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„Trotzkopf“ und „Tatort“: Schauspieler Klaus Barner ist tot

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Die Schauspieler Hannelore Elsner (als Judith Hansen (l-r), Klaus Barner (als Professor Hansen) und Werner Kreindl (als Karl Göttmann) in einer Szene aus „Soko 5113: Das Duell“ (ZDF, 1986).
Die Schauspieler Hannelore Elsner (als Judith Hansen (l-r), Klaus Barner (als Professor Hansen) und Werner Kreindl (als Karl Göttmann) in einer Szene aus „Soko 5113: Das Duell“ (ZDF, 1986). © -/KPA/United Archives/dpa-Bildfunk

Zuschauer kennen ihn aus „Die Vorstadtkrokodile“, „Der Trotzkopf“ und „Tatort“. Klaus Barner hat in 50 Jahren mehr als 60 Rollen eingenommen.

Berlin - Der Fernseh- und Theaterschauspieler Klaus Barner ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Familienkreis erfuhr. Barner war während einer rund 50-jährigen Laufbahn in mehr als 60 Rollen im TV zu sehen.

Die Zuschauer kennen ihn unter anderem aus dem Jugendfilm „Die Vorstadtkrokodile“ von 1977, wo er den Vater des jungen Rüpels Egon (Martin Semmelrogge) spielte. Sein Durchbruch im Fernsehen war 1974 die Literaturverfilmung „Griseldis“ an der Seite von Sabine Sinjen gewesen. Auftritte hatte er auch in den Krimireihen „Derrick“, „Tatort“ und „SOKO 5113“, der Familienserie „Diese Drombuschs“ und im Unterhaltungs-Klassiker „Das Traumschiff“. Tragende Rollen gab es für ihn etwa in der ZDF-Weihnachtsserie „Der schwarze Bumerang“ und in dem ARD-Mehrteiler „Der Trotzkopf“. Barner begann seine Karriere am Theater, bevor er Mitte der 1950er Jahre erste Filmrollen annahm.

Klaus Barner ist tot: In rund 50 Jahren in mehr als 60 Rollen im TV zu sehen

Schauspieler Klaus Barner. Der Fernseh- und Theaterschauspieler ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren.
Schauspieler Klaus Barner. Der Fernseh- und Theaterschauspieler ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren. © Hermann Wöstmann/dpa/dpa-Bildfunk

Er war auch ein gefragter Sprecher und Erzähler, der in der Branche gerade für den geschickten Umgang mit komplizierten Texten geschätzt war. Zu den zahlreichen Hörspielen, in denen er zu hören war, zählten die Georges-Simenon-Vertonung „Der Mann, der den Zügen nachsah“ (1998) und der Krimi „Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde“ (1997), in der er den Detektiv sprach. In den vergangenen 20 Jahren lebte Barner sehr zurückgezogen. Bereits am 26. Juli ist er laut seiner Tochter in der Nähe von Tübingen „nach kurzer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen“.

Erst kürzlich musste das Tatort-Team aus Franken einen unerwarteten Ausstieg verkraften. Andreas Leopold Schadt wird künftig nicht mehr als Kommissar Fleischer auftreten.

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