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Sturm „Megi“ auf den Philippinen: Wenig Hoffnung, noch Überlebende zu finden

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Mit bis zu 105 Kilometer pro Stunde traf der Tropensturm Megi die Philippinen. Zahlreiche Menschen starben dabei. Jetzt hat sich die Anzahl der Todesopfer erhöht.

Update vom Mittwoch, 13.04.2022, 17:00 Uhr: Der Tropensturm Megi hat auf den Philippinen zahlreiche Todesopfer gefordert. Mittlerweile sind 80 Menschen gestorben. Allein in Baybay City in der Provinz Leyte kamen laut Behördenangaben 48 Menschen ums Leben. Dort wurden Dörfer durch von Starkregen ausgelöste Erdrutsche verschüttet. Da es immer noch viele Vermisste gibt, wird sich die Opferzahl wohl weiter erhöhen.

In dem Küstenort Pilar in Leyte kamen 26 Menschen ums Leben, 150 Bewohner des philippinischen Dorfes werden noch vermisst. Rettungskräfte haben es wegen der Erd- und Schlammmassen schwer, Überlebende zu finden. Der Bürgermeister der Stadt Abuyog, Lemuel Traya, hat wenig Hoffnung: „Ich muss ehrlich sein, wir rechnen nicht mehr mit Überlebenden“.

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Zahl der Toten auf den Philippinen erhöht sich: Erdrutsche und Überschwemmungen wegen des Tropensturms Megi erschweren die Suche nach Überlebenden. © Philippine Coast Guard (PCG)/AFP

Tropensturm „Megi“ wütet auf den Philippinen: Zahl der Toten steigt

Erstmeldung vom Mittwoch, 13.04.2022, 10:56 Uhr: Der Tropensturm Megi hat in Teilen der Philippinen schwere Verwüstungen angerichtet und viele Menschen getötet. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Behördenangaben am Mittwoch (13.04.2022) auf 56. Die meisten kamen in Baybay City in der Provinz Leyte ums Leben, etwa 600 Kilometer südöstlich der philippinischen Hauptstadt Manila.

Erdmassen hatten dort dutzende Häuser unter sich begraben, außerdem sorgte der Tropensturm Megi für schwere Überschwemmungen. Auch im nahe gelegenen Abuyog sowie in den Provinzen Negros Oriental, Davao Oriental, Davao De Oro und Samar starben Menschen. Rettungskräfte suchten in den Schlamm-Massen mit bloßen Händen nach Überlebenden und Vermissten.

Bisher wurden fast 200 Menschen nach Informationen des Katastrophenschutzes verletzt. Mehr als 60.000 Menschen mussten ihre Häuser auf den Philippinen verlassen und sich in Sicherheit bringen. Erst kürzlich waren die Menschen auf den Philippinen dem Ausbruch des Vulkans Taal nahe Manila ausgesetzt.

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Rettung erschwert: Tropensturm Megi sorgt in den Philippinen für starke Überschwemmungen und fordert zahlreiche Tote. © Philippine Coast Guard (PCG)/AFP

Zahl der Toten auf den Philippinen steigt: Dauerregen wegen Sturm Megi erschwert Rettungsaktionen

Der Tropensturm Megi, auf den Philippinen Agaton genannt, war am Sonntag (10.04.2022) mit Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde an der Ostküste auf Land getroffen. Der Sturm hat sich in der Zwischenzeit abgeschwächt, jedoch bewegt er sich nur langsam vorwärts. Die Folgen waren Dauerregen und Überflutungen. „Der ständige Regen ist auch eine große Herausforderung für unsere Such- und Bergungsoperationen“, sagte Rhyse Austero, Chef des Katastrophenschutzes in Baybay City.

Entwarnung ist noch nicht in Sicht: Sturm Megi könnte „angesichts seiner unberechenbaren Natur“ erneut die Richtung ändern, warnen Wetterdienste. Stürme auf den Philippinen sind keine Seltenheit: Der Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Im bisher schlimmsten Sturm Haiyan auf den Philippinen im November 2013 hatten viele ihre Häuser verloren*, mehr als 6300 Menschen kamen ums Leben. (ter/dpa/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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