Höchste Sicherheitsvorkehrungen

Nach Überfall auf Schmuck-Transporter: „Pink Panther“-Räuber vor Gericht

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Drei mutmaßliche Juwelenräuber (2.v.l, 4.v.l. und r) sitzen am 12.09.2017 im Landgericht in Köln auf der Anklagebank.

Schwer bewaffnete Polizisten vor dem Gebäude und im Gerichtssaal: Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat in Köln der Prozess um einen Überfall auf einen Schmucktransporter in Esslingen begonnen.

Köln - Angeklagt sind drei Männer im Alter von 36, 38 und 41 Jahren. Die Beute des Coups vom Oktober 2016: Schmuck, Schmuckteile und Edelmetall im Wert von fast 600.000 Euro. Bei einem mutmaßlich weiteren Überfallversuch einen Monat später wurden sie von Spezialkräften festgenommen. Zu Prozessbeginn am Dienstag ließen die Angeklagten mitteilen, dass sie sich zunächst schweigend verteidigen wollen.

Das Verfahren am Landgericht Köln ist alles andere als alltäglich, denn solch scharfe Sicherheitsvorkehrungen gibt es nur selten. Die Angeklagten wurden am frühen Morgen jeweils per Hubschrauber in die Nähe des Landgerichts geflogen. Anschließend fuhren sie Polizeibeamte zum Gerichtsgebäude, das weiträumig abgesperrt war. Auch jeder, der zur Anklageverlesung wollte, wurde von Justizwachtmeistern durchsucht. Wegen der verschärften Kontrollen konnte der Prozess nur mit 45-minütiger Verzögerung beginnen.

Mindestens ein Angeklagter soll zur Juwelenräuber-Bande „Pink Panther“ gehören, wie vor Prozessbeginn aus Justizkreisen verlautete. Die Gruppe wird von der internationalen Polizeiorganisation Interpol für zahlreiche Raubüberfälle weltweit verantwortlich gemacht. Bei Verlesung der Anklageschrift tauchte der Verweis auf die Gruppe allerdings nicht auf.

Konkret vorgeworfen wird den Männern dagegen schwerer Raub, versuchter schwerer Raub und illegaler Waffenbesitz sowie Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Bei der Durchsuchung einer Kölner Wohnung, in der der 38 Jahre alte Angeklagte vor den Taten gelebt haben soll, war unter anderem ein funktionsfähiges Sturmgewehr sichergestellt worden.

Nach der Anklageverlesung wurde der Prozess vertagt. Kurz nach Mittag schwebten dann wieder Hubschrauber ein, um die Angeklagten zurück zu ihren Haftanstalten zu fliegen. Am Donnerstag soll der Prozess fortgesetzt werden.

dpa

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