Mysterium im Universum

Mega-Stern plötzlich weg - Weltall-Forscher haben zwei Theorien: „Wenn das stimmt...“

Einer der massereichsten Sterne in unserem lokalen Universum ist plötzlich verschwunden. ESA-Astronomen stehen vor einem Rätsel.

  • Ein extrem massereicher Stern ist nicht mehr zu finden. 
  • Astronomen der ESA stehen vor einem Rätsel. Es war keine Supernova zu beobachten. 
  • Die Forscher haben zwei Theorien entwickelt. 

Paris - Die Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) stehen vor einem Rätsel. Seit zehn Jahren beobachten sie einen Stern im Sternbild des Wassermanns. Doch plötzlich ist er verschwunden. „Wir könnten entdeckt haben, wie einer der gewaltigsten Sterne des lokalen Universums leise in die Nacht verschwunden ist“, ordnet Teammitglied Jose Groh die (Nicht-)Entdeckung ein.

Als die Astronomen jüngst in der Zwerggalaxie „Kinman“ (PHL 293B) die Position des Sterns überprüfen wollten, war er einfach nicht mehr zu finden. Das Verschwinden können sich die ESA-Experten nicht erklären und berichten auf ihrer Website vom Mysterium im Weltraum.

ESA-Forscher stehen vor Weltall-Rätsel: Stern im Universum plötzlich verschwunden

Zwei Ansätze zur Lösung wurden bereits gefasst. Zum einen ist es denkbar, dass der Stern schlicht nicht mehr so hell ist wie noch vor einiger Zeit und sein Licht deshalb mittlerweile von Staub verdeckt wird. 

Bei der Detonation eines massreichen Sterns würde eigentlich eine solche Supernova entstehen.

Die zweite Erklärung ist derweil weitaus spektakulärer. Sollte sie sich bewahrheiten, wäre das ein astronomisches Novum. Es ist möglich, dass sich der Stern unbeobachtet zu einem schwarzen Loch gewandelt hat. Normalerweise wird dabei eine Supernova erzeugt. Doch das sehr helle und dadurch bestens obersvierbare Phänomen wurde nicht registriert.

Rätsel im Universum: Stern ohne Supernova erloschen? „Wenn das stimmt...“ 

„Wenn das stimmt, wäre dies die erste direkte Entdeckung eines solchen Monster-Sterns, der sein Leben auf die Weise beendet“, beschreibt Astronomie-Doktorand Andrew Allen den Stellenwert der Theorie, „es wäre höchst ungewöhnlich, dass ein so massereicher Stern verschwindet, ohne eine helle Supernova-Explosion auszulösen.“

Ebenso mysteriös und potenziell bahnbrechend ist das Phänomen unerklärlich auftauchender Radioblitze. Sind sie ein Zeichen für außerirdisches Leben?

Weltraum: Mysterium um verschwunden Stern - ESA muss sich gedulden

Die Kinman-Zwerggalaxie befindet sich 75 Millionen Lichtjahre entfernt von der Erde. Eigentlich zu weit weg, um einzelne Sterne beobachten zu können. Mit dem „Very Large Tetelscope“ (VLT) lassen sich die Himmelskörper aber dennoch bestimmen. Obwohl ihre Helligkeit variiert, werden sie anhand ihrer spezifischen Beschaffenheit erkannt - Forscher nennen das Signatur. 

Deutlich näher (700 Lichtjahre entfernt) befindet sich ein All-Phänomen mit amüsanter Ausprägung. Eine „Brezel“ wurde im Weltraum entdeckt. Und könnte bald auch das Rätsel um den mysteriösen, neunten Planeten unseres Sonnensystems gelöst sein?

Der Stern wäre dadurch exakt zu bestimmen und müsste auch wieder gefunden werden. Sein Fehlen bleibt ein Rätsel. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem „Extremly Large Telescope“ (ELT), dass in etwa fünf Jahren in Betrieb genommen werden sollen. (*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerks von Ippen-Digital.)

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