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Rakete stürzte auf den Mond – Nasa: Suche nach Krater kann mehrere Wochen dauern

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Von: Tanja Banner

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Die Rakete wird den Mond auf der Rückseite treffen, der von der Erde aus nie zu sehen ist. Das Bild zeigt den Mond, wie wir ihn aus irdischer Perspektive kennen.
Die Rakete wird den Mond auf der Rückseite treffen, der von der Erde aus nie zu sehen ist. Das Bild zeigt den Mond, wie wir ihn aus irdischer Perspektive kennen. © imago/MiS

Ein Teil einer Rakete stürzte auf den Mond – doch der Einschlag war nicht live zu sehen, da er auf der Rückseite des Mondes stattfand. Die Nasa will den Krater suchen.

+++ 15.00 Uhr: Damit ist dieser News-Ticker beendet.

+++ 13.27 Uhr: Jetzt ist es wohl passiert. Das ausrangierte Raketenteil, das Fachleuten zufolge vermutlich aus China stammt, hat den Mond getroffen. Den Berechnungen zufolge sollte die Rakete im Hertzsprung-Krater auf der Rückseite des Mondes einschlagen und dabei einen mehrere Meter großen und tiefen Krater schlagen. Es wird davon ausgegangen, dass er einen Durchmesser von zehn bis 30 Metern haben und etwa zwei bis drei Meter tief sein wird. Doch bis er gefunden wird, dürfte einige Zeit vergehen. Erst in etwa zwei Wochen soll die Nasa-Raumsonde „LRO“ die Stelle erreichen, dann müssen alte und neue Aufnahmen verglichen werden, um den vergleichsweise kleinen Krater überhaupt zu entdecken.

+++ 13.00 Uhr: Gleich ist es so weit: Die Rakete, die vermutlich aus China stammt und sich seit 2015 durch das Weltall bewegt, wird den Mond treffen. Könnte man den Einschlag live sehen (das geht nicht, da er auf der Rückseite der Erde stattfindet), dürfte man um 13.25 Uhr einen hellen, weißen Blitz sehen. Die vorausberechnete Einschlagstelle liegt am Rande des Hertzsprung-Kraters, der einen Durchmesser von etwa 570 Kilometern hat und sich auf der von der Erde nie sichtbaren Rückseite des Mondes befindet.

Rakete stürzt auf den Mond – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Folgende Fragen beantwortet dieser Text weiter unten auf der Seite (Klicken Sie auf eine Frage, um zur Antwort zu springen):

+++ 12.20 Uhr: In etwa einer Stunde (13.25 Uhr) wird die Rakete, die unkontrolliert auf den Mond zusteuert, Geschichte sein. Eine Bestätigung ist jedoch nicht so bald zu erwarten, da der Einschlag auf der Rückseite des Mondes stattfindet und eine Nasa-Raumsonde erst in frühestens zwei Wochen über die Einschlagstelle fliegt. Und auch dann kann es Wochen oder Monate dauern, bis der neue Krater identifiziert ist. Denn auf dem Mond gibt es unzählige Krater, da er – im Gegensatz zur Erde – keine Atmosphäre hat, die ihn vor Einschlägen kleinerer Brocken schützt.

Nasa: Es kann Wochen und Monate dauern, bis der neue Mond-Krater gefunden wird

+++ 11.19 Uhr: Bald ist es so weit und das Raketenteil, das vermutlich seit 2015 im Weltall unterwegs ist, wird auf den Mond stürzen. Dabei wird es Fachleuten zufolge eine Geschwindigkeit von etwa 9300 Kilometern pro Stunde haben. „Wenn das Ereignis beobachtbar wäre, würde man einen großen Blitz sehen und Staub und zerborstene Raketenteile und Steine und Felsen, die ausgeworfen werden, manche hunderte Kilometer weit“, erklärt der Forscher Bill Gray, der zuerst auf die Rakete aufmerksam wurde, die auf Kollisionskurs mit dem Mond ist.

Der Hertzsprung-Krater liegt auf der Rückseite des Mondes und hat einen Durchmesser von etwa 570 Kilometern (großer Krater, der die rechte Hälfte des Bilds einnimmt). In seinem Innern gibt es zahlreiche kleinere Krater. Die Rakete sollte etwa am Rand des Hertzsprung-Kraters einschlagen. (Archivbild des Nasa-Orbiters Lunar Orbiter 5)
Der Hertzsprung-Krater liegt auf der Rückseite des Mondes und hat einen Durchmesser von etwa 570 Kilometern (großer Krater, der die rechte Hälfte des Bilds einnimmt). In seinem Innern gibt es zahlreiche kleinere Krater. Die Rakete sollte etwa am Rand des Hertzsprung-Kraters einschlagen. (Archivbild des Nasa-Orbiters Lunar Orbiter 5) © Nasa (Bearbeitung: T. Banner)

„Live“ wird den Einschlag der Rakete auf dem Mond niemand beobachten können, da die Einschlagsstelle sich auf der Rückseite des Erdtrabanten befindet. Die US-Raumfahrtorganisation Nasa freut sich dennoch über das Ereignis: „Dieses einzigartige Ereignis stellt eine aufregende Forschungsmöglichkeit dar“, zitiert CNN aus einer Nasa-Mitteilung. Nach dem Einschlag werde die Nasa-Sonde LRO ihre Kameras nutzen, um die Einschlagstelle zu identifizieren, dazu würden ältere Bilder mit Bildern aus der Zeit nach dem Einschlag verglichen. „Die Suche nach dem Einschlagskrater wird eine Herausforderung und könnte Wochen oder Monate dauern“, heißt es von der Nasa weiter.

Außer Kontrolle geratene Rakete schlägt heute neuen Krater in den Mond

+++ 10.15 Uhr: Nachdem die mutmaßlich chinesische Rakete heute um 13.25 Uhr auf dem Mond eingeschlagen ist, wird es keine schnelle Bestätigung des Einschlags geben. Für Beobachtende ist das unbefriedigend, doch es hat seinen Grund: Das Raketenteil wird auf der Rückseite des Monds einschlagen, der von der Erde aus nie zu sehen ist. Dementsprechend können Teleskope von der Erde aus das Ereignis nicht verfolgen. Und auch die technischen Geräte, die den Mond umkreisen oder auf ihm forschen, können nicht live dabei sein, da sie nicht in der Nähe sind.

Geplant ist, dass die Nasa-Raumsonde „LRO“ frühestens in zwei Wochen einen ersten Blick in die Region wirft und nach dem Krater Ausschau hält. Wenn die Sonde schnell genug ist, kann sie mit ihrem Infrarot-Instrument möglicherweise noch glühend heißes Material im Inneren des neu entstandenen Kraters feststellen. Daraus könnten Forschende berechnen, wie viel Hitze bei dem Einschlag auf dem Mond entstanden ist.

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Rakete stürzt heute auf den Mond: Teil stammt aus China, nicht von SpaceX

Update vom Freitag, 04.03.2022, 09.00 Uhr: Heute Mittag um 13.25 Uhr wird erstmals ein ausrangiertes Raketenteil den Mond treffen. Fachleute gehen davon aus, dass es sich um eine Raketenstufe einer chinesischen Mond-Mission handelt – zuerst war vermutet worden, dass eine alte Raketenstufe von SpaceX auf den Mond zusteuert, doch das wurde mittlerweile längst ausgeschlossen.

Früher wurden absichtlich Raketenteile und Sonden auf dem Mond auf den Mond gestürzt – so wurde unter anderem nach Wasser in tiefen schattigen Kratern auf dem Erdtrabanten gesucht (Nasa-Mission „LCROSS“) oder mithilfe von Mond-Seismometern das Innere des Erdtrabanten untersucht. Bei den „Apollo“-Missionen der Nasa zum Mond gehörte es sogar zur Mission, dass Teile auf den Mond stürzten. Doch bei der Rakete, die heute auf dem Mond einschlägt, handelt es sich um den ersten unabsichtlichen Fall.

In der Wissenschaft sorgt das für helle Aufregung: Die einen freuen sich, dass sie so an neue Daten vom Mond kommen, andere wenden ein, dass die Menschheit aufpassen müsse, die Umlaufbahn bis zum Mond nicht zu sehr zu verschmutzen – wo doch in den kommenden Jahren wieder Menschen auf dem Erdtrabanten landen sollen. Dann wäre Weltraumschrott in Umlaufbahnen um den Mond möglicherweise gefährlich.

Rakete außer Kontrolle: Heute wird sie den Mond treffen und einen Krater schlagen

Update vom Donnerstag, 03.03.2022, 10.30 Uhr: Wenn am Freitag (04.03.2022) um 13.25 Uhr eine alte Raketenstufe auf den Mond stürzt, werden zwar zahlreiche Forschende in Gedanken dabei sein, doch den Einschlag sehen können sie nicht, da er auf er Rückseite des Monds stattfinden wird (Details dazu finden Sie weiter unten im Artikel). Trotzdem weiß man in etwa, was passieren wird – schließlich fällt nicht zum ersten Mal ein Raketenteil auf den Mond, es ist nur das erste Mal, dass es unbeabsichtigt passiert. „Einen Augenblick, nachdem die Rakete die Mondoberfläche berührt hat, wird sich eine Schockwelle mit mehreren Kilometern pro Sekunde über die Länge des Geschosses ausbreiten. Innerhalb von Millisekunden wird das hintere Ende der Raketenhülle durch in alle Richtungen explodierende Metallteile ausgelöscht“, beschreibt es der Planetenwissenschaftler Paul Hayne auf dem Portal The Conversation.

Größe des Raketenteils12 Meter lang
Gewicht des Raketenteils4500 Kilgramm
Geschwindigkeit beim Einschlagetwa 9300 km/h
Einschlagsort auf dem MondAm Rand des Hertzsprung-Kraters (Rückseite des Monds)

Eine zweite Schockwelle werde sich nach unten, in die pulverförmige oberste Schicht der Mondoberfläche (das Regolith) ausbreiten. Durch den Einschlag werde Staub und Gestein aufgeheizt und ein „weißglühender Blitz“ entstehe. Dieser wäre vom Weltraum aus sichtbar, „wenn sich zu diesem Zeitpunkt zufällig ein Raumschiff in der Nähe befände“, erklärt Hayne. Verdampftes Gestein und Metall werde sich dann in Form einer Wolke von der Einschlagstelle ausbreiten und Staub und sandkorn-große Partikel in den Himmel schleudern. Innerhalb der nächsten Minuten regne das ausgeworfene Material wieder auf den Mond herab und falle in den schwelenden Krater und seine Umgebung., so der Planetenwissenschaftler. „Von der verunglückten Rakete wird so gut wie nichts übrig bleiben“, betont Hayne. Den Einschlagskrater wird dagegen in den kommenden Wochen die Nasa-Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“ (LRO) genauer untersuchen (s. weiter unten im Artikel).

Rakete auf Kollisionskurs mit dem Mond: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Erstmeldung vom Mittwoch, 02.03.2022: Frankfurt – Am kommenden Freitag (04.03.2022) wird ein ausrangiertes Raketenteil auf den Mond stürzen. Dabei handelt es sich Fachleuten zufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine chinesische Raketenstufe, die die Mond-Mission „Chang‘e 5-T1“ im Oktober 2014 auf ihren Weg gebracht hatte. China dementierte erste Berichte*, wonach es sich um eine chinesische Rakete handeln soll. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass es sich dabei um eine Verwechslung mit einer ähnlich benannten Mission handelt. Zuerst hieß es, eine Raketenstufe von SpaceX schlage auf dem Mond ein*, doch Fachleute korrigierten diese Angabe später.

Ein Teil einer chinesischen „Langer Marsch“-Rakete soll es sein, die den Mond am 4. März 2022 trifft. (Symbolbild)
Ein Teil einer chinesischen „Langer Marsch“-Rakete soll es sein, die den Mond am 4. März 2022 trifft. (Symbolbild) © imago/Xinhua

Fachleute haben den Einschlag der außer Kontrolle geratenen Raketenstufe für den 4. März 2022 um 13.25 Uhr berechnet. Mitten am Tag wird das Raketenteil einschlagen – da stellt sich die Frage: kann man das seltene Ereignis von der Erde aus sehen?

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Einschlag auf dem Mond:

Kann man den Einschlag der Rakete auf dem Mond von der Erde aus heute sehen?

Nein, den Einschlag der Rakete auf dem Mond wird man von der Erde aus nicht sehen können. Und das hat gleich mehrere Gründe: Fachleute haben berechnet, dass die außer Kontrolle geratene Raketenstufe am Rande des etwa 570 Kilometer großen Hertzsprung-Kraters einschlagen wird. Dieser Krater befindet sich auf der Rückseite des Mondes, die von der Erde aus nie zu sehen ist. Doch selbst wenn die Rakete an einer anderen Stelle einschlagen würde: Am 4. März 2022 ist der Mond gerade einmal zu etwa fünf Prozent vom Sonnenlicht beleuchtet (Vollmond* ist erst am 18. März) – die Wahrscheinlichkeit, dass man dann ausgerechnet die Einschlagstelle sehen kann, dürfte gering sein.

Können Sonden, die den Mond umkreisen, den Raketen-Einschlag heute beobachten?

Derzeit umkreisen drei Raumsonden den Mond:

Name/Nationim Orbit seit
Lunar Reconnaissance Orbiter (Nasa)2009
Queqiao (China)2018 (nicht direkt im Mond-Orbit)
Chandrayaan-2 (Indien)2019

Bisher gibt es nur offizielle Angaben von der US-Raumfahrtorganisation Nasa*, die seit 2009 die Raumsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) in einem Orbit um den Mond kreisen lässt. Sie kann den Einschlag nicht live beobachten, wird jedoch so schnell wie möglich nach dem Einschlag versuchen, den entstandenen Krater zu finden und zu fotografieren. Etwa zwei Wochen nach dem Einschlag kann LRO den Hertzsprung-Krater frühestens sehen und wird dann Aufnahmen von der Einschlagstelle machen. Die werden eine Auflösung von etwa einem Meter pro Pixel haben. Ob die chinesische und die indische Raumsonde ebenfalls nach dem Krater Ausschau halten werden, ist bisher nicht bekannt.

Wird der heutige Raketen-Einschlag dem Mond in irgendeiner Weise schaden?

Nein, dem Mond wird der Einschlag der Raketenstufe nicht schaden. Er hat seit seiner Entstehung bereits zahlreiche Einschläge überstanden, was man an seiner mit Kratern übersäten Oberfläche erkennen kann. Allein auf der erdzugewandten Seite des Mondes kennt man etwa 300.000 Krater mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Für die meisten dieser Krater sind andere Himmelskörper – Asteroiden* oder Kometen – verantwortlich, die den Mond getroffen haben. Verglichen mit diesen teils gigantischen Kratern wird die ausrangierte Rakete, die den Mond am 4. März trifft, einen eher kleinen Krater hinterlassen: Fachleute gehen davon aus, dass er einen Durchmesser von zehn bis 30 Metern haben und etwa zwei bis drei Meter tief sein wird.

Der Einschlag der Raketenstufe aus China auf dem Mond* erinnert an die Nasa-Sonde LCROSS*, die die US-Raumfahrtorganisation im Jahr 2009 absichtlich auf den Mond stürzen ließ. Die Sonde stürzte in einen Krater in der Nähe des Südpols, dessen Boden dauerhaft im Schatten liegt. Das Ziel der Mission: Der Einschlag sollte Mond-Staub aus dem Krater aufwirbeln und es Forschenden ermöglichen, so herauszufinden, ob es in dem Krater Wassereis gibt. Die Mission war ein voller Erfolg: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten Anzeichen von Wassereis finden, die durch den Einschlag gelöst wurden.

Was sagt die Wissenschaft zu dem Einschlag auf dem Mond?

Die Wissenschaft ist zwiegespalten, was den Einschlag der Raketenstufe auf dem Mond angeht: Einerseits handelt es sich um den ersten ungeplanten Einschlag eines Stücks Weltraumschrott auf dem Mond – ein Ereignis, das den Mond verändern kann und das zeigt, wie weit sich der Weltraumschrott schon im Sonnensystem ausgebreitet hat. Wie der Forscher Vishnu Reddy von der University of Arizona in Tucson herausgefunden hat, umkreisten mehr als 150 Objekte den Mond – und mindestens 90 Prozent davon sind Schrott, zitiert das Magazin Nature Reddy.

Auf der anderen Seite stellt der Einschlag des Raketenteils auf dem Mond auch eine Chance dar, wie die Nasa-Mission LCROSS und ein Blick noch weiter in die Vergangenheit zeigt. Der Aufprall von Raumsonden auf dem Mond „wurde zum Teil gezielt angestrebt, um Wissenschaft zu machen“, erklärt Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegenüber dpa. In der „Apollo“-Ära der Nasa sei dies sogar Teil des Missionskonzepts gewesen. „Mondfähren wurden damals abgekoppelt und auf Kollisionskurs gebracht“, so Köhler. Die Erschütterung des Mondbodens sei mit einem Seismometer auf dem Mond gemessen worden, daraus ließen sich Schlüsse über die Eigenschaften der Mondkruste erlangen.

Blick zurück: Früher ließ die Raumfahrt ihre Sonden auf dem Mond abstürzen

Auch bei späteren Mond-Missionen sei dies gemacht worden. „Ziel war, die entstehende Auswurfwolke geochemisch zu erfassen – etwa, um in abgeschotteten Kratern Eismoleküle nachweisen zu können“, so Köhler, der davon ausgeht, dass auch der jetzt bevorstehende Einschlag „nützlich“ sein könnte. „Der Mondboden ist durch Sonnenwind, kosmische Strahlung und eingeschlagene Mikrometeoriten über Jahrmillionen gereift. Der Aufprall legt nun praktisch unverfälschtes Material frei – und das noch dazu auf der kaum untersuchten Rückseite des Mondes“, freut sich der Planetengeologe am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof.

Der Planetenwissenschaftler Paul Hayne (University of Colorado Boulder), sieht in dem unbeabsichtigen Einschlag des Raketenteils auf dem Mond eine Chance: Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen habe er seit einem Jahrzehnt versucht herauszufinden, wie tief der Mond-Krater ist, in dem die Nasa-Sonde LCROSS abgestürzt ist, erklärt er auf dem Portal The Conversation. „Das zufällige Experiment des bevorstehenden Absturzes wird Planetenforschern die Möglichkeit geben, einen sehr ähnlichen Krater im Tageslicht zu beobachten. Es wird so sein, als würde man den LCROSS-Krater zum ersten Mal in allen Einzelheiten sehen“, freut sich Haynes. (Tanja Banner) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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