Stadt Solingen will Anwaltskosten übernehmen

Corona-Impfpass: Falscher Verdacht - Stadt lässt Wohnung durchsuchen

Pia Rohde arbeitet in der Notaufnahme des Klinikums – und ist ordnungsgemäß geimpft.
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Pia Rohde arbeitet in der Notaufnahme des städtischen Klinikums in Solingen – und ist ordnungsgemäß geimpft. Ihre Wohnung wurde durchsucht - wegen eines Fehlers.

Plötzlich steht die Polizei vor der Tür: 60 weitere Personen von internem Fehler der Stadt Solingen betroffen.

Solingen – Aufgrund eines falschen Verdachts in Bezug auf einen vermeintlich gefälschten Impfausweis sah sich eine Solingerin (26) mit einer Hausdurchsuchung konfrontiert. Die Frau war beschuldigt worden, den Nachweis für ihre Booster-Impfung gefälscht zu haben – mit einem Durchsuchungsbeschluss wurde der Impfpass sichergestellt und das digitale Zertifikat gelöscht.

Ein interner Fehler im Impfzentrum der Stadt Solingen war die Ursache, berichtet solinger-tageblatt.de. Die Impfstoffcharge war falsch nummeriert worden. Die Stadt hatte auf Hinweis einer Apotheke Strafanzeige gegen die 26-jährige Medizinstudentin erstattet, nachdem die falsche Nummer dort aufgefallen war.

Nach Angaben der Solinger Verwaltung seien rund 60 weitere Personen von dem internen Fehler betroffen – diese seien schriftlich über das Versehen informiert worden, hieß es aus der Pressestelle. „Wo Menschen arbeiten, können leider immer wieder auch Fehler passieren“, kommentierte Jan Welzel, Ordnungsdezernent der Stadt Solingen (CDU), den Vorfall. Wie der Fehler im Impfpass zu einer Hausdurchsuchung führte, schildert solinger-tageblatt.de. Hinweis: Der Artikel befindet sich hinter Bezahlschranke.

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