Augen auf bei der Namensfindung

Buch klärt auf: Diese Namen sollten Sie Ihren Kindern nicht geben

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Mutter mit Kind: Schon vor der Geburt treffen Eltern eine Entscheidung, die das Leben des Kindes bestimmen wird.

Die Autorin Sabrina Rogers-Anderson hat ein Buch darüber geschrieben, wie der Name Einfluss auf das Leben nimmt.

Die erste wichtige Entscheidung für das Leben eines Menschen wird schon vor der Geburt getroffen: Die Wahl des Namens. So bitter es klingt: Die Chancen, später einmal einen guten Job zu bekommen, hängen neben den Qualifikationen auch davon ab, wie man heißt. So leiten Menschen Eigenschaften von unseren Namen ab - wie klug man sei, wie attraktiv, aus welchen Verhältnissen man komme.

Ein Geschäftsführer sagt: „Ich schaue automatisch auf Personen herab, die seltsam geschriebene Namen haben“

Das hat die Autorin Sabrina Rogers-Anderson in ihrem Buch „The Little Book of Bogan Baby Names“ herausgefunden. Sie hat sich mit mehreren Personalchefs unterhalten. Die Antworten waren teilweise drastisch. Der britischen Zeitung „The Daily Mail“ erzählte Rogers-Anderson, ein Geschäftsführer einer großen Firma habe ihr gesagt: „Ich kann nicht anders, ich schaue automatisch auf die Personen herab, die seltsam geschriebene Namen haben. Das sagt ihnen natürlich niemand, weil es als diskriminierend eingestuft werden könnte.“

Auch die deutsche Agentur Endmark, die Unternehmen bei der Wahl passender Produktnamen berät, hat die Karrieretauglichkeit bestimmter Vornamen untersucht - und kommt zu vergleichbaren Ergebnissen.

Auf diese Kriterien sollten Eltern bei der Namensgebung achten

Grundsätzlich gilt: Finger weg von ausgefallenen Namen. Chantal, Mandy, Kevin oder Justin sind ohnehin bis in alle Ewigkeit vorbelastet. Aber auch wirklich exotische Namen wie Alias oder Manilo sollten Eltern eher meiden.

Auch ungewöhnliche Schreibweisen geläufiger Namen können Personaler abschrecken - zum Beispiel, wenn ein „k“ durch ein „c“ ersetzt wird: Niklas wird zu Niclas, Yannick zu Yannic, Katharina zu Catherina. Nicht zum Vorteil des Kindes.

Auf die Kombination von Vor- und Nachnamen achten!

Die Namensagentur Endmark hat außerdem herausgefunden,dass die Länge des Vornamens eine Rolle spielen kann. Kürzere Namen sind im Vorteil: Wer Lea oder Tim heißt, hat bessere Chancen seinen Traumjob zu bekommen. Außerdem sollten sich die Eltern bei der Namensfindung für ihr Kleines Gedanken machen, ob Vor- und Nachnamen zusammenpassen. “Pierre Müller“ wirkt irgendwie schräg, Kombinationen aus Doppelvorname und Doppelnachname gehen gar nicht. Beispiel: „Marie-Luise Meier-Schmidtberger“.

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bah

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