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NDR-Rundfunkrat prüft Vorwürfe in Kiel

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NDR Landesfunkhaus Schleswig-Holstein
Der NDR sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. © Axel Heimken/dpa

Mehrere Medien berichten über eine mögliche politische Einflussnahme auf die Berichterstattung beim NDR. Der unabhängige Rundfunkrat soll die Vorwürfe jetzt prüfen.

Kiel - Nach Vorwürfen gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR) am Standort Kiel leitet der unabhängige Landesrundfunkrat Schleswig-Holstein eine Prüfung ein. „Wir als alleinzuständiges Kontrollgremium werden diese Prüfung durchführen und dort, wo es notwendig ist, externen Sachverstand hinzuziehen. Wir nehmen die erhobenen Vorwürfe sehr ernst“, sagte die Vorsitzende Laura Pooth nach einer Sondersitzung. Die Gremiumsmitglieder werden demnach Unterlagen und Informationen einholen und die erforderlichen Gespräche führen.

Der Fall dreht sich um Vorwürfe im Zusammenhang mit der Politik-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen ARD-Senders. Das Online-Medium „Business Insider“ und danach der „Stern“ hatten über Vorwürfe berichtet, wonach es eine Art Filter durch die Vorgesetzten in der Redaktion geben könnte. Dabei ging es beispielsweise um ein Interview, das ein NDR-Journalist habe führen wollen, was seine Vorgesetzten aber abgelehnt hätten.

Der Chefredakteur des NDR für Schleswig-Holstein, Norbert Lorentzen, hatte danach gesagt, man weise den „Vorwurf politischer Einflussnahme auf unsere Programme entschieden zurück“. Ähnlich äußerte sich der ARD-Sender NDR in einem Statement. „Den Vorwurf, es gebe einen „politischen Filter“ im Landesfunkhaus Schleswig-Holstein, weist der NDR zurück. Die Berichterstattung ist unvoreingenommen und unabhängig.“ dpa

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