Mehrere Betriebe betroffen

Nach Schlachthof-Skandalen in Baden-Württemberg: Regierung zieht schwache Konsequenzen

Der Schlachthof Biberach ist geschlossen. Eine Palette steht vor dem Zugang für die Tiere.
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Nach einem erneuten Skandal in einem Schlachthof in Baden-Württemberg wurde auch der Betrieb in Biberach eingestellt.

Nach den Fällen von Tierquälerei in Schlachtbetrieben in Baden-Württemberg kündigte Minister Hauk Konsequenzen für die Betreiber an. Die Maßnahmen werden stark kritisiert.

Biberach - In den letzten Monaten kam es zu einer Reihe von Skandalen in Schlachtbetrieben in Baden-Württemberg. Zuletzt rückte ein Familienbetrieb in Biberach in den Fokus der Organisation Soko Tierschutz. Heimlich gefilmte Aufnahmen zeigten schlechte Betäubungen und Misshandlungen der Tiere. Zuvor filmte die Organisation aus München bereits grausame Szenen in Betrieben in Gärtringen (Kreis Böblingen) und im Kreis Waldshut. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum, geriet durch die Skandale in Kritik. Er kündigte nun an, die Betreiber um eine Videoüberwachung zu bitten. Diese Maßnahme kann jedoch nur freiwillig erfolgen, da ein Gesetz laut der Verfassung nicht zulässig ist. Die Opposition kritisierte die Reaktion des Ministers und bezeichnete sie als deutlich zu spät.

Wie BW24* berichtet, greift die Regierung nach erschütternder Tierquälerei in Schlachtbetrieben zu einer lächerlich harmlosen Maßnahme.

Die schrecklichen Aufnahmen aus dem Schlachthof Gärtringen im Kreis Böblingen (BW24* berichtete) erlangten auch weit über die Grenzen Baden-Württembergs traurige Bekanntheit. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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