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NASA-Forscher beobachten, wie etwas aus einem Schwarzen Loch herauskommt

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Von: Nadja Pohr

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Eine Computergrafik zeigt ein Schwarzes Loch.
Wissenschaftler entdeckten unmögliches: Aus der Rückseite eines schwarzen Lochs kam Licht (Symbolbild). © Imago/McPHOTO/M. Gann

Schwarze Löcher sind bekannt dafür, alles in sich verschwinden zu lassen. Forscher haben nun jedoch Licht auf der Rückseite eines Schwarzen Lochs beobachtet.

Stanford - Einige Phänomene des Weltalls lassen sich nur schwer erklären und vor allem kaum begreifen. Kürzlich sichteten Forscher unter anderem eine geheimnisvolle Hütte auf der Rückseite des Mondes (BW24* berichtete). Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Stanford hat nun erneut eine Entdeckung gemacht, die eigentlich unmöglich ist: Sie haben Licht auf der Rückseite eines Schwarzen Lochs gesehen.

Als ein Schwarzes Loch bezeichnet man ein Objekt, das eine sehr große Masse auf wenig Volumen konzentriert. Sie besitzen daher eine große Anziehungskraft, lassen eigentlich alles in sich verschwinden, was in ihre Nähe kommt und bringen es nie wieder zum Vorschein. Aus dem von den Forschern beobachteten Schwarzen Loch kam jedoch wieder etwas heraus.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 08.02.2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Eigentlich unmöglich: So kommt das Licht aus dem Schwarzen Loch

Eine Eigenart der Schwarzen Löcher macht es in der Theorie möglich, das Licht dahinter zu sehen, wie der Forscher Dan Wilkins erklärt. „Das Schwarze Loch verzerrt den Raum, beugt Licht und dreht Magnetfelder um sich selbst.“ Wilkins und sein Team haben über längere Zeit das Schwarze Loch im Zentrum einer 800 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie beobachtet, um deren Eigenheit zu untersuchen.

Das Ergebnis: Das Schwarze Loch ist auf der Vorder- und Rückseite von Röntgenstrahlen umgeben, die wiederum von der Akkretionsscheibe - einer Scheibe voller Materie, die darum rotiert - reflektiert werden. Die Strahlen werden schließlich von der Schwerkraft des Schwarzen Lochs nach vorne gebogen, wo sie von den Weltraumteleskopen aufgefangen wurden, wie fr.de* berichtet.

Beobachtung von Schwarzem Loch bestätigt Theorie von Albert Einstein

Das Phänomen wurde bereits vor mehreren Jahren durch Albert Einstein und seine Allgemeine Relativitätstheorie vorhergesagt. Die neuen Beobachtungen der Forschergruppe würden diese Schlüsselvorhersage nun bestätigen. Roger Blanford, der Co-Autor der Studie, freut sich, dass man jetzt die Technik dazu habe, um Einsteins Relativitätstheorie in Aktion zu sehen.

Für ihre Forschung nutzen die Wissenschaftler die Röntgenteleskope XMM-Newton (Esa) und NuStAR (Nasa), um die Röntgenquellen im Universum zu beobachten. Mit einem anderen Teleskop stieß der Astronom Billy Gray auf etwas Erschreckendes im All: Eine unkontrollierte Rakete von Elon Musk wird auf dem Mond einschlagen*. *BW24 und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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