den Pads ist nicht alles Gold, was glänzt. Das Problem: die Verpackung. Um das Aroma zu schützen, verpacken viele Hersteller die Kaffeepads einzeln.

Ein Umstand, der jetzt eine Kaffee-Kundin gehörig auf die Palme gebracht hat. Sie hatte bei Tchibo eine Großpackung mit 100 Pads der Marke „Black&White“ gekauft. Als sie die Tüte öffnete, traute sie ihren Augen kaum. Jedes einzelne Pad war noch einmal in Aluminium verpackt. Ihrem Unmut machte sie darauf hin auf der Facebook*-Seite von Tchibo Luft.

Kundin ärgert sich über Kaffee-Verpackung: „Habt ihr schonmal etwas von Umweltschutz gehört?“

„Liebe Tchibo Geschäftsleitung, habt ihr schonmal etwas von Umweltschutz und Vermeidung von Verpackungsmüll gehört? Leider habe ich beim Kauf der Kaffeepads nicht gesehen, dass diese EINZELN !!!!! Verpackt sind. Euer Kaffee Black&White schmeckt ja gut, aber so was geht gar nicht. Ihr habt eine Kundin weniger!“, schrieb sie. Zur Verdeutlichung ihrer Wut fügte sie noch sieben brechende Emojis hinzu.

Tchibo, das im vergangenen Jahr den Kaffee-Preis erhöht hatte, reagierte darauf prompt mit einem ausführlichen Kommentar. Das Unternehmen schrieb, dass man „kontinuierlich an einer weiteren ökologischen Optimierung des Pad Systems“ arbeite. Für Tchibo sei das „Thema nachhaltige Verpackung und Recyclingfähigkeit kein Sprint, sondern ein Marathon.“ Tchibo-Kunden hatten sich schon einmal über unnötigen Verpackungsmüll* beschwert.

Tchibo antwortet auf Ärger-Beitrag: „Auch Geschmack in der Tasse hat hohe Priorität“

Gleichwohl habe aber auch „die gleichbleibende Qualität und der Geschmack in der Tasse hohe Priorität“. Um den Kaffee vor Sauerstoff und Aromaverlust zu schützen, werden Pads im Vorteilpack deshalb einzeln verpackt.

Um zu verdeutlichen, wie ernst Tchibo Nachhaltigkeit ist, fügte der Hersteller der Antwort einen Link hinzu, wo man nachlesen kann, was das Unternehmen bei den Themen Menschenrechte, faire Bezahlung, Umwelt- und Klimaschutz, Hunger und Wasserknappheit leistet. Ob die Kundin damit besänftigt werden konnte und weiter bei Tchibo einkauft, ist nicht bekannt. Schlimmer hatte es einen anderen Tchibo-Kunden getroffen, dessen gekaufter Kassettenplayer in Brand* geraten war. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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