„Ich gebe die Hoffnung nicht auf“

Suche nach seit zwölf Jahren vermisstem Mädchen: Warum reagierten die Hunde so seltsam?

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Die Polizei sucht mit Leichenspürhunden nach Spuren der vermissten Georgine Krüger.

Vor zwölf Jahren verschwand die 14-Jährige Georgine in der Nähe von Berlin. Nach monatelangen Untersuchungen musste der Fall archiviert werden. Doch jetzt gibt es eine neue Spur.

Georgine verschwand 2006.

Berlin - Es war der 25. September 2006, als die damals 14-Jährige Georgine in Brieselang (wenige Kilometer von Berlin entfernt) auf dem Weg nach Hause war, an einer Bushaltestelle ausstieg und spurlos verschwand. Die Wohnung, in der sie mit den Eltern und einer kleinen Schwester wohnte und die nur 200 Meter von der Bushaltestelle entfernt war, erreichte die Schülerin nie.

Monatelang untersuchten die Ermittler alle Wälder in der Nähe von Brieselang und prüften alle Kontakte und SMS von Georgine. Leider umsonst. Der Fall musste zu den Akten gelegt werden.

Eine neue Hoffnung

Doch letzte Woche gab es einen Hoffnungsschimmer für die Familie der Schülerin: Die Polizei bekam von einem anonymen Anrufer eine neue heiße Spur, die Nummer 225 rund um diesen Fall, wie Bild berichtet. 

Ein Mann meldete sich über den Notruf 110 mit einem Hinweis und nannte ein bestimmtes Waldstück in der Nähe der Bushaltestelle, in dem sich die Leiche von Georgine befinden könnte. Der Anruf wurde aufgezeichnet und analysiert. „Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die Angaben glaubwürdig sind“, erklärte Polizeisprecher Thomas Neuendorf der Bild.

„Solange sie nicht gefunden wurde, gebe ich die Hoffnung nicht auf“

Mit Spürhunden durchkämmten die Ermittler das Gebiet, das vom anonymen Anrufer genannt wurde. Auch die Mutter von Georgine, Vesna Krüger, wurde über den neuen Hinweis informiert. Sie hat nie die Hoffnung aufgegeben, dass ihre Tochter noch am Leben sein könnte. „Solange sie nicht gefunden wurde, gebe ich die Hoffnung, dass Gina noch lebt, nicht auf“, sagte sie der Bild.

Am Donnerstagabend musste die Suche dann erneut eingestellt werden, nichts wurde gefunden. „An einigen Stellen zeigte einer der Hunde veränderte Verhaltensweisen“, sagte Neuendorf. „Diese Stellen werden nochmals konkret geprüft. Wir werden nicht aufgeben, bis wir Georgines Schicksal geklärt haben.“

Hoffnung liegt auf dem anonymen Hinweisgeber

Das Rätsel um das verschwundene Mädchen bleibt ungelöst. Die Ermittler hoffen, dass sich der anonyme Anrufer nochmal meldet. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werden sie die Suche natürlich wieder aufnehmen.

Vesna Krüger zeigt sich gegenüber den Ermittlern und der Polizei dankbar: „Ich bin froh, dass sie noch immer jeder Spur nachgehen“, sagte sie. Und malt sich aus, dass ihre Tochter als Schauspielerin in Indien oder Amerika noch lebt. Das war nämlich ihr größter Kindheitstraum.

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fm

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