Auch Anfang der Woche leuchten die Meteore

Perseiden 2018: Die Sternschnuppen sind noch nicht ganz verschwunden

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Sternschnuppenstrom der Perseiden - Nevada

Viele Sternschnuppen der Perseiden waren am Wochenende am Himmel zu sehen. Wer jetzt noch welche sehen will, kann in der Nacht Glück haben.

Sternschnuppen weiterhin zu sehen: Perseiden 2018 im Überblick

  • Von Sonntag auf Montag gab es bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel.
  • Die Perseiden erreichten in der Nacht vom 12. August auf den 13. August ihr Maximum.
  • Die Perseiden 2018 sind auch einige Tage nach dem Maximum noch zu sehen.
  • Noch bis zum 24. August können Sternschnuppen zu sehen sein. 
  • So ist das Wetter in Deutschland

Perseiden 2018: Sternschnuppen werden langsam weniger

In der Nacht zum Montag hat der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt erreicht. In dieser Nacht leuchteten die meisten Sternschnuppen am Himmel auf. Das Schauspiel ist damit jedoch nicht völlig vorbei. Auch wenige Tage nach dem Perseiden-Maximum gibt es am Nachthimmel noch Sternschnuppen zu sehen. Man sollte sich allerdings nicht erhoffen, noch die Spitzenwerte von bis zu 100 leuchtenden Meteoren pro Minute zu sehen.

Jetzt noch die Perseiden-Sternschnuppen 2018 sehen

Wer bei bedecktem Himmel am Wochenende nicht viel sehen konnte, hat also noch die Chance darauf, einen Teil der Perseiden zu sehen. „Die Bedingungen waren nicht schlecht“, sagte der Meteorologe Florian Bilgeri vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach über die vergangenen Nächte. „Man hätte die Sternschnuppen eigentlich recht gut sehen sollen.“ Dies gelte vor allem für den Süden und Südosten. Im äußersten Norden dagegen war es bewölkt. Und gerade in der zweiten Nachthälfte, in der die Sternschnuppen aus astronomischer Sicht besser zu sehen waren, habe es mehr Wolken gegeben.

Ab Mitte August nimmt die Zahl der Sternschnuppen deutlich ab, einzelne Meteore sollen jedoch bis zum 24. August zu sehen sein. Wer die Perseiden noch beobachten möchte, sollte sich nicht zu viele Nächte Zeit lassen.

Vorbericht: Sternschnuppen am Wochenende - Maximum der Perseiden 2018

München - Der jährliche Meteorstrom der Perseiden bringt uns wieder ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel. So wie jedes Jahr im August können wir auch 2018 mit vielen Sternschnuppen rechnen. Der Höhepunkt steht am heutigen 12. August bevor. Wer sich für das Ereignis interessiert, sollte in dieser Sonntagnacht unbedingt zum Himmel blicken. 

Sie können aber auch viele Sternschnuppen beobachten, wenn Sie sich nicht von Sonntag auf Montag die Nacht um die Ohren schlagen. Auch vor und nach diesem Termin können Sie immer wieder die Perseiden am Nachthimmel aufleuchten sehen. Das ganze Wochenende wird für Sternenfreunde ein Highlight, wenn sie nachts zum Himmel blicken. Dafür muss bloß das Wetter mitspielen. 

Perseiden: So sind heute die Wetteraussichten am Wochenende

Für die Beobachtung der Perseiden 2018 ist nichts wichtiger als ein klarer Nachthimmel. Für den Süden Deutschlands sind die Wetteraussichten gut, wie Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach sagt. „Im Norden könnte die Sicht versperrt sein.“ Dies gelte insbesondere für die Nacht zum Montag. Dann sind auch ein paar Tropfen Regen möglich. „Sonst ist es eigentlich trocken.“

Der Deutsche Wetterdienst meldet, dass es in den Nächten ab Freitagabend an vielen Orten nur gering bewölkt oder sogar klar sein soll. In der Nacht zum Samstag ist in der Nordseeregion ein eher wolkenverhangener Himmel zu erwarten. in der Nacht zum Sonntag gilt dasselbe für den Norden Deutschlands und in der Nacht zum Montag kommen die Wolken in den Westen und Nordwesten.

Aktuelle Wetter-Infos zum Perseiden-Wochenende

Hier finden Sie außerdem genauere Informationen über das Wetter in Deutschland, damit Sie zur Sternschnuppennacht 2018 die aktuellsten Meldungen haben.

Perseiden 2018: Wann kann man sie sehen?

Die Perseiden kommen nicht erst, sie sind genau genommen schon da. Die Meteore, die wir als Sternschnuppen am Himmel sehen können, tauchen auch schon auf, bevor das Maximum der Perseiden erreicht ist. Dieses Maximum steht allerdings tatsächlich noch bevor. Fachleute rechnen auch an diesem Perseiden-Wochenende mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. „Die Perseiden sind relativ beständig von Jahr zu Jahr“, erklärt Astrophysiker Dominik Elsässer. 

Die ersten Perseiden-Meteore erschienen bereits Ende Juli. Ab Mitte August nimmt die Zahl der Perseiden auch 2018 deutlich ab. Der Höhepunkt, den die Fans astronomischer Ereignisse sehen wollen, spielt sich letztlich in einer einzigen Nacht ab. Denn im Gegensatz zu anderen Körpern, die in der Atmosphäre verglühen, sind diese Sternschnuppen berechenbar.

Perseiden 2018: Große Sternschnuppennacht am 12. August

In der Nacht vom 12. auf den 13. August - das ist die Nacht vom heutigen Sonntag auf Montag - treffen die meisten Meteore auf die Erde und erzeugen eine Vielzahl von Sternschnuppen. Zum Maximum flammen die Sternschnuppen häufiger als im Minutentakt auf. Darunter sind auch sehr helle Exemplare, die als Boliden oder Feuerkugeln bezeichnet werden. Die Sichtung wird in dieser Nacht nicht vom Mondlicht gestört. Nur einen Tag vorher ist nämlich Neumond.

Beobachtung der Perseiden: Wo und wann sehe ich die Sternschnuppen?

Die Perseiden tauchen im Sternbild Perseus auf, das zu dieser Jahreszeit in nordöstlicher Richtung am Himmel steht. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore. Einen solchen Ausgangspunkt von Meteorströmen bezeichnen Astronomen als Radiant. Ein optimaler Ort für die Sichtung der Sternschnuppen bietet einen freien Blick dorthin und hat möglichst wenige Lichtquellen in der Umgebung. Der Nachthimmel ist außerhalb von Städten am klarsten zu sehen.

Den besten Blick auf die Perseiden haben Sie zwischen zwei und vier Uhr nachts, wenn es am dunkelsten ist. Wer am 12. August nicht nachts zusehen kann, hat auch in den Nächten zuvor und danach gute Chancen auf zahlreiche Sternschnuppen.

Sternschnuppennacht 2018: Was genau sind die Perseiden?

Die Perseiden sind ein Meteorstrom, der in einem festen Rhythmus den Weg der Erde kreuzt. Die Zahl der Meteore, die auf die Atmosphäre treffen, erreicht immer um den heutigen 12. August jedes Jahres ihr Maximum.

Die Meteore, die für die Sternschnuppen der Perseiden sorgen stammen vom Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Umlaufbahn rund 133 Jahre benötigt um die Sonne zu umrunden. Dabei verliert er Teile, die als Staubpartikel den Meteorstrom bilden. Sie haben oft nicht einmal die Größe eines Stecknadelkopfes. Die Trümmerteile von 109P/Swift-Tuttle bewegen sich mit 60 Kilometer pro Sekunde, womit sie zu den sehr schnellen Meteoren gehören. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Die Perseiden sind nicht der einzige Meteorstrom, auf den die Erde im Laufe eines Jahres trifft. Es ist jedoch der ergiebigste Strom. Deshalb gilt der August auch als der „Sternschnuppenmonat“.

Wie fotografiert man heute die Sternschnuppen der Perseiden?

Wer heute den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen. Ein Objektiv mit einer kurzen Brennweite sorgt dafür, dass Sie einen großen Ausschnitt des Himmel ablichten können. Das ist wichtig, da man nie wissen kann, wo genau die nächste Sternschnuppe aufglüht.

Ohne Erfahrung mit hochwertigem Kamera-Equipment wird es generell schwierig, gute Bilder von den Sternschnuppen zu machen. Mit einem Smartphone oder Tablet hat man kaum eine Chance auf annehmbare Fotos.

Perseiden auch unter anderem Namen bekannt

Wie bereits erwähnt, sieht es für einen Betrachter so aus, als ob die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus kommen. Von diesem scheinbaren Ursprung leitet sich auch der Name Perseiden ab.

Wenn die Perseiden 2018 über den Himmel ziehen, wird man aber auch wieder auf den Namen „Tränen des Laurentius“ stoßen. So werden die Sternschnuppen im August vom Volksmund genannt. Der Grund hat nichts mit Astronomie zu tun, dafür aber mit Geschichte. Das jährliche Ereignis am Himmel findet seinen Höhepunkt kurz nach dem Todestag des Märtyrers Laurentius. Es ist überliefert, dass er am 10. August des Jahres 258 hingerichtet wurde.

Weitere Ereignisse am Himmel: Sternschnuppen und Finsternis

Das zweite wichtige astronomische Ereignis im August 2018 ist in Deutschland leider nicht zu sehen. Es handelt sich um die partielle Sonnenfinsternis, bei der in Teilen Russlands bis zu 70 Prozent der Sonne verdunkelt werden. Die Sonnenfinsternis ereignet sich am 11. August und fällt somit unmittelbar mit den Perseiden zusammen. Außerdem war erst am 27. Juli die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts über Mitteleuropa zu sehen.

Wenn die Perseiden vorbei sind, dauert es wieder etwas länger bis zu den nächsten Meteorschauern. Erst im Oktober erleben wir wieder gehäuft Sternschnuppen am Himmel. Anfang Oktober kommen zunächst die Draconiden und zwei Wochen später die Orioniden.

rm

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