Ursache noch unklar

Vier Tote nach Zusammenstoß von Hubschrauber und Flugzeug

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Ein Feuerwehrmann sichert nach dem Zusammenstoß die Unfallstelle bei Oberhausen-Rheinhausen. Foto: Uli Deck

Ein Rettungshubschrauber und ein Sportflugzeug krachen im Flug ineinander. Alle vier Insassen sterben. Die Unglücksursache liegt im Dunkeln - bis sie ermittelt ist, wird es wohl lange dauern.

Oberhausen-Rheinhausen (dpa) - Beim Zusammenstoß eines Sportflugzeuges mit einem Rettungshubschrauber in der Luft sind in der Nähe von Karlsruhe vier Männer ums Leben gekommen.

Bei den Toten handelt es sich um die beiden Piloten des Hubschraubers und die zwei Insassen des Sportflugzeugs, teilten Sprecher der Deutschen Luftrettung (DRF) und der Polizei mit. Weitere Details zu den Toten wie Alter oder Herkunft waren zunächst nicht bekannt.

Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben gegen Mittag bei Oberhausen-Rheinhausen. Die beiden Maschinen kollidierten in der Luft und stürzten auf umliegende Felder. Wrackteile fielen in einen See und waren weiträumig in dem Gebiet verstreut.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, blieb zunächst unklar. Polizeieinsatzleiter Gerhard Heck berichtete von einer Zeugenaussage, nach der das Flugzeug vom Typ Piper unmittelbar vor dem Zusammenstoß aus der Wolkendecke gekommen war.

Nach Angaben der DRF, zu der der Hubschrauber gehörte, war der Helikopter auf einem Trainingsflug und vom Baden-Airpark aus gestartet. Dorthin hätte er auch zurückkehren sollen. Das einmotorige Sportflugzeug war auf dem Weg von Basel nach Speyer.

Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort, auch zwei Polizeihubschrauber und ein Boot waren im Einsatz. Im See und drumherum wurde nach Wrackteilen gesucht. Die Feuerwehr war noch Stunden nach dem Unglück damit beschäftigt, die rauchenden Wrackteile zu löschen. Alleine elf Fahrzeuge kümmerten sich um den Nachschub mit Löschwasser, sagte der Sprecher der Kreisfeuerwehr, Edgar Geißler.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig schickte nach Angaben eines Sprechers drei Experten zum Unglücksort, die sofort mit Untersuchungen beginnen sollten. "Sie werden die Nacht durcharbeiten", sagte der Sprecher. Laut Polizeieinsatzleiter Heck verfügen weder der Hubschrauber noch das Kleinflugzeug über eine Blackbox, deren Daten bei der Aufklärung helfen könnten.

In der Regel blieben die Fachleute drei bis fünf Tage vor Ort, erklärte der BFU-Sprecher. Zunächst müsse die Unglücksstelle kartiert werden. Alle Wrackteile werden mit ihrem Fundort verzeichnet. Erst nach sechs bis acht Wochen gebe es einen ersten Zwischenbericht, erst nach etwa einem Jahr einen Abschlussbericht.

Zusammenstöße von Flugzeugen in der Luft sind äußerst selten. Meist ist bei einem Absturz nur ein Flugzeug betroffen. Zu einem der größten Unglücke dieser Art kam es 2002 in der Nähe von Überlingen, als beim Zusammenstoß eines Fracht- und eines Passagierflugzeuges Dutzende Menschen starben.

Oberhausen-Rheinhausen

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