Nach Festnahme in Bochum

Plante der Uni-Vergewaltiger noch weitere Taten?

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Mit diesem Phantombild suchte die Bochumer Polizei nach dem Vergewaltiger.

Bochum/Freiburg - Der wegen zweifacher Vergewaltigung in Bochum festgenommene Iraker hatte womöglich weitere Taten geplant. Die Polizei warnt derweil vor der Vorverurteilung aller Flüchtlinge.

Nach der Verhaftung eines mutmaßlichen Vergewaltigers in Bochum spricht die Polizei von einer „erdrückenden Beweislast“. „DNA-Spuren sind das Nonplusultra in der Beweislage“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf Anfrage. Ein 31 Jahre alter Asylbewerber aus dem Irak soll für zwei Sexualdelikte im August und November im Bochumer Universitätsviertel verantwortlich sein. Beide Opfer sind Studentinnen aus China. 

Waren weitere Taten geplant?

Überführt werden konnte der Mann, nachdem ihn der Lebensgefährte des zweiten Opfers zwei Wochen nach der Vergewaltigung am Tatort in einem Gebüsch fotografiert hatte. „Alles deutet darauf hin, dass er dort eine weitere Tat vorbereitete“, sagte der Polizeisprecher am Mittwoch. 

Weitere Opfer hätten sich bislang nicht gemeldet. Durch die Fotos kamen die Ermittler dem Mann auf die Spur. Seine DNA stimmte mit den Proben überein, die nach beiden Taten gesichert werden konnten. Der 31-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Chef der Polizeigewerkschaft warnt vor Generalverdacht gegen Flüchtlinge

Nach der Festnahme des 31-jährigen Irakers in Bochum und der Festnahme eines afghanischen Flüchtlings im Zusammenhang mit dem Mord an einer Studentin in Freiburg hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, eindringlich vor einem Generalverdacht gegen Flüchtlinge gewarnt

Vor allem der Fall in Freiburg löste insbesondere in den sozialen Netzwerken heftige Diskussionen aus. Das Opfer war zuvor bei der Flüchtlingshilfe aktiv gewesen. Der mutmaßliche Täter, Hussein K., lebt seit einem Jahr als Asylbewerber in einer Pflegefamilie. Nach seiner Festnahme wurden Zusammenhänge mit der Flüchtlingspolitik hergestellt.

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dpa/Afp

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