Folgenschwere Racheaktion

Racheaktion nach Kündigung sorgt für Ärger: Bank-Angestellte löscht 20.000 Dokumente

Folgenschwere Racheaktion: Weil sie nach der Kündigung Daten ihres Arbeitgebers löschte, droht einer Amerikanerin nun eine lange Haftstrafe. (Symbolbild)
+
Folgenschwere Racheaktion: Weil sie nach der Kündigung Daten ihres Arbeitgebers löschte, droht einer Amerikanerin nun eine lange Haftstrafe. (Symbolbild)

Eine Kredit-Beraterin einer Bank in New York hat nach einer Racheaktion mächtig Ärger: Die Frau löschte zehntausende Dokumente und muss sich nun vor Gericht verantworten.

New York – Mit einer Racheaktion aufgrund ihrer Kündigung hat eine ehemalige Bankmitarbeiterin der New York Credit Union, einer der wichtigsten Banken im Bundesstaat New York, sich nun vor Gericht zu verantworten. Weil sie sich nach ihrer Kündigung nochmal ins System der Bank eingeloggt und etliche Daten gelöscht hatte, drohen der Ex-Bankerin bis zu zehn Jahre Haft wegen eines Computerangriffs. Das teilte das zuständige Gericht nach ihrem Geständnis mit.

Vor Gericht gab sie zu, insgesamt über 20.000 Dokumente des Unternehmens, dazu über 3000 Ordner gelöscht zu haben - von wichtigen Kundendokumenten bis hin zu Dateien, die vor Cyber-Angriffen schützen sollten. Gesamtschaden: 21 Gigabyte zu rekonstruierende Dateien, Kosten von rund 10.000 US-Dollar für deren Wiederherstellung und ein nicht unbeträchtlicher Imageschaden für die Kreditbank. Das berichtete etwa das Nachrichtenmagazin Stern.de.

Rache nach der Kündigung: Ex-Bank-Mitarbeiterin löschte Sicherheitsdateien

Die Teilzeitangestellte, die am 19. Mai 2021 aus unbekannten Gründen von der New York Credit Union entlassen worden war, verschaffte sich am 21. Mai über ihren Benutzeraccount nochmals Zugriff und löschte wahllos Kreditanträge von Kunden sowie Schutzsoftware, die die Bank vor Hackerangriffen schützen sollte. Zusätzlich griff sie auf vertrauliche Dokumente der Bank zu.

Ein zuständiger FBI-Mitarbeiter betonte vor Gericht, dass die Angeklagte, damit nicht nur ihrem Ex-Arbeitgeber geschadet habe, sondern vor allem den Kunden: „Ihre gemeine Racheaktion war nicht nur ein Sicherheitsrisiko für die Bank, sondern schuf auch Probleme für Kunden, die auf die beantragten Kredite angewiesen waren“. Zahlreiche der gelöschten Daten konnten inzwischen wieder hergestellt werden. (ska) *op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dass Geschädigte einer Kündigung vor Gericht nicht immer so viel Pech haben müssen, zeigt der Fall des ehemaligen Chefs der US-Firma Game Stop, George Sherman*. Der erhielt als Entschädigung für seine Kündigung eine Abfindung im Wert von 150 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare