Taucher können Insassen nur noch tot bergen

Auto durchbricht Schranke und stürzt in Fluss: Paar stirbt bei Fährunglück 

+
Einsatzkräfte bergen das versunkene Auto aus dem Neckar. Foto: Rene Priebe/pr-Video

Ein Zeuge sieht das Unglück kommen: Kurz leuchten die Bremslichter auf, dann durchbricht das Auto eine Schranke und stürzt in den Fluss. Wie konnte es zu dem tödlichen Unfall auf dem Neckar kommen?

Edingen-Neckarhausen - Ein älteres Paar ist in Baden-Württemberg mit seinem Auto von einer Fähre gestürzt und im Neckar ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, stand der Wagen des 86-jährigen Mannes und seiner 76-jährigen Frau am Samstagabend ganz vorne auf dem Schiff. Nachdem eine Angestellte das Geld für die Fahrt kassiert hatte, kam das Auto wieder ins Rollen. Ein Zeuge sah noch, wie kurz vor der Schranke die Bremslichter aufleuchteten - dann machte das Fahrzeug einen Satz nach vorne, fiel in den Fluss und versank.

Rettungskräfte starteten eine große Suchaktion. Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde dafür eingestellt. Taucher der Feuerwehr fanden das versunkene Auto in zwei Meter Tiefe auf dem Dach liegend. Mit einer Seilwinde holten die Retter den Wagen mit den beiden Toten ans Ufer.

Der Vorfall ereignete sich zwischen Mannheim und Heidelberg in Neckarhausen auf der Fähre nach Ladenburg - in der Mitte des Flusses. Das Fahrzeug des älteren Ehepaars war zu dem Zeitpunkt das einzige auf der Fähre. Autofahrer müssen auf der Fähre den Motor abstellen und einen Gang einlegen, sagte eine Polizeisprecherin. Der 86-Jährige hat seinen Motor nach derzeitigen Erkenntnissen aber auf der Fähre nicht abgestellt. Man habe ihn auch nicht mehr rechtzeitig darauf hinweisen können, sagte eine Sprecherin.

Ob die Schranke der Fähre zum Unglückszeitpunkt offen oder geschlossen war, blieb zunächst unklar. Aber selbst eine geschlossene Schranke würde ein Fahrzeug nicht aufhalten, sagte eine Polizeisprecherin. „Man geht im Moment von einem Unglücksfall aus, aber es wird natürlich in alle Richtungen ermittelt“, sagte eine Sprecherin.

Mehr Informationen zu diesem tragischen Unglück, sowie Fotos und Videos vom Einsatz der Rettungskräfte finden Sie bei unseren Kollegen von heidelberg24.de*

*heidelberg24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerkes

dpa/AfP

Kommentare