Ermittlungen laufen

Miss America-Chef nach E-Mail-Skandal suspendiert

+
Sam Haskell steht unter Beschuss.

Der Chef der Organisation Miss America, die jährliche Schönheitswettbewerbe in den USA abhält, ist nach einem Skandal über beleidigende E-Mails vom Dienst suspendiert worden.

Atlantic City - In den von der „Huffington Post“ veröffentlichten E-Mails äußert sich Sam Haskell unter anderem abfällig über Aussehen, Körpergewicht und Sex-Leben ehemaliger Schönheitsköniginnen. Der Vorstand der Organisation kündigte nach der Entscheidung vom Freitagabend (Ortszeit) Ermittlungen zu den E-Mails an.

Haskell gesteht Fehler ein

Haskell wies den Bericht in einer Mitteilung als in großen Teilen „unehrlich, täuschend und verachtenswert“ zurück. „Der Bericht ist so grausam und unwahr und verletzt mich, meine Familie und die Verwaltung dieser Nonprofit-Organisation.“ Er gestand aber ein, im Hinblick auf seine Wortwahl Fehler gemacht und seiner Suspendierung auch zugestimmt zu haben, bis der Fall geklärt sei.

Dutzende frühere Schönheitsköniginnen forderten Haskells Rücktritt. Darunter war auch Gretchen Carlson, die den mittlerweile verstorbenen Chef des Nachrichtensenders Fox News, Roger Ailes, erfolgreich wegen sexueller Belästigung verklagt hatte.

Miss America mit Sitz in Atlantic City im Staat New Jersey ist nicht zu verwechseln mit den konkurrierenden Wettbewerben Miss USA und Miss Teen USA, die von der Organisation Miss Universe ausgerichtet werden. Zudem gibt es den britischen Wettbewerb Miss World, den aus den Philippinen stammenden Wettbewerb Miss Earth und den japanischen Wettbewerb Miss International. Auch andere Länder sowie die US-Bundesstaaten halten eigene Schönheitswettbewerbe ab.

dpa

Kommentare