Drogenbanden lieferten sich Kampf

Schießerei in Favela: Mindestens ein Mann stirbt

Bei einer Schießerei in der bei Touristen beliebten Favela „Rocinha“ in Rio de Janeiro ist mindestens ein Mensch getötet worden. 50 Beteiligte sollen aufeinander losgegangen sein.

Rio de Janeiro - Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die brasilianische Tageszeitung „O Globo“ am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei berichtete. Auch die Familie des Toten habe seinen Tod bestätigt, der Mann sei von einer verirrten Kugel getroffen worden. An der Schießerei sollen 50 Menschen beteiligt gewesen sein.

Auf im Internet veröffentlichten Videos sind rund ein Dutzend bewaffneter Männer zu sehen und mehrere laute Schüsse zu hören. Bei den Männern habe es sich um rivalisierende Drogenhändler gehandelt, teilte die Polizei mit. Die Beamten forderten Besucher dazu auf, das Gelände um den Tatort der bekannten Favela zu vermeiden. Für über eine Stunde waren zwei Eingänge zu einer benachbarten Metrostation gesperrt. Die Favela „Rocinha“ im Stadtteil Sao Conrado liegt in direkter Nachbarschaft der reicheren Viertel Leblon und Ipanema.

Rio de Janeiro ist mit 6,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Durch die derzeitige wirtschaftliche Krise des Landes und die Zahlungsunfähigkeit des Bundesstaats Rio nimmt die Gewalt wieder zu. Dieses Jahr sind bereits über 100 Polizisten ermordet worden. Täglich finden Schießereien in Favelas, aber inzwischen auch in den reicheren Viertel statt.

dpa

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