„Ajuna“ nach OP wohlauf

Fixiert und Ohr abgeschnitten? Katzen-Baby von Tierquäler brutal misshandelt

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„Ajuna“ geht es nach der OP gut.  

Unbekannte haben in Stuttgart eine kleine Katze auf das Grausamste misshandelt. Jetzt musste dem süßen Katzenbaby ein Ohr abgenommen werden:  

Stuttgart - Ein schlimmer Fall von Tierquälerei erschüttert derzeit Stuttgart: Mitarbeiter hören in der Nähe des Robert-Bosch-Krankenhauses die Schreie einer Katze. Ein Zeuge geht den Schreien nach und findet ein winziges Katzenbaby, das sich in einer Regenrinne versteckt hat. Dem Mann gelingt es, das Kitten zu fangen und in einem Karton in Sicherheit zu bringen. Schon da fällt dem Katzenretter das blutverkrustete Ohr des etwa vier Wochen alten Katzenkinds auf. Zunächst habe er gedacht, dass das Kitten von einem anderen Tier angegriffen worden war, so der Zeuge. Über den grausamen Fall in Stuttgart berichtet HEIDELBERG24.de*.

Stuttgart: Süßes Katzenbaby auf brutalste Weise misshandelt

Bei der ärztlichen Untersuchung im Tierheim zeigt sich ein grausames Bild: Dem Katzenbaby fehlt ein ziemlich großes Stück vom Ohr! Vom Hals abwärts wurde dem Tier ein Streifen des Fells bis zum Schwanzansatz abrasiert. Auf der freiliegenden Haut sind mehrere Hämatome zu erkennen. „Die Katze war durch den Wind, als sie zu uns kam“, sagt die behandelnde Tierärztin. „Sie fauchte uns an und ließ sich nicht anfassen.

Ein großer Teil der Ohrmuschel hat gefehlt“, beschreibt die Tierärztin die schlimmen Verletzungen der kleinen Katze. Das restliche Ohr blutete stark, die Wunde nässte über Tage. „Wir mussten wegen der tiefen Nekrose relativ viel vom Ohr abnehmen. Die Wunde wird ganz normal verheilen und sie wird wie eine ganz normale Katze weiter leben können“, ist sich die Tierärztin aber sicher.

Dem kleinen Katzenbaby wurde ein Teil der Ohrmuschel abgeschnitten. 

Inzwischen geht es „Ajuna“ – so haben die Tierpfleger die junge Katze getauft – wieder gut. Eine Tierpflegerin des Tierheims Stuttgart berichtet: „Sie ist mittlerweile super schmusig, super anhänglich. Vor vielem hat sie trotzdem noch Angst.“ Dabei war gar nicht klar, ob das junge Kätzchen die OP am Dienstag (29. Oktober) übersteht – Operationen seien bei kleinen Katzen wegen der Narkose immer riskant.

Stuttgart: Tierquäler schneidet Katzenbaby Ohr ab – „Unfassbar“

Für Marion Wünn, Leiterin des Tierheims Stuttgart, ist indes klar, dass Ajuna die schlimmen Verletzungen von Menschenhand beigebracht wurden: „Es sah so aus, als ob das Ohr abgeschnitten wurde. Es war nicht ausgefranst, sondern ein glatter Schnitt. Am Rücken waren viele Hämatome und abrasiertes Fell. Was soll das denn für ein Unfall gewesen sein?“ Die Blutergüsse könnten daher rühren, dass die Katze fixiert und dann misshandelt wurde, ergänzt eine Tierpflegerin. Tierheimleiterin Wünn denkt, „dass irgendwelche Idioten dem Tier bewusst weh getan, es richtig misshandelt haben. Das ist unfassbar.“ 

In dem Fall ermittelt die Polizei Stuttgart gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, sagt Polizeisprecherin Monika Ackermann. Erkenntnisse zu  einem oder mehreren möglichen Tätern gebe es derzeit aber noch keine. Zeugen, die in der Nähe des Robert-Bosch-Krankenhauses verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sollen sich bei der Stuttgarter Polizei melden.

„Ajuna“ geht es nach der OP gut.  

Die Bilder der misshandelten Katze lassen keinen kalt, dutzende Menschen sind schockiert“, sagt Jana Hoger von PETA. Die Tierschutzorganisation hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Tierquälers führen, eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden kann“, so Hoger. Oft würden Menschen, die Tiere quälen, später auch Menschen quälen. 

Stuttgart: Viele Anfragen für misshandeltes Katzenbaby

Das Tierheim Stuttgart könne sich inzwischen vor Anfragen für Ajuna kaum retten, verrät Monika Wünn. Das kleine Kätzchen werde aber frühestens im Frühjahr 2020 in die Vermittlung kommen. „Wir haben aber noch viele weitere Katzen und Katzenbabys, die ein neues Zuhause suchen“, verrät die Tierheimleiterin.

*heidelberg24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

rmx

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